14. September 2018 / 10:29 Uhr

Letzter Saison-Heimkampf der Leipziger Judo-Cracks

Letzter Saison-Heimkampf der Leipziger Judo-Cracks

Frank Schober
Hoffnungsträger des Judoclubs Leipzig: Emil Hennebach
Hoffnungsträger des Judoclubs Leipzig: Emil Hennebach © Florian Schäfer
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In der Brüderstraße geht es am Samstag gegen Samurai Offenbach. JCL-Hoffnung Emil Hennebach tritt bei U21-EM in Sofia an.

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Leipzig. Eigentlich wollten die Leipziger Judo-Cracks nach der langen Bundesliga-Sommerpause zur großen Attacke blasen. Doch die unnötige Niederlage Ende Juni in Erlangen war mehr als kleiner Dämpfer. Der Einzug in die Finalrunde ist nun nur noch theoretisch möglich, dennoch will der JCL an diesem Sonnabend (17 Uhr, Brüderstraße) gegen Samurai Offenbach unbedingt den fünften Saisonsieg einfahren.

Jahrelang hatte Platz vier in der Südstaffel zum Einzug ins Viertelfinale gereicht und den Top-Vereinen zwei spannende K.o-Duelle beschert. Doch nach einer ab dieser Saison greifenden Liga-Reform sind die Viertelfinals gestrichen. Nun ist Platz zwei zum direkten Einzug in die Endrunde nötig. Eine harte Nuss, die der JCL sicher nur knacken kann, wenn sich der Verein keinen Lapsus leistet, wenn also im Saisonverlauf nichts schiefgeht. Doch das 6:8 im Juni beim Neuling in Erlangen hat die Leipziger mit einem Schlag aus der Reihe der Medaillenkandidaten herauskatapultiert.

"Nun werden wir wohl im Mittelfeld landen, was keine Schande ist", sagt Manager Stefan Schulze. Mit einem Sieg im letzten Heinduell gegen Offenbach soll das Abrutschen in den Tabellenkeller verhindert werden. Denn in acht Tagen wartet beim Spitzenreiter in Abensberg zum Saisonabschluss eine Mammutaufgabe.

Es ist das Duell des Fünften gegen den Neunten. In dieser Konstellation sieht JCL-Manager Stefan Schulze auch eine gewisse Gefahr. "Beim Blick auf die Tabelle bekommt der Gegner Oberwasser. Sie werden sich sagen: Leipzig ist nicht unschlagbar - was Erlangen gelungen ist, können wir auch schaffen." Bislang holte der Aufsteiger aus Hessen erst einen Punkt, schlug sich aber wie alle drei Neulinge achtbar.

Hennebach kämpft in Sofia bei der U21-Europameisterschaft

Der JCL wird gegen Offenbach vielen Eigengewächsen eine Chance geben und mit dem Rumänen László Szoke nur einen Ausländer verpflichten. René Kirsten, der vor Wochenfrist schräg gegenüber in der Leplayhalle noch für den KFC einen wichtigen Sieg eingefahren hatte, wechselt vom Ringer- wieder in den Judo-Anzug. Der 33-Jährige wird auch dringend gebraucht, da der JCL in den höheren Gewichtsklassen nicht alle Mann an Bord hat. Für Daniel Herbst hat diesmal die Hochzeit seines Bruders Denis Priorität. Und Emil Hennebach kämpft schon am Freitag in Sofia um eine Medaille bei der U21-Europameisterschaft. Als der 19-Jährige zuletzt wegen einer Hawaii-Reise fehlte, gab es in Erlangen eins auf den Deckel.

Hennebach hat sich in den vergangenen Monaten vom Leicht- zum Mittelgewichtler gemausert. Als er vor Jahresfrist seine erste EM bestritt, hatte er reichlich Mühe, die 73 Kilo auf die Waage zu bringen. Das Abnehmen wurde zunehmend zur Qual. Nun reicht die körperliche Entwicklung noch nicht, um tatsächlich schon die erlaubten 81 Kilo zu erreichen. "Emil steht jetzt bei 79 Kilo. Damit muss er gegen Leute ran, die von 85 auf 81 abnehmen und etwas mehr Power im Tank haben", sagt Trainer Roman Schulze.

Sein Schützling sei aber in der Lage, dieses Defizit mit technisch-taktischem Geschick und Kampfgeist wettzumachen. Wenn der Blondschopf zuletzt auf europäischer Ebene mal ein Duell verlor, dann sei fehlende Kraft nicht die Ursache gewesen. Roman Schulze: "Emil hat sich trotz des Abiturs und der neuen Gewichtsklasse auch in diesem Jahr weiterentwickelt. Die Vorbereitung lief gut, er hat alle Hausaufgaben erledigt, in Sofia will er angreifen." In der ersten Runde bekommt der Blondschopf gleich einen dicken Brocken vorgesetzt. Sein Gegner aus Georgien gehört zu den Favoriten.

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