RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff: „Wir wollten schon einige Schritte weiter sein." © Archiv

Leipziger Stadionausbau: Mintzlaff fordert mehr Tempo von der Stadt

Die Gespräche zwischen RB Leipzig und der Stadt zum Ausbau der Red-Bull-Arena sind ins Stocken geraten. „Wir wollten schon einige Schritte weiter sein", beklagt RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff im LVZ-Interview.

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Leipzig. Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von RB Leipzig, beklagt mangelndes Tempo im Leipziger Rathaus bei der vertraglichen Umsetzung des Stadionkaufs und -umbaus. Im Exklusiv-Interview mit der LVZ sagte Mintzlaff: „Wir wollten schon einige Schritte weiter sein, denn es ist unser Ziel, unseren Fans nicht nur auf dem Rasen das Top-Erlebnis Bundesliga und Champions League zu bieten.“

Der Kauf der Red-Bull-Arena war bereits im Dezember beschlossen worden. RB plant, das Stadion perspektivisch von knapp 43. 000 auf 57. 000 Plätze auszubauen. Im April wurde die Bauvoranfrage dazu positiv von der Stadt beschieden. „Die Gespräche mit der Stadt verlaufen stockend. Seit die Absichtserklärungen von Herrn Kölmel und uns unterschrieben wurden, ist zu wenig passiert. Das ist bedauerlich“, erklärte Mintzlaff nun. „Der Stadt ist seit Längerem bekannt, wie unsere zeitlichen Abläufe aussehen und wann wir wo im Stadion gerne Hand anlegen wollen. Die Stadt ist schließlich auch ein Profiteur des Profifußballs. Da würden wir uns mehr Tempo wünschen.“

Treffen mit OBM Jung geplant

Die Eigentumsübertragung der Red-Bull-Arena sollte im Juni erfolgen. Woran liegen die Verzögerungen?
Die Gespräche mit der Stadt verlaufen stockend. Seit die Absichtserklärungen von Herrn Kölmel und uns unterschrieben wurden, ist zu wenig passiert. Das ist bedauerlich. Wir wollten schon einige Schritte weiter sein, denn es ist unser Ziel, unseren Fans nicht nur auf dem Rasen das Top-Erlebnis Bundesliga und Champions League zu bieten. Wir sind ein Aushängeschild der Stadt.

Die Zuschauer fragen sich in der Halbzeit, ob sie sich an der Toilette oder am Kiosk anstellen, weil sie beides zusammen zeitlich nicht schaffen.
Das wollen wir ändern.

Haben Sie und Kölmel Ihre Hausaufgaben gemacht?
Wir sind in jedem Fall gut aufgestellt.

Städtische Prozesse ziehen sich, Herr Mintzlaff.
Das ist uns bewusst. Aber der Stadt ist auch seit Längerem bekannt, wie unsere zeitlichen Abläufe aussehen und wann wir wo im Stadion gerne Hand anlegen wollen. Die Stadt ist schließlich auch ein Profiteur des Profifußballs. Da würden wir uns mehr Tempo wünschen.

Haben die Verzögerungen mit Nachforderungen in Sachen Bauantrag zu tun? Oder hakt es bei der komplexen Vertragsgestaltung zwischen Ihnen, Kölmel und der Stadt?
Das gehört nicht hierher

Der OBM hat sich aus nachvollziehbaren Gründen stark für einen Verbleib Ihres Vereines in der Red-Bull-Arena gemacht. Ist Burkhard Jung im Bilde über die aktuelle Lage?
Natürlich ist er das. Ich werde mich mit Herrn Jung und Herrn Rosenthal kurzfristig treffen, wir brauchen eine gemeinsame und schnelle Lösung.

Im Stadion wird seit Wochen gewerkelt.
Ja, am neuen VIP-Zelt und einem LED-Bandensystem am Oberrang.

Sorgenfrei und Spaß dabei

Themawechsel. Vom ewigen Talent und Schwalbenkönig zum Confed-Cup-Helden: Strahlt Timo Werners Glanz auch auf RB ab?
Das Beispiel Timo zeigt, wie wir arbeiten und wohin wir mit jedem einzelnen Spieler wollen. Als wir ihn geholt haben, wurden wir von manchen belächelt. Aber unsere sportliche Leitung um Ralf Rangnick war extrem überzeugt von ihm. Timo hat das Vertrauen zurückgezahlt. Mit harter Arbeit und einer fantastischen Saison. Und er hat auch gezeigt, dass er Rückschläge wegstecken kann.

Wann ist die Saison 2017/2018 eine gute?
Wenn sie sorgenfrei ist. Es ist erst unsere zweite Saison in der Bundesliga, unsere Mannschaft ist immer noch die jüngste und wohl auch wieder unerfahrenste. Natürlich wäre es klasse, wenn wir da anfangen, wo wir aufgehört haben. Es ist ein Vorteil, dass es bei uns keinen Umbruch gibt.

Sind Sie auch für unmoralische Angebote, die die Herren Keita und Forsberg betreffen könnten, unempfänglich?
Ja. Das Thema langweilt

Diverse Leipziger Denkmäler – Bach, Jason, Thaer etc. – wurden mit XXL-Ausgaben der neuen RB-Trikots verkleidet. Erlaubt ist, was gefällt?
Das war eine gemeinsame Aktion mit unserem Ausrüster Nike, um unser neues Trikot auf eine unkonventionelle Art zu präsentieren und die Stadt einzubinden, mit der wir uns schließlich voll identifizieren.

Sind Sie nach ausgiebiger Wohnungssuche fündig geworden oder nach wie vor Hotelgast?
Ich habe eine Wohnung gefunden, hatte aber noch keine Zeit, um dort einzuziehen.

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