22. September 2018 / 08:22 Uhr

Leon Goretzka droht bei seiner Schalke-Rückkehr ein Spießrutenlauf: Hält er das aus?

Leon Goretzka droht bei seiner Schalke-Rückkehr ein Spießrutenlauf: Hält er das aus?

Patrick Strasser
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Leon Goretzka spielt mit dem FC Bayern erstmals bei seinem Ex-Klub Schalke 04. Schafft er das?
Leon Goretzka spielt mit dem FC Bayern erstmals bei seinem Ex-Klub Schalke 04. Schafft er das? © Getty/Montage
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Ergeht es ihm wie Manuel Neuer? Leon Goretzka spielt heute erstmals im Bayern-Dress auf Schalke - gegen seinen Ex-Verein.

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Es ist die Woche der Rückkehrer beim FC Bayern: Am Mittwoch das Märchen um den fast vergessenen Renato Sanches beim 2:0 in der Champions ­League in Lissabon, nun steht die nächste emotionale Story an. Leon Goretzka tritt am Samstag (18.30 Uhr, Sky) erstmals als Bayern-Profi in der Schalker Arena an. Nach fünf Jahren, 147 Pflichtspielen sowie 19 Toren im königsblauen Trikot.

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„Ich freue mich darauf, die alten Jungs wiederzusehen, mich mit ihnen zu messen und in der Arena zu spielen“, sagt der 23-Jährige, der im Sommer ablösefrei nach München gewechselt war. „Für mich wird es auf jeden Fall ein besonderes Spiel.“ Wie aber werden ihn die Schalke-Fans empfangen? Schließlich kommt ein Transfer zu den Bayern im No-Go-Ranking der „Knappen“-Anhänger nur minimal hinter einem Wechsel zu den Dortmundern, den ewigen Ruhrpottrivalen.

"Es gibt zwei Lager"

„Vermutlich wird der Empfang nicht ganz so ausfallen wie bei Renato“, sagt Goretzka. Er spielt damit auf den Applaus an, den der Portugiese in der Champions ­League bei seinem Heimatverein Benfica Lissabon erntete, selbst nach seinem Treffer für die Bayern. „Es gibt zwei Lager“, erklärt Goretzka die Stimmungslage um seine Person. „Die einen, die mir alles Gute wünschen, die das auch ein Stück weit verstanden und mich schön verabschiedet haben. Andere äußern eben ihren Unmut – ähnlich wird es auch am Sonnabend.“

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Und was, wenn Undankbarkeit und Ablehnung doch überwiegen? „Je mehr Hass einem entgegengebracht wird, desto mehr weiß man, wie sehr man geliebt wurde.“ Das sagt Manuel Neuer, neuerdings nicht nur Torhüter und Kapitän der Münchner, sondern auch Teilzeitphilosoph. Nach seinem Wechsel 2011 von Gelsenkirchen zu den Bayern wurde ihm der Hass beider Fanlager zuteil. Die Schalker nahmen ihm den Transfer richtig übel, in ihrem Stadion ergießen sich immer noch Hohn und Hass über den Nationaltorwart. Bei Bayern machten ihm anfangs Ultras mit der Kampagne „Koan Neuer!“ das Leben schwer – bis er auch diese Fans mit Leistung überzeugte. Vor seiner erneuten Rückkehr sagt Neuer mit Blick auf (Leidens-)Genosse Goretzka: „Ich bin gespannt, ob die Schalke-Fans mit denen von Benfica mithalten können.“

Kovac schenkt ihm wohl Startelfeinsatz

Goretzka dürfte auf Schalke, wo die Bayern im September noch nie verloren haben, beginnen, das verriet Trainer Niko Kovac indirekt. „Er wird es sehr gut machen und sich von der Atmosphäre nicht beeindrucken lassen. Leon ist stark genug im Kopf.“ Könnte Goretzka gar überdrehen? Kovac: „In der Einfachheit liegt die Schwierigkeit. Er muss keine Überdinge machen, das geht meistens in die Hose.“

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Zur Rückkehr schenkt Kovac Goretzka also den Startelfeinsatz. Was dieser nicht gern hört. „Es wäre schade, wenn mir der Trainer damit ein Geschenk machen würde. Ich glaube, dass ich mir so etwas auch verdienen kann“, sagt Goretzka, der in den bisherigen sechs Pflichtspielen der Bayern lediglich einmal in der Startelf stand. „Leon macht es hier bisher außerordentlich gut“, lobte ihn Kovac, „er hat sich sehr gut integriert.“ Doch die Konkurrenz bei Bayern ist ein anderes Kaliber.

Auf der Position als rechter Achter gibt es Thomas Müller, James Rodríguez oder Thiago. Eine Lektion hat der gebürtige Bochumer dennoch intus: „Bei Bayern geht man mit einem unfassbaren Selbstvertrauen, mit einer ganz breiten Brust auf den Platz – das merkst du bei allen Spielern. Das saugt man auf.“ Goretzkas Fazit der ersten zwei Monate: „Mir geht’s supergut. Ich fühle mich akzeptiert und angenommen, gehe mit einem sehr guten Gefühl nach Gelsenkirchen.“ Was ihm da entgegenschlagen wird, weiß auch Schalke-Trainer Domenico Tedesco nicht so recht. „Leon hat sich hier sauber verabschiedet. Mehr Gedanken mache ich mir darüber nicht.“


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