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2:0 gegen Halle: Hansa Rostock eiskalt - die Serie wächst

Christian Lüsch
Der FC Hansa hat sich gegen den Halleschen FC durchgesetzt. © imago

Der Hallesche FC kann die Mecklenburger nicht stoppen. Hansa holt den neunten Erfolg der Saison.

Der FC Hansa setzt seine Erfolgsserie fort. Der gestrige 2:0 (0:0)-Auswärtserfolg beim Halleschen FC war der fünfte Sieg im sechsten Spiel und der neunte in dieser Saison. Läuft alles nach Wunsch, verkürzen die Rostocker den Rückstand auf die Aufstiegszone schon an diesem Wochenende.

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Den Führungstreffer für die Ostseestädter erzielte ein Hallenser. Eine Flanke von Joshua Nadeau lenkte Stefan Kleineheismann ins eigene Tor (55.Minute). Soufian Benyamina erhöhte vor 10 067 Zuschauern im Erdgas Sportpark per Strafstoß (90+4.). „Klar sind wir glücklich über diesen Sieg“, freute sich Stürmer Soufian Benyamina.

Dotchev musste Startelf umbauen

Hansa-Trainer Pavel Dotchev hatte seine Startelf umbauen müssen. Amaury Bischoff spielte aufgrund von Adduktorenproblemen trotz abgesessener Gelb-Rot-Sperre nicht. Der Kapitän nahm auf der Auswechselbank Platz. Weil auch Christopher Quiring nicht dabei sein konnte, rückte Lukas Scherff erstmals in die Startelf der Rostocker.

Die Hanseaten, die mit einer großen Portion Selbstbewusstsein ins Spiel gegangen waren, störten die Hallenser früh im Spielaufbau und hielten sie vom Tor fern. Dort hatte Debütant Kai Eisele zunächst nichts zu tun. Allerdings hatte der 22-jährige Torhüter, der wegen der Leistenoperation von Janis Blaswich zum ersten Mal für Hansa in der 3. Liga zum Einsatz kam, in der 15. Minute Glück: Die Rostocker Abwehr hatte nicht klären können, allerdings ging der Schuss von Mathias Fetsch aus rund zwölf Metern am Kasten vorbei.

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Hansa Rostock: Die Einzelkritik gegen den Halleschen FC

Kai Eisele:War bei seinem Debüt ein guter Rückhalt. Kurz nach der Führung gegen Fetsch zur Stelle. Ein Patzer in der Schlussphase, der unbestraft blieb. Note: 2 © Dietmar Lilienthal
Joshua Nadeau: Ihm unterliefen immer wieder technische Fehler und Ballverluste. Leitete aber mit seinem Sturmlauf und einer guten Hereingabe die Führung ein. Note: 4  © Dietmar Lilienthal
Oliver Hüsing: Vor allem in der Schlussphase war er der Stabilisator in der Abwehr. Strahlte stets Ruhe und Abgeklärtheit aus. So muss ein Führungsspieler auftreten. Note: 2 © Dietmar Lilienthal
Julian Riedel:Tolles Stellungsspiel, lief viele Bälle ab. Er blieb auch dann ruhig, wenn der Ball doch mal in den Rücken der Rostocker Abwehr gespielt wurde und konnte oft klären. Note: 2 © Dietmar Lilienthal
Fabian Holthaus: Sehr beweglich und mit großem Pensum. Meist schneller als sein Gegenspieler, allerdings ohne nennenswerte Offensivaktionen. Note: 3 © Dietmar Lilienthal
Bryan Henning: Spielte leichtsinnige Pässe und hatte deshalb leichte Ballverluste. Steigerte sich allerdings, wurde sicherer im Passspiel und agierte gewohnt bissig und entschlossen im Zweikampf. Note: 3 © Dietmar Lilienthal
Stefan Wannenwetsch: War verbessert gegenüber den Vorwochen, weil er mutiger agierte. Hatte Glück, dass er nach seinem Foul an Gjasula nicht Gelb-Rot gesehen hat.. Note: 3 © Dietmar Lilienthal
Marcel Hilßner: Lief oft sehr gut in Position. Wurde aber nicht immer von seinen Mitspieler gesehen. Note: 3 © Lutz Bongarts
Selcuk Alibaz: Zeigte sich sehr ballsicher, so dass das Team aufrücken konnte. Verzettelte sich aber gelegentlich. Note: 3  © F.C. Hansa Rostock
Lukas Scherff: Bei seinem Startelfdebüt sehr engagiert und quirlig. Empfahl sich für weitere Einsatze. Note: 2  © Dietmar Lilienthal
Soufian Benyamina: Wirkte selbstbewusst. Verwandelte Strafstoß eiskalt.Note: 2 © Dietmar Lilienthal
Tommy Grupe: Ohne Bewertung © Dietmar Lilienthal
Mounir Bouziane: Ohne Bewertung © Dietmar Lilienthal
Tim Väyrynen: Hatte nach seiner Einwechslung sehr gute Torraumaktionen, die er allesamt nicht mit einem Treffer krönen konnte. Note: 4 © Dietmar Lilienthal

