20. September 2018 / 23:01 Uhr

Doppelpack von Havertz stoppt Bayer-Krise: "Meine zwei Tore sind nebensächlich"

Doppelpack von Havertz stoppt Bayer-Krise: "Meine zwei Tore sind nebensächlich"

Redaktion Sportbuzzer
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Für Super-Talent Kai Havertz ist der 3:2-Sieg in Rasgrad wichtiger als das persönliche Erfolgserlebnis.
Für Super-Talent Kai Havertz ist der 3:2-Sieg in Rasgrad wichtiger als das persönliche Erfolgserlebnis. © Marius Becker/dpa
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Alles deutete auf eine Auftaktpleite von Bayer Leverkusen in die Europa-League-Saison 2018/19 hin, ehe die Werkself in der zweiten Halbzeit die Schlagzahl erhöhte. Auch dank eines Doppelpacks von Super-Talent Kai Havertz siegte das Team von Heiko Herrlich mit 3:2 in Bulgarien.

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Eintracht Frankfurt hat es vorgemacht: Bei ihrem 2:1-Sieg in Unterzahl in Marseille haben die Hessen gezeigt, wie man Rückstände in der Europa League drehen kann. Bayer Leverkusen schien sich daran ein Beispiel genommen zu haben. Die Werkself verwandelte auswärts bei Ludogorez Rasgrad ein 0:2 in einen 3:2-Erfolg.

Jung-Nationalspieler Kai Havertz hat Bayer Leverkusen mitten in der Krise einen Sieg der Moral gesichert. Der 19-Jährige war mit zwei Toren der überragende Mann beim Sieg beim bulgarischen Serienmeister. Havertz, der elf Tage zuvor sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gefeiert hatte, leitete nach dem frühen 0:2-Rückstand die Aufholjagd ein (38.) und erzielte nach dem Ausgleich von Neuzugang Isaac Kiese Thelin (64.) auch das Siegtor (69.).

„Das ist einfach pure Freude. Dass ich die zwei Tore gemacht habe, ist nebensächlich. Wir haben dringend diesen Sieg gebraucht. Ich hoffe, dass uns das Rückenwind gibt und für die ganze Mannschaft ein Befreiungsschlag war“, sagte Havertz nach seinem großen Auftritt.

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Trotz einer auch zu Beginn engagierten Leistung schien sich die Bayer-Krise nach den Toren von Claudiu Keserü (8.) und Marcelinho (31.) zunächst zu verschärfen. Durch den letztendlich Sieg tankte Leverkusen aber kräftig Selbstvertrauen. Ein weiterer Sieg am Sonntag gegen Mainz ist nach dem historisch schlechten Bundesliga-Start mit drei Niederlagen dennoch Pflicht, um die Diskussionen auch um Trainer Heiko Herrlich erst einmal zu beenden.

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Doch erst einmal gab es lange Gesichter: Es dauerte gerade einmal acht Minuten, ehe Bayer schon wieder hinten lag. Mit einem Freistoß überwand Keserü den etwas unglücklich aussehenden Keeper Hrádecký, dessen Einsatz sich erst kurzfristig ergeben hatte. Der Keeper hatte vor drei Jahren in einem Qualifikationsspiel für Bröndby IF die Gelb-Rote Karte gesehen, die Sperre war aber laut der UEFA verjährt.

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Herrlich, der im Stadionheft mit Torwarttrainer David Thiel verwechselt worden war, registrierte das Gegentor mit versteinerter Miene. Doch es kam noch schlimmer. Nach einem leichtsinnigen Ballverlust von Kapitän Lars Bender ging es bei den Gastgebern ganz schnell: Wanderson legte schließlich den Ball mustergültig auf seinen Landsmann Marcelinho auf, der den Ball über die Linie bugsierte.

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Und Bayer? Die Leverkusener, die ihre Startelf auf vier Positionen veränderten, drängten zwar auf das Tor der Bulgaren. Zu echten Torchancen reichte es aber nur selten. Bei einem Schussversuch des neu ins Team gerückten Paulinho war im letzten Moment noch ein Bein der Gastgeber dazwischen (22.), ein Kopfball von Bender ging knapp vorbei (29.). Dazu setzte Havertz einen Schuss neben das Tor (33.). Besser machte es der Jung-Nationalspieler bei seinem Anschlusstor, als er mit einem platzierten Schuss aus 20 Metern traf.

Für Bundesliga-Rotsünder Karim Bellarabi war indes kein Platz in der Startelf, wenngleich er im Europacup spielberechtigt ist. Auch zur Pause brachte Herrlich erst einmal Kevin Volland für Paulinho ins Spiel, um mehr Torgefahr zu entwickeln. Der Ex-Hoffenheimer hatte dabei Pech, als er eine scharfe Hereingabe von Wendell knapp verpasste (58.). Die Rheinländer warfen nun alles nach vorne. Und der Dauerdruck zahlte sich aus: Erst traf Kiese Thelin, nachdem Ludogorez-Torhüter Renan den Ball nur nach vorne abprallen ließ. Dann setzte erneut Havertz einen satten Schuss ins Tor.

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