20170806_Bezirkspokalspiel_CB_DSF2489_13 Lilienthals Stephen Asare Osei zeigt ein Beispiel für überragende Fangtechnik und Sprungkraft. Für Trainer Michael Rieckers ist er der beste Torwart im Landkreis. © Charlotte Behr
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Lilienthal/Falkenberg: Ganz ohne Externe geht es nicht

Trainer Michael Rieckers sieht den Bezirksligisten erst in der Entwicklung zu einem Landesliga-Kandidaten

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Michael Rickers kommt ganz bescheiden daher: "Wir wollen den Vorjahreserfolg wiederholen.“ Wobei der Trainer des SV Lilienthal-Falkenberg nichts dagegen hätte, wenn es in der neuen Saison ein besserer Platz als der vierte aus der abgelaufenen würde. Rang vier in der Punktspielserie 2016/2017 war schon ein bemerkenswert gutes Abschneiden für den Aufsteiger, der sich aber damals bereits mit Hochkarätern wie Robert Littmann oder Dennis Thüroff verstärkt hatte. Jetzt sind, neben zwei Spielern aus dem eigenen Verein, nochmals sechs erfahrene Externe dazu gekommen.Nein, von Aufstieg ist dennoch nicht die Rede. „Es gibt dafür keine Vorgaben, und wir lassen uns dafür auch keinen öffentlichen Druck machen“, betont der Coach. Ganz wie es im Februar dieses Jahres bei seiner Vorstellung als kommender Cheftrainer kommuniziert wurde, sei die Landesliga nur ein mittelfristiges Ziel. „Der Verein muss wachsen“, begründet Rickers, hinsichtlich der Jugendarbeit genauso wie der Entwicklung der zweiten Mannschaft. Die schaffte als Vizemeister immerhin den Sprung in die Kreisliga. Das seien wichtige Aspekte gewesen, sich seinerzeit für den SV Lilienthal-Falkenberg zu entscheiden.

Den Sprung aus der Reserve in die Erste haben vorerst nur der junge Angreifer Corvin Kloß geschafft sowie aus der U 19 Torwart Christian Haar. Letzterer war jüngst in zwei Testspielen dabei, wird im Verlauf der Saison aber für ein Dreivierteljahr ins Ausland gehen. Auf der Position zwischen den Pfosten hat Rickers aber die allerwenigsten Sorgen: „Mit Stephen Osei haben wir den besten Keeper im Kreis, und er ist gerade mal 21 Jahre alt.“ Vermutlich dürften es Malte Börtzow und Sebastian Detert schwer haben, an dem reflexstarken und schussgewaltigen Osei vorbeizukommen.Weil mit Sören Pols, Arne Schlüter, Jonas Kielbeck und Nico Herthecker gleich vier Spieler in die eigene Zweite wechseln und sie sicherlich stärken, kann Rickers für die Erste zu Recht feststellen: „Ganz ohne Externe geht es nicht.“ Weil neben Florian Mohr (Hamburg) und Jan Hennig (TuS Zeven) vor allem auch der Führungsspieler, Taktgeber und beste Torschütze Bertrand Bingana (BSC Hastedt) den Verein verließen, brauchten sie in Lilienthal vor allem adäquaten Ersatz im Spielzentrum. Das ist mit der Verpflichtung von Max Klimmek (FC Hagen/Uthlede), Christian Holldorf (MTV Bokel) und Lennard Uhlhorn (SV BW Bornreihe) voll gelungen.Dazu kommen ja noch die (Außen)-Angreifer Alexander Lohs (MTV Riede), Alex-Christian Ruf (TSV Etelsen) sowie Denis Ölge (Bornreihe). Die erfahrenen Spieler seien wichtig, um die jüngeren zu führen, ihnen Halt zu geben, sagt Rickers mit Blick auf die Zukunft. Selbst einem herausragenden Mann wie dem 21-jährigen Nils Koehle bescheinigt der Trainer: „Nils hat seine Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Der kann sogar zwei Klassen höher spielen.“ Das ist mit ein Grund, weshalb Koehle, der es zu Bornreiher Zeiten unter Trainer Rickers nicht besonders oft in die Startelf schaffte, im Spiel der Lilienthaler so viele Freiheiten genießt. Weil er lauf- und dribbelstark ist, die Bälle fordert, keine 1:1-Situation scheut, wirbelt er mal auf dem Flügel, mal hinter den Spitzen oder gar selbst in vorderster Front. Ebenfalls auf bestem Weg sieht Rickers auch Tom Meierdierks (20) und Tom Heydenreich (21): Meierdierks mit Stärken im Stellungsspiel, Aufbau und mit einem super Abschluss, Heydenreich mit konstanter Leistung und resolutem Zweikampfverhalten. Mit der Zusammensetzung seines Kaders ist Rickers wirklich zufrieden. Unter den Neuzugängen seien schließlich etliche Wunschkandidaten hinsichtlich Charakter und Positionen. Ursprünglich hätten mal acht oder neun Kandidaten auf dem Zettel gestanden, sagt Rickers. „Aber bei sechs hat es ja geklappt.“ Da hätten sie in vielen anstrengenden Gesprächen wohl gute Überzeugungsarbeit geleistet. Vor allem meint er damit Gerd Buttgereit, bis vor kurzem noch Rickers‘ Vorgänger und inzwischen Teammanager der Ersten.Und was erwartet Rickers sonst von der neuen Saison? „Die Bezirksliga ist diesmal sehr attraktiv. Wegen der vielen Kreisderbys wird auch um Prestige gekämpft, und die Qualität ist höher als bisher.“ Die beiden Landesliga-Absteiger Pennigbüttel und Verden sieht er als Herausforderung an, Aufsteiger Scharmbeckstotel werde sicher auch eine gute Rolle spielen, und den FC Hambergen hat er als Nummer eins auf dem Zettel: „Sehr gut eingespielt mit starken Neuzugängen.“ Nach der, wie er zugibt, kräftezehrenden Vorbereitung – „einmal muss jeder richtig platt sein“ (Rickers) – sehe er jetzt gespannt dem Auftaktheimspiel am kommenden Sonntag gegen den TuS Zeven entgegen: „Da müssen wir auf den Punkt topfit sein.“ Neben der ganzen körperlichen Arbeit will der Trainer aber auch die teambildenden Maßnahmen nicht vergessen: Am heutigen Freitag hat er die Mannschaft zum Grillen eingeladen, weil: „Ich muss ja noch meinen Einstand geben.“
Region/Bremen Bezirk Lüneburg Bezirksliga Bezirk Lüneburg 3 (Herren) SV Lilienthal-Falkenberg (Herren)

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