FCH agiert lauf- und zweikampfstark

Der FCH hielt dagegen, agierte lauf- und zweikampfstark. Allerdings gelang es nur selten, die Räume gegen weit aufgerückte Gastgeber zum Kontern zu nutzen und zum Torabschluss zu kommen. Es dauerte immerhin 23 Minuten, bis Selcuk Alibaz zum ersten Mal in Richtung HFC-Kasten schoss. Insgesamt war die Leistung in der ersten Halbzeit in Ordnung, wenngleich die Rostocker Schwierigkeiten hatten, ihr schnelles Spiel aufzuziehen. Mal scheiterte es, weil der gut postierte Marcel Hilßner übersehen wurde, dann leisteten sich die Hansa-Profis im Mittelfeld Fehlpässe. Die Rostocker, die von 1200 Fans angefeuert wurden, ließen aber in der eigenen Hälfte wenig zu.

Fünf Minuten nach der Pause musste Schiedsrichter Steffen Brütting die Partie kurzzeitig unterbrechen. Im Block der Rostocker Anhänger waren bengalische Feuer gezündet worden. Es dauerte drei Minuten, bis sich die dichten Rauchschwaden verzogen hatten und das Spielfeld wieder zu erkennen war. Unmittelbar nach Wiederanpfiff leitete Joshua Nadeau mit einem Sprint auf der rechten Außenbahn die Führung ein. Der Rechtsverteidiger flankte von der Gundlinie in den HFC-Strafraum. Stefan Kleineheismann wollte klären, doch der Ball landete im eigenen Tor – 0:1.

Spannung in der Schlussphase

Das Duell der beiden ostdeutschen Traditionsvereine gewann an Klasse und Spannung. Der HFC drückte. Eisele bewahrte die Führung mit einer Glanztat, als er den Kopfball von Mathias Fetsch abwehrte. Die Mecklenburger hatten nun viel Raum zum Kontern. Als Lukas Scherff in der Nachspielzeit im Strafraum fiel, entschied der Referee auf Strafstoß. Benyamina blieb eiskalt. Am Ende jubelte das Team, das sich diesen Erfolg redlich verdient hat.

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Das waren die teuersten Abgänge in der Vereinsgeschichte des FC Hansa Rostock

