11. Februar 2019 / 18:02 Uhr

Leipziger Hürdensprinter sind eine Macht - doch nur Martin Vogel trägt das DHfK-Trikot

Leipziger Hürdensprinter sind eine Macht - doch nur Martin Vogel trägt das DHfK-Trikot

Frank Schober
Gregor Traber (Mitte) und Martin Vogel (Rechts) nach dem 60 m-Hürdenlauf beim 6. ISTAF Indoor-Meeting in Berlin. 
Gregor Traber (Mitte) und Martin Vogel (Rechts) nach dem 60 m-Hürdenlauf beim 6. ISTAF Indoor-Meeting in Berlin.  © imago/Andreas Gora
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Nach Favorit Gregor Traber möchte sich auch der für den SC DHfK Leipzig startende Martin Vogel für die Hallen-Europameisterschaft in Glasgow qualifizieren. Doch noch lief längst nicht alles rund im Wettkampfjahr 2019. 

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Leipzig. Vor einem Jahrzehnt hatten die Leipziger Hürdensprinter bei nationalen Hallentitelkämpfen die Plätze eins bis vier nahezu abonniert. Die Frage vorher lautete lediglich, wer von dem Top-Quartett (Thomas Blaschek, Willi Mathiszik, Alexander John, Erik Balnuweit) die Heimreise ohne Medaille antreten muss. An diesem Sonnabend werden in der Arena drei aktuelle Leipziger (Favorit Gregor Traber, Martin Vogel, Max Bayer) und der Ex-Messestädter Erik Balnuweit die Podestplätze über 60 m Hürden wohl unter sich ausmachen. Sie tragen mittlerweile vier verschiedene Trikots – nur Martin Vogel läuft in den Farben des SC DHfK.

Am 1. Januar ist der 26-Jährige vom LAC Chemnitz zum stärksten Verein in seiner Wahlheimat gewechselt. „Für mich ist es logisch, dass ich für die Stadt starte, in der ich auch trainiere. Ich habe meine Ansprechpartner gern vor Ort, kläre Dinge nicht so gern am Telefon.“ Insofern war es an der Zeit zu wechseln, denn bereits seit dreieinhalb Jahren trainiert er bei Jan May am hiesigen Bundesstützpunkt. Mit Gregor Traber gehört ein Weltklasse-Athlet zu seinen Trainingspartnern.

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Der Vertrag mit dem SC DHfK kam zustande, obwohl sich Martin während der Wechselfrist im Herbst in der dreimonatigen Saisonvorbereitung in Malaysia befand. Die Gründe für das XXL-Trainingslager: „Ich wollte mal etwas anderes probieren, da ich in der Vergangenheit oft verletzt war. Deshalb war ich mir sicher, dass mir die Wärme gut tun würde.“ Letztlich konnte er täglich mit einem einheimischen Athleten trainieren und fand ein Apartment für etwas mehr als 10 Euro pro Nacht. Improvisieren musste er bei der Verpflegung – vor allem beim zu süßen Frühstück – und bei der physiotherapeutischen Betreuung. Immerhin fand der 1,91 Meter große Athlet einen Masseur, der ihm hin und wieder die Muskeln lockerte.

Das Wärme-Konzept ging auf. Seit Mai war Martin Vogel verletzungsfrei, vergangene Woche haderte er jedoch mit einer Fuß-Blessur – die DM-Generalprobe in Chemnitz fiel für ihn aus. „Ich hoffe, den Fuß mit etwas Ruhe und Behandlung bis Samstag hinzubekommen.“

Die ersten Wettkämpfe 2019 liefen noch nicht optimal, mit 7,84 Sekunden geht Vogel dennoch als Ranglistendritter in die DM-Woche. „Früher war ich ein Startmonster, derzeit fehlt mir die Explosivität. Mein Trainer meint, das liege am Krafttraining. Schnelligkeit und Spritzigkeit sollen jetzt kommen.“ Vor drei Jahren glänzte er auf der schnellen blauen Bahn der Arena mit Bestzeit und WM-Norm von 7,67 Sekunden – eine solche Zeit würde ihn nun auch zur Hallen-EM Anfang März nach Glasgow bringen. Stand jetzt ist Gregor Traber dort deutscher Alleinunterhalter im Hürdenwald. Von Traber versucht sich Vogel einiges abzugucken: „Gregor ist vor allem mental stark, immer fokussiert, liefert stets 100 Prozent seines Leistungsvermögens ab.“ Wenn Martin Vogel Ähnliches gelingt und der Fuß hält, dürfte die EM-Norm (7,70) durchaus drin sein.

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