11. Oktober 2018 / 17:29 Uhr

Abitur war wichtiger: So lief der NP-Anstoß mit Per Mertesacker und Ivan Klasnic

Abitur war wichtiger: So lief der NP-Anstoß mit Per Mertesacker und Ivan Klasnic

Jonas Szemkus
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Moderator Christoph Dannowski (Mitte) hatte dieses Mal Dieter Schatzschneider, Per Mertesacker, Ivan Klasnic und Carsten Bergmann beim NP-Anstoß zu Gast (v.l.n.r.). 
Moderator Christoph Dannowski (Mitte) hatte dieses Mal Dieter Schatzschneider, Per Mertesacker, Ivan Klasnic und Carsten Bergmann beim NP-Anstoß zu Gast (v.l.n.r.).  © Rainer Dröse
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Er galt als wenig talentiert und wurde trotzdem zu einem der besten Verteidiger der Welt: Per Mertesacker im NP-Anstoß über sein Abitur, seine Karriere und seine Verbundenheit zu London, Hannover und Pattensen.

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Die 96-Devise lautete in dieser Saison bisher: positiv bleiben! Das hat geholfen. 96 hat den ersten Saisonsieg, marschierte beim 3:1 gegen Stuttgart. Mit mehr Kilometern auf dem Platz zu den ersten drei Punkten. Das gefiel auch Per Mertesacker richtig gut. Der Weltmeister aus Pattensen schaute sich beim Siegdebüt noch mal was ab – fürs eigene Abschiedsspiel am Sonnabend (15.30 Uhr) in der HDI-Arena. Am Donnerstag war er erst mal zu Gast beim NP-Kulttalk „Anstoß“. Und bleibt trotz bald endgültiger Fußball-Rente positiv.

Impressionen vom NP-Anstoß am 10. Oktober 2018 mit Per Mertesacker und Ivan Klasnic.

Hannover, Nordkurve, Neue Presse 96 Anstoß, Foto: Rainer Droese Zur Galerie
Hannover, Nordkurve, Neue Presse 96 Anstoß, Foto: Rainer Droese ©
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„London ist mir ans Herz gewachsen. Aber Hannover und Pattensen sind meine Heimat.“

„Nochmal als Spieler in das Stadion zurückzukommen, das wird ein besonderer Moment“, betonte Mertesacker. Er ist Weltstar, Weltmeister, Vereinsikone beim FC Arsenal – aber das Abschiedsspiel macht er bei seinem Herzensclub. In Hannover, in seiner Arena. „Mertes Homecoming“ heißt das Abschiedsspiel, seine Heimkehr. „London ist mir ans Herz gewachsen. Aber Hannover und Pattensen sind meine Heimat.“ Da bringt er viele Stars mit hin, darunter Michael Ballack und Star-Trainer Arsène Wenger.

Alles Freunde des Weltklasse-Fußballers, dabei wurde Mertesacker früher mal als wenig talentiert abgetan. Kein Problem, denn Merte blieb einfach positiv: „Mein Abitur zu machen, war auf der Agenda Nummer eins, nicht Fußballprofi. Ich bin spät gekommen – aber zur richtigen Zeit. Ab der A-Jugend ging es steil bergauf.“

Ob’s auch mit 96 endlich steil bergauf geht? Immerhin gab es gegen Stuttgart den ersten Dreier. Hannovers Profis können wieder siegen. In der Startelf stand Rückkehrer Felipe. Der häufig verletzte Verteidiger machte eine richtig ordentliche Partie, stand Mario Gomez auf den Füßen. „Das hatten wir lange nicht mehr, dass der Gomez da mal sitzt und Aua hat. Felipe hat ihn weggearbeitet“, witzelte 96-Ikone Dieter Schatzschneider. „Wir brauchen viele Balleroberungen.“ Und Härte. Klappte gegen Stuttgart – mit Felipe als Abräumer.

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Geduld zahlt sich eben manchmal aus – nicht nur beim Brasilianer, sondern auch bei Trainern. Die leise Kritik an 96-Coach André Breitenreiter ist verstummt nach Sieg Nummer eins. Dafür flog auf der anderen Seite VfB-Coach Tayfun Korkut. „Der Tayfun