18. November 2018 / 15:26 Uhr

In zehn Minuten bis an die Grenzen: So lief der Leistungstest des Sportbuzzer Lauftreffs

In zehn Minuten bis an die Grenzen: So lief der Leistungstest des Sportbuzzer Lauftreffs

Norbert Fettback
So soll‘s laufen: Trainer Markus Pingpank gibt letzte Hinweise zum Leistungstest.
So soll‘s laufen: Trainer Markus Pingpank gibt letzte Hinweise zum Leistungstest. © Norbert Fettback
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Beim Sportbuzzer Lauftreff steht der große Leistungstest auf dem Programm. Trainer Markus Pingpank will das Leistungsvermögen seiner Teilnehmer herausfinden - am Ende macht sogar er große Augen, als einer seiner Teilnehmer um die letzte Kurve gelaufen kommt.

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Zehn Minuten können lang und anstrengend sein. So lang und anstrengend, dass man hinterher fix und fertig ist. So wie an diesem Vormittag die meisten der Läuferinnen und Läufer aus der Sportbuzzer-Vorbereitungsgruppe. Nach Luft schnappend stehen sie auf dem Asphaltweg im Sportpark unweit des Clubhauses von Hannover 78, schweißgebadet trotz der nur zwei Grad Celsius, bei denen man sonst eher fröstelt.

Einige haben die Hände hinterm Kopf verschränkt, um besser durchatmen zu können. Trotzdem sieht man nach der intensiven Trainingseinheit nur zufriedene Gesichter. „Das ist richtig gut gelaufen“, sagt Markus Pingpank, dem die Gruppe das kurze, kräftezehrende Vormittagsprogramm zu verdanken hat.

Das sind die Bilder zum Leistungstest des Sportbuzzer-Lauftreffs

Präzision gefragt: Trainer Markus Pingpank vermisst die Strecke für den Leistungstest. Zur Galerie
Präzision gefragt: Trainer Markus Pingpank vermisst die Strecke für den Leistungstest. ©
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Leistungstest, so lautet das Reizwort des Tages, das der Trainer des Sportbuzzer-Lauftreffs dieses Mal ausgegeben hat. Was sich harmlos anhört, hat es in sich: Pingpanks Vorgabe lautet, in den zehn Minuten so viele Meter wie nur möglich zu laufen.

Der Start zum Leistungstest des SPORTBUZZER-Lauftreffs

1015 Meter Laufstrecke

Es gilt das aktuelle Leistungsvermögen herauszufinden, um darauf aufbauend jene individuellen Trainingsbereiche festzulegen, die die Läufer am besten voranbringen. Dazu geht es auf eine 1015 Meter lange Runde ums Erika-Fisch-Stadion; mit Zahlen versehene Pappschilder markieren jene von Trainerhand exakt vermessenen Distanzen, die über 2050 Meter – also zwei Runden – hinausgehen.

"Dann tut es richtig weh"

„Nach fünf bis sechs Minuten werdet ihr nach Luft hecheln“, sagt der Coach, der dieses Methode seit rund sechs Jahren mit Erfolg anwendet, „dann tut es richtig weh.“ Mit der Folge, dass auf dem letzten Abschnitt die Kräfte mehr und mehr schwinden und der Laktatwert in die Höhe schießt.

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Das hat damit zu tun, dass der beim Atmen aufgenommene Sauerstoff nicht mehr ausreicht, um den Energiebedarf der Muskeln zu decken. Eine Phase, in der auf die Zähne gebissen werden muss. Laufen macht eben nicht immer Spaß. Doch da muss jeder aus der 40 Köpfe starken Sportbuzzer-Gruppe durch, der am 7. April 2019 in Hannover gut über die dann 42 Kilometer lange Runde kommen will.

1700 Meter hat Pingpank beim Leistungstest als Minimum vorgeben. „Beim Maximum lasse ich mich überraschen“, sagt er. Und er macht in der Tat große Augen, als Tobias Pütz um die letzte Kurve kommt. 2700 Meter hat der 34-Jährige in den zehn Minuten zurückgelegt, am Ende wirkt er immer noch relativ locker. „Ich hätte noch weiterlaufen können, wenn auch nicht mehr in dem Tempo wie auf der zweiten Hälfte“, sagt Pütz, an diesem Tag der mit Abstand Beste aus der Sportbuzzer-Gruppe. „Aber hart war es schon.“

Das Fazit des Trainers Markus Pingpank

In fünf Monaten will er seinen ersten Marathon in 3:15 Stunden absolvieren, nicht nur der Leistungstest bestärkt ihn darin, dass er dabei auf einem guten Weg ist. „Sonst habe ich von November bis Februar immer eine Pause eingelegt“, sagt der Hannoveraner. „Mit dem Lauftreff schlage ich dem Winter ein Schnippchen.“

"Weiterhin guter Dinge"

Auch Melanie Saul, ebenfalls Marathon-Debütantin, hat das schweißtreibende Pensum erfolgreich bewältigt. 1750 Meter sind es bei ihr geworden, ein paar mehr also als gefordert. „Ich weiß, dass ich relativ langsam bin“, sagt die 36-Jährige, deren oberstes Ziel am 7. April lautet, ins Ziel zu kommen. Auch wenn es fünf Stunden oder mehr dauern sollte. „Ich bin weiter guter Dinge“, sagt Saul.

Sie wird darin von Pingpank bestärkt. „Alle, die heute den Test bestanden haben, können den Marathon schaffen“, sagt er. Vorausgesetzt natürlich, dass sie bei der Stange bleiben und weiterhin ihren Trainingsplan befolgen, den sie Anfang Oktober erhalten haben. Die Treffs im Sportpark alle 14 Tage sind darin ein Fixpunkt. Wenn es draußen kalt und unwirtlich ist die Beine hochzulegen, das wäre mit Blick auf den 7. April das falsche Rezept.

Bilder von der zweiten gemeinsamen Trainingseinheit des Sportbuzzer-Lauftreffs Anfang November

Gipfelstürmer im Anmarsch: Die Sportbuzzer-Läufer sind auf dem Lindener Berg in Gruppen unterwegs. Zur Galerie
Gipfelstürmer im Anmarsch: Die Sportbuzzer-Läufer sind auf dem Lindener Berg in Gruppen unterwegs. ©
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