11. Januar 2019 / 14:00 Uhr

Leistungen der Schiedsrichter sind meist besser als die der Spieler

Leistungen der Schiedsrichter sind meist besser als die der Spieler

Redaktion Sportbuzzer
Wilhelm Kläfker
Wilhelm Kläfker führt seit vielen JAhren die Schaumburger Schiedsrichter © Archiv
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Wilhelm Kläfker führt seit vielen Jahren die Schaumburger Fußball-Schiedsrichter. Die Hallensaison ist immer eine besondere Herausforderung für die Unparteiischen. Diese Zeitung hat sich mit dem 79-Jährigen über den aktuellen Stand der Dinge unterhalten. Auch über die Diskussion über die Neuerung mit der letzten Spielminute.

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Fünf Turniere stehen in der Schaumburger Masters-Runde noch aus. Wie haben Sie die Leistungen der Unparteiischen bisher gesehen?
Bislang ist alles sauber gelaufen. Die Leistungen der Schiedsrichter sind meist besser als die der Spieler. Das fußballerische Niveau ist überschaubar, die Turniere sind oft langweilig. Der VfR Evesen hat einen starken Auftritt hingelegt, auch der FC Stadthagen spielt teilweise einen sehenswerten Ball.

Nun steht am 27. Januar die Masters-Endrunde in Obernkirchen an. Die Halle wird ausverkauft sein, gilt als Hexenkessel. Haben überhaupt alle Schiedsrichter Lust, in der Halle zu pfeifen?
Nein, alle machen nicht mit, haben keinen Spaß daran. Gerade in Obernkirchen wird es schnell hektisch, die Zuschauer sitzen den Schiedsrichtern im Nacken. Wir haben da unsere Spezialisten, die sind dann auch heiß auf das Masters.

Nun steht die Reform der letzten Spielminute in der Diskussion. Der Kreisvorsitzende Marco Vankann meinte, die Änderung vielleicht noch zur Endrunde einführen zu können.
Mit mir hat noch niemand darüber gesprochen. Wir wollen Neuerungen natürlich nicht im Weg stehen. Aber ich halte die schnelle Umsetzung für problematisch.

Warum?
Es gibt für die laufende Hallenrunde eine Ausschreibung. Und die sind bekanntlich dafür da, sich daran zu halten. Auch die praktische Umsetzung könnte Probleme mit sich bringen. Eine weitere Frage stellt sich mir: Warum soll die letzte Minute anders behandelt werden als die anderen davor?

Aber die Schiedsrichter wären aus der Schusslinie, weil dann der Verein oder Veranstalter die Verantwortung für die Uhr hätte.
Das ist richtig. Aber so dramatisch war es in der Vergangenheit nach meinem Empfinden nun auch nicht. Ein Schiedsrichter muss das aushalten können.

Einige Unparteiische haben sich bereits dafür ausgesprochen, würden eine Neuregelung wie in Hameln begrüßen.
Aber wie gesagt, noch ist nichts angeschoben. Wenn es eine Verbesserung ist, sollte man darüber nachdenken. Ich bin nach allen Seiten offen, muss aber auch nicht mehr pfeifen. Ich befürchte nur, dass es schlimmer werden könnte, als es mit der gängigen Praxis ist.

http://www.sportbuzzer.de/artikel/die-letzte-minute-und-wurftore/

http://www.sportbuzzer.de/artikel/es-ist-ruhiger-geworden/

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