Ralph Hasenhüttl wurde vom FC Bayern kontaktiert. Ralph Hasenhüttl wurde vom FC Bayern kontaktiert. © dpa
Ralph Hasenhüttl wurde vom FC Bayern kontaktiert.

Leipzig-Trainer Hasenhüttl: Ich habe dem FC Bayern abgesagt

Auf der Suche nach einem Nachfolger für Jupp Heynckes wurden die Bosse des Rekordmeisters auch bei RB-Coach Ralph Hasenhüttl vorstellig. Doch der lehnte ab – aus einem ungewöhnlichen Grund.

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Der FC Bayern hat die Suche nach einem Nachfolger für Jupp Heynckes offenbar nicht nur auf Thomas Tuchel und Niko Kovac beschränkt. Im Aktuellen Sportstudio des ZDF erklärte auch RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl, dass er mit den Bayern wegen des Trainerjobs gesprochen habe. Im Januar habe der FCB den Chefcoach von RB telefonisch kontaktiert, sagte der 50-Jährige. Er habe weiteren Gesprächen aber eine Absage erteilt. Stattdessen wurde Frankfurts Kovac neuer Trainer.


Der Grund für Hasenhüttls Absage: mangelnde Erfahrung. „Ich habe das wiederholt, was ich auch öffentlich ganz klar zum Ausdruck gebracht habe“, sagte der Österreicher, der seit 2016 Cheftrainer von RB ist. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich für den FC Bayern eine 1-a-Lösung bin – und zu Recht auch noch nicht bin –, weil ich einfach die internationale Erfahrung dafür noch nicht habe.“

Fehlt Hasenhüttl die internationale Erfahrung?

Die Leipziger spielen eine wechselhafte Saison mit einem schwachen Frühjahr, in dem sie aus der Europa League ausschieden und in der Bundesliga auf den sechsten Platz abrutschten. „Wie die Rückrunde gezeigt hat, war diese Einschätzung zum damaligen Zeitpunkt auch die absolut richtige“, folgert Hasenhüttl deshalb. „Genau das habe ich dem FC Bayern damals gesagt.“

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Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen (auch Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt sollen an Hasenhüttl interessiert sein) weckt vor allem die konstant gute Arbeit, die der Grazer seit fast zwei Jahren in Leipzig mit einer jungen Mannschaft erledigt. Beim FC Bayern war Hasenhüttl trotzdem nur Option Nummer drei – nach Heynckes, der am Saisonende aufhört, und Thomas Tuchel, der neuer Trainer von PSG wird und den Bayern absagte.

„Ich muss die Ideallösung sein“

„Wenn ich einmal zum FC Bayern wechseln sollte, wenn ich diese Chance erhalten würde, dann muss ich die Ideallösung sein“, sagte Hasenhüttl, dessen Mannschaft nach dem 4:1 gegen den VfL Wolfsburg auf einem Europapokal-Platz steht. „Weil nur dann die Aufgabe für mich wirklich Sinn macht und ich eine Chance dort habe.“ Er fühle sich in Leipzig sehr wohl und ist bereit, seinen bis 2019 laufenden Kontrakt zu verlängern. „Ich möchte keinen Vertrag unterschreiben, nur damit ich ein Papier in der Tasche hab, das mir irgendwelche Sicherheiten gibt. Ein Vertrag ist nur dann kein Missverständnis, wenn beide Parteien miteinander können“, sagte Hasenhüttl.

Gespräche über eine Verlängerung liegen derzeit auf Eis, obwohl es bereits im Dezember eine erste Initiative von Sportdirektor Ralf Rangnick gab. Damals wollte Hasenhüttl nicht. Inzwischen scheint der Österreicher einer weiteren Zusammenarbeit gegenüber aufgeschlossener geworden zu sein – auch, um weiter Erfahrungen zu sammeln, um doch vielleicht eines Tages die Bayern zu trainieren.

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