08. Januar 2019 / 16:00 Uhr

Leipziger DHfK-Athletikcoach hält deutsche WM-Handballer fit

Leipziger DHfK-Athletikcoach hält deutsche WM-Handballer fit

Matthias Roth
Hagen Pietrek ist für die Athletik und Kondition der deutschen Nationalspieler. Im normalen Alltag macht er sonst die Jungs des SC DHfK Leipzig fit. 
Hagen Pietrek ist für die Athletik und Kondition der deutschen Nationalspieler. Im "normalen Alltag" macht er sonst die Jungs des SC DHfK Leipzig fit.  © Andre Kempner
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Den deutschen Handballern steht ein Mammutprogramm bevor. Am Ende entscheidet bei der WM auch die Kondition. Christian Prokop hat Athletikcoach Hagen Pietrek in sein Team geholt. Der 37-Jähirge macht sonst die Spieler des SC DHfK Leipzig fit.

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Leipzig. Das wird ein Pensum: Wenn es für die deutsche Nationalmannschaft optimal läuft, dann wird sie vom kommenden Donnerstag an zehn Spiele in 17 Tagen bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land absolvieren. Ein Mammutprogramm, bei dem Kraft und Kondition genau abgestimmt sein müssen. Bundestrainer Christian Prokop weiß das und hat sich schon im vergangenen Jahr Hilfe in sein Team geholt. Der 40-Jährige arbeitet mit einem Athletiktrainer zusammen und der kommt aus Leipzig.

Hagen Pietrek heißt der verantwortliche Mann für Muskelgruppen und Sehnen. Er macht sonst die Bundesligahandballer des SC DHfK Leipzig fit und arbeitet nun mit Stars wie Uwe Gensheimer oder Patrick Wienceck in der Trainingshalle zusammen.

Pietrek: „Ich setze Impulse und biete meine Hilfe an.“

Der 37-jährige Pietrek scheut das Rampenlicht. Er sagt Sätze wie: „Ich setze Impulse und biete meine Hilfe an.“ Gern verweist er darauf, wie gut die Spieler in ihren Vereinen betreut werden und wie fit sie zu den Auswahllehrgängen kommen. Bei den WM-Spielen wird er für die meisten Zuschauer an den TV-Bildschirmen kaum zu sehen sein. Pietrek nimmt hinter der Bank mit weiteren Betreuern Platz. „Ich agiere im Stillen“, ist ein weiterer der für ihn typischen Sätze.

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Prokop hat sich mit der Personalie in seinem Staff aber etwas gedacht. Der Bundestrainer kennt den Leipziger schon aus der Zusammenarbeit beim SC DHfK. Hier geht Pietrek in seine dritte Saison. Zuvor arbeitete der Schwager von DHfK-Manager Karsten Günther mit den Basketballern des Mitteldeutschen BC in Weißenfels.

Erfolgreiche Arbeit beim SC DHfK Leipzig

Pietrek schreibt Trainingspläne für die Kondition und übt mit den Leipziger Spielern in der Vorbereitung. Das Konzept trug Früchte. Ein Markenzeichen der Grün-Weißen war stehts ihre Energieleistung in den Schlussminuten. Auch wenn in dieser Spielzeit zwar häufig das Matchglück bei acht Unentschieden oder Ein-Tor-Niederlagen fehlte, an der Kraft lag’s nicht. Die Mannschaft kämpfte stets bis zum Abpfiff.

„Christian Prokop hat gute Erfahrungen mit mir gemacht und mich für diverse Lehrgänge angesprochen“, so der Athletikcoach. Er musste nicht lange überlegen. „Für mich ist das eine Riesen-Möglichkeit und ein Abenteuer, da habe ich sofort zugesagt“, berichtet Pietrek, auch wenn die WM nun genau in die Rückrundenvorbereitung des SC DHfK fällt. „Wir haben die Pläne abgestimmt, der SC DHfK hat Priorität und der Verein hat mich zwischen den Athletikeinheiten für den DHB freigestellt.“

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Pietrek stellt beim DHB an den kleinen Schrauben. Die Erwärmung ist so eine Sache und die Arbeit mit einzelnen Spielern. „Mit Matthias Musche und Steffen Weinhold habe ich nach ihren Fußproblemen individuell trainiert“, sagt Pietrek.

Eigentliche Arbeit beginnt erst bei der WM

Die eigentlichen Aufgaben werden erst während des Turniers auf ihn zukommen. „Wenn die Jungs 17 Tage überhaupt nichts machen, dann bauen sie konditionell ab. Da komme ich ins Spiel“, sagt der 37-jährige ehemalige Leistungsschimmer. Und dann muss er auf die unterschiedlichen Typen in der Mannschaft Rücksicht nehmen. „Die kräftigeren Spieler im Team fragen öfter nach einer Sondereinheit und wollen Hanteln bewegen. Sie fühlen sich sonst im Spiel zu lax. Andere müssen dagegen lange regenerieren“, verrät Pietrek.

Der Athletikcoach ist zunächst bis 21. Januar gebucht. An diesem Tag wird das zweite Spiel in der Hauptrunde ausgetragen. Ob der Bundestrainer dann auf Pietrek wirklich verzichtet, wird sich zeigen. Der Leipziger bleibt gelassen. „Ich bin eine Personalie, die man nicht zwangsläufig braucht, aber gern nimmt, wenn sie da ist“, merkt der Fitnesscoach in seiner ihm eigenen Bescheidenheit an.

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