25. Februar 2017 / 17:24 Uhr

Leipzigs Sturmduo Forsberg und Werner vermiest Köln den Karneval

Leipzigs Sturmduo Forsberg und Werner vermiest Köln den Karneval

Anne Grimm
RB Leipzig Torjubel 1. FC Köln
Die Kicker von RB Leipzig bejubeln das 1:0 durch Emil Forsberg. © dpa
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RB Leipzig trübt die Kölner Karnevalsstimmung und wirbelt die zweitbeste Abwehr der Bundesliga mächtig durcheinander. Das Hasenhüttl-Team untermauert erneut seine Champions-League-Ambitionen.

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Emil Forsberg, Timo Werner und ein Kölner Eigentor lassen am Samstag 39.335 Zuschauer im heimischen Leipziger Stadion jubeln. Mit dem 3:1 (2:0)-Sieg gegen den 1. FC Köln rückt die Teilnahme am internationalen Geschäft für RB immer näher. Die Roten Bullen bauen ihren Vorsprung gegenüber den Rheinländern auf dem siebenten Platz nun schon auf 15 Zähler aus.

„Das war eine sehr gute Leistung und genau der Fußball, den wir spielen wollen. Wir sind sehr froh, dass wir jetzt nach zwei Niederlagen wieder zweimal gewonnen haben“, sagt RB-Trainer Ralph Hasenhüttl. Sein österreichischer Kollege Peter Stöger meint: „Es war ein verdienter Sieg für Leipzig. Wir waren zu wenig konsequent, zu fehleranfällig und haben wenig Mut gezeigt.“

Es beginnt turbulent. Bereits nach fünf Minuten rückt wieder das unverwechselbare Offensivduo Werner und Forsberg in den Fokus: Der Stürmer legt per Kopf auf den schwedischen Nationalspieler ab, der lässt Kölns Maroh mit technischer Raffinesse alt aussehen und verwandelt links unten zum frühen 1:0.

​Oliver Burke, Torschütze beim 1:1 im Hinspiel, ist nicht fit geworden. Dafür steht Marcel Sabitzer trotz Adduktorenproblemen diese Woche wieder in der Startelf, die damit fast die gleiche wie beim 2:1-Sieg in Gladbach ist. Willi Orban kehrt nach Gelbsperre in die Innenverteidigung zurück. „Es war eine ganz starke erste Halbzeit. Wir haben auch im Spiel mit dem Ball viel Kreativität gezeigt. Aber wir hätten unsere Chancen mehr nutzen müssen, damit wir das Spiel schon eher entscheiden“, sagt der Kapitän.

Fotogalerie: RB Leipzig - 1. FC Köln

RB Leipzig sichert sich den Heimsieg gegen die Geißböcke. (@ dpa) (2) Zur Galerie
RB Leipzig sichert sich den Heimsieg gegen die Geißböcke. (@ dpa) (2) ©
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Einziges Manko Chancenverwertung

Es geht turbulent weiter. Erneut steht Maroh im Fokus. Der FC-Abwehrspieler berührt als letzter Mann Werner und verhindert dadurch eine klare Torchance. Der Slowene sieht nur Gelb. Die entscheidenden Szenen spielen sich weiterhin im Kölner Strafraum ab. Keeper Thomas Kessler verhindert schlimmeres, lenkt zunächst einen strammen Schuss von Werner ins Aus. Nach einer Leipziger Ecke kratzt der FC-Torhüter erst den Kopfball von Halstenberg, dann den von Werner von der Linie. Sabitzer verfehlt nach einer halben Stunde mit einem schönen Schlenzer nur um Zentimeter das Tor der „Geißböcke“.

Was die Leipziger selbst nicht schaffen, besorgt Kölns Pechvogel Maroh, der schon vorher zweimal in der Abwehr patzt. In der 35. Minute rutscht eine Keita-Flanke durch die Beine eines FC-Spielers, Maroh lenkt den Ball ins eigene Netz zum 2:0 für den Gastgeber. „Wir haben mit der ganzen Mannschaft schöne Geschenke verteilt. Zur Halbzeit hätte es auch 4:0 oder 5:0 stehen können“, ärgert sich Kölns Dominique Heintz.

HCL erfährt große Unterstützung

Eine große Chance bietet sich am Samstag dem mit 900.000 Euro verschuldeten HCL. Die Nachwuchsspielerinnen stehen mit Sammelboxen vor und im Stadion. Das Bundesligateam selbst kann nicht vor Ort sein, spielt am Nachmittag in Blomberg und gewinnt 31:25. RB-Sportdirektor Ralf Rangnick spendet hundert Euro, fordert die Zuschauer auf, dem Handball-Traditionsverein in der misslichen Lage zu helfen.

Köln mit kurzer Drangphase

Stöger wechselt seinen überforderten Abwehrspieler Maroh zur Pause aus, bringt dafür Stürmer Simon Zoller. Die Gäste drücken RB in die eigene Hälfte und werden schnell belohnt. Yuya Osako grätscht den Ball in der 53. Minute am kurzen Pfosten zum 2:1 rein.

Hasenhüttl reagiert und stärkt seine Defensive, bringt Rani Khedira für den Torschützen Forsberg. Nur Sekunden später sorgt sein Team mit einem Konter bereits 25 Minuten vor Schluss für die Vorentscheidung. Werner setzt sich nach langem Ball von Keita auf der rechten Seite gegen Subotic durch und versenkt aus extrem spitzen Winkel flach zum 3:1. „Wir werden trotzdem am Rosenmontagsumzug teilnehmen. Weil sich die Stadt auf unsere Jungs freut“, sagte Kölns Coach Stöger zum Abschied, dem die Karnevalslaune nur kurz vergangenen war.

RBL: Gulacsi - Schmitz, Orban, Compper, Halstenberg - Ilsanker, Demme – Keita (86. Kaiser), Forsberg (64. Khedira) - Sabitzer, Werner (84. Selke)

Köln: Kessler – Maroh (45. Zoller), Subotic, Heintz - Olkowski, Rausch - Höger (76. Jojic), Hector - Clemens - Modeste, Osako

Tore: 1:0 Forsberg (5.), 2:0 Maroh (35., Eigentor), 2:1 Osako (53.), 3:1 Werner (65.)

Zuschauer: 39.335

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