Die 20 Abgänge, die dem FC Hansa Rostock die meisten Transfer-Einnahmen brachten. © Ronald Krumbholz
Platz 1: Sein Abgang bescherte dem FC Hansa Rostock bislang die höchste Ablösesumme der Vereingeschichte. Im Sommer 2001 bezahlte der FC Schalke 04 stattliche 10 Millionen Deutsche Mark (umgerechnet 5 Millionen Euro) für den Nigerianer. Das zweite Gastspiel von Agali beim FC Hansa in der Saison 2007/2008 war weniger von Erfolg gekrönt. © Günther Dehn
Platz 2: Fanliebling Oliver Neuville zog es zur Saison 1999/2000 zu Bayer Leverkusen. Die Werkself blätterte fast 9 Millionen Deutsche Mark (4,5 Millionen Euro) für den kommenden Nationalspieler auf den Tisch. © Rainer Schulz
Platz 3: Im Sommer 1999 gab es für den FC Hansa eine weitere große Einnahmequelle. Für Marko Rehmer soll Hertha BSC rund 7,2 Millionen Deutsche Mark (3,6 Millionen Euro) bezahlt haben. © Rainer Schulz
Platz 4: Von Waldhof Mannheim im Januar 1996 gekommen, wurde Jonathan Akpoborie auf Anhieb zum Publikumsliebling beim FC Hansa. Nach 20 Toren in 47 Spielen wechselte der Nigerianer im Sommer 1997 für 7 Millionen Mark (3,5 Millionen Euro) zum VfB Stuttgart. © Günther Dehn
Platz 5: Von Juli 1994 bis Juni 1996 ging das erste Engagement von René Schneider im Hansa-Trikot. Danach ging er für 4,6 Millionen Deutsche Mark (2,3 Millionen Euro) zu Borussia Dortmund. Nach drei Jahren beim BVB folgten für Schneider im Sommer 1999 zwei weitere Jahre im Hansa-Dress. © Rainer Schulz
Platz 6: Für 2,5 Millionen Deutsche Mark (1,25 Millionen Euro) wechselte Stefan Beinlich zur Saison 1997/1998 zu Bayer Leverkusen. Zuvor war der Fanliebling im Sommer 1994 von Aston Villa nach Rostock gekommen. Von 2006 bis 2008 ging  das zweite Engagement von Beinlich in Rostock. © Rainer Schulz
6. Platz: Nach dem Gewinn der 1990/1991 letztmalig ausgetragenen ostdeutschen Meisterschaft und dem FDGB-Pokal wechselte Henri Fuchs in den Westen. Der 1. FC Köln zahlte für den Offensivmann rund 2,5 Millionen Deutsche Mark (1,25 Millionen Euro). Vonn 1998 bis 2001 war Fuchs ein zweites Mal in Rostock aktiv. © Günter Dehn
Platz 8: In zwei Jahren beim FC Hansa erzielte Sergej Barbarez in 62 Pflichtspielen 14 Tore. Borussia Dortmund wurde 1996 auf den Bosnier aufmerksam und kaufte ihn für 1,1 Millionen Euro (550.000 Euro). © Camera4
Platz 9: Auf der rechten Mittelfeldseite wirbelte Thomas Rasmussen für Hansa, was das Zeug hielt. Der Däne blieb zwei Jahre, ehe ihn Bröndby IF im Sommer 2005 für 800.000 Euro kaufte. © Rainer Schulz
Platz 10: Von der Ostsee in die Berge ging es für Igor Pamic im Sommer 1999. Der Grazer AK bezahlte für den Kroaten, der zwei Jahre lang das Hansa-Trikot getragen hatte, 1,5 Millionen Deustche Mark (750.000 Euro). © Rainer Schulz
Platz 11: Aus dem eigenen Nachwuchs zog der FC Hansa Max Christiansen zu den Profis hoch. Die bessere Perspektive sah der gebürtige Kieler jedoch wenig später beim FC Ingolstadt. Die Oberbayern kauften den Mittelfeldmann im Januar 2015 für 500.000 Euro. © Lutz Bongarts/IP
Platz 11: Igor Pamic war nicht der einzige Transfer, den der Grazer AK in der Vergangenheit beim FC Hansa machte. Die Österreicher holten 2004 ihren Landsmann Gernot Plassnegger für 500.000 Euro. © Rainer Schulz
Platz 11: Der VfL Wolfsburg legte im Sommer 1998 rund 500.000 Euro für Steffen Baumgart auf den Tisch. Zwei Jahre später ging der Stürmer wieder zurück zum FCH, wo er noch zwei Spielzeiten blieb. © Rainer Schulz
Platz 11: Ebenfalls für eine Million Deutsche Mark (500.000 Euro) kaufte der 1860 München Olaf Bodden im Sommer 1994. Zuvor war der Stürmer drei Jahre für den FCH aktiv. © Rainer Schulz
Platz 11: Jens Dowe brachte dem FC Hansa im Sommer 1994 nicht nur den Erlös von einer Million Deutsche Mark (500.000 Euro) für den Transfer zu 1860 München. Der gebürtige Rostocker wurde nach seinem zweiten Engagement beim Koggenklub im Sommer 1999 für 300.000 Euro zu Rapid Wien verkauft. © Bernd Wüstneck
Platz 16: Für 400.000 Euro wechselte Delano Hill zur Saison 2005/2006 nach Österreich zu Austria Wien. Der war insgesamt vier Jahre für den FCH aktiv. © Rainer Schulz
Platz 16: Sein einziges Auslands-Intermezzo wagte David Rasmussen von 2004 bis 2006 beim FC Hansa. Der Däne verließ die Rostocker für eine Ablösesumme von 400.00 Euro zu Viborg FF. © Lutz Bongarts
Platz 18: Zu Beginn der Saison 2015/2016 lief Christian Bickel noch für den FC Hansa auf. Doch kurz vor dem Ende des Sommer-Transferfenster kaufte der damalige Zweitligst SC Paderborn den Außenbahnspieler für 300.000 Euro. © Lutz Bongarts
Platz 18: Felix Magath war auf Kevin Pannewitz im Sommer 2012 aufmerksam geworden. Der Trainerfuchs lotste das große Talent zum VfL Wolfsburg und überwies dafür 300.000 Euro. Der große Durchbruch beim Werksklub blieb Pannewitz allerdings verwehrt. © Lutz Bongarts
Platz 18: Nils Quaschner verließ den FC Hansa ebenfalls für 300.000 Euro. Im Sommer 2013 bezahlte der FC Liefering, Farmteam des RB Salzburg, die Summe an die Ostseestädter. © Lutz Bongarts
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