08. August 2018 / 15:46 Uhr

Lennart Bors lässt den SC Twistringen jubeln

Lennart Bors lässt den SC Twistringen jubeln

Tobias Denne
Per Lupfer zum zwischenzeitlichen 2:0 traf Twistringens Lennart Bors (am Ball) und sorgte somit für die Vorentscheidung im Duell gegen den TuS Kirchdorf.
Per Lupfer zum zwischenzeitlichen 2:0 traf Twistringens Lennart Bors (am Ball) und sorgte somit für die Vorentscheidung im Duell gegen den TuS Kirchdorf. © Tobias Denne
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3:1 gegen den TuS Kirchdorf: Dank des Doppeltorschützen stehen die Blaumeisen in der dritten Runde des Bezirkspokals

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Bezeichnend für die ersten 45 Minuten war ein Abschlag von Kirchdorfs Torwart Yascha Seidel: Der Schlussmann musste lange überlegen, wo er den Ball hinspielen sollte – oder überhaupt konnte. Zu wenig Bewegung im Spiel beider Mannschaften, kaum Anspielstationen. Letztlich drosch er das Leder gen Mittelkreis, wo ihn es direkt bei einem Twistringer landete. "Wir haben defensiv wirklich gut gestanden. Wenn das gelingt, dann kannst du mit einem Konter ein Tor machen", sagte Co-Trainer Thomas Thiede über die Taktik der Gastgeber. Und diese war äußerst erfolgreich: In der zweiten Runde des Fußball-Bezirkspokals gewann der SC Twistringen mit 3:1 (1:0) gegen den TuS Kirchdorf.

Findige Leser horchen nun auf. War da nicht etwas mit einem 3:1-Sieg der Blaumeisen gegen Kirchdorf vor ein paar Tagen? Richtig: Schon am Freitagabend empfing der SCT den TuS zum Auftakt der neuen Bezirksliga-Saison. Am Ende stand es 3:1. Als wären das nicht schon Parallelen genug für ein Spiel, stand noch ein Akteur zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage auf dem Twistringer Feld, um die Partie zwischen den beiden Mannschaften zu pfeifen: Schiedsrichter Mario Rösner leitete wie schon am Freitag das Spiel und sah diesmal, wie der SCT in die nächste Runde des Pokals einzog.

Defensive Ausrichtung in der Hitze

Dass die Unterschiede keine großen waren, deutete sich bereits in der ersten Hälfte an. Denn gewiss zeigte keines der beiden Teams herausragenden Offensivfußball, was insbesondere mit den hohen Temperaturen zusammenhing. "Das war am Anfang mehr ein Sommerkick. Bei der Hitze war es auch schwer, in das Spiel reinzukommen", sagte Thiede zu der defensiven Ausrichtung seiner Mannschaft. Aber nicht nur die Blaumeisen verließen sich in der ersten Halbzeit auf ihr Konterspiel, auch die Gäste aus Kirchdorf glänzten nicht mit offensiven Aktionen.

In solchen Partien sind Standards gern gewählte Mittel der Wahl, um vor dem Tor erfolgreich zu sein. Dennoch fiel der Führungstreffer der Blaumeisen weder nach einem Freistoß oder einer Ecke, noch nach einem klug zu Ende gespielten Konter. Eine schnelle Kombination sorgte für eine Twistringer Jubeltraube. So bekam Maurice Künning auf dem linken Flügel den Ball vor die Füße. Dieser sah den gestarteten Lennart Bors und bediente ihn mit einem punktgenauen Anspiel, sodass der Angreifer lediglich die Kugel aus kurzer Distanz an Kirchdorfs Seidel vorbei ins lange Eck schieben musste (18.).

Trotz des Tores wurde die Partie nicht offensiver, spielte sich der Großteil doch im Mittelfeld ab. Selten kamen beide Mannschaften gefährlich vor das gegnerische Tor. So musste sich Kirchdorf oft mit langen Bällen behelfen, die Mittelfeld und Abwehr überspielten. Doch die Blaumeisen zeigten eine gute Defensivleistung – wie auch die Gäste auf der anderen Seite.

Lupfer ins Glück

Die zweite Halbzeit versprach Besserung, war der TuS doch dazu verdammt, offensiver zu agieren. "Kirchdorf musste aufmachen, das hat uns natürlich mehr Räume gegeben", sah Thiede den Vorteil für die eigene Elf. Zwar wollte der TuS den Rückstand egalisieren, doch unterliefen ihm in der Vorwärtsbewegung immer wieder Ungenauigkeiten im Passspiel.
Das spielte logischerweise den Blaumeisen in die Karten: Wieder war es Bors, der vor dem Tor clever und erfolgreich war und die Tür zur dritten Pokalrunde ganz weit aufschlug. Per Lupfer traf er äußerst sehenswert zum 2:0 in der 62. Spielminute. Kirchdorfs Schlussmann Seidel hatte keine Chance. Wenige Minuten zuvor hatte Schiedsrichter Rösner ein Tor von Twistringens Christoph Hainke wegen vermeintlichen Handspiels noch abgepfiffen (53.). "Nach dem 2:0 dachten wir eigentlich, dass das Spiel durch ist", gab Thiede unumwoben zu.

Doch eine Unachtsamkeit in der Defensive machte das Spiel zumindest auf der Anzeigetafel noch einmal spannend. "Wir haben da nicht aufgepasst. Normalerweise wollen wir in der Abwehr eine Überzahlsituation schaffen. Das hat bei der Situation nicht geklappt", sagte Thiede über den Fehler, der zum Anschlusstreffer für die Gäste führte (90.+1). Doch wirklich gefährlich wurde Kirchdorf nicht mehr, sodass es eigentlich bei der knappen Führung hätte bleiben können. Für den Schlusspunkt sorgte dann Hainke, der sich nach einem Konter doch noch einmal selbst belohnte (90.+5). Standesgemäß freute sich Co-Trainer Thiede über das Ergebnis: "Wir waren einfach die etwas bessere Mannschaft."

Für die Twistringer geht der Bezirkspokal-Wettbewerb am 28. August weiter. Dann treffen sie auf den Sieger der Begegnung zwischen der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und dem TSV Wetschen. Diese Teams stehen sich am 19. August gegenüber.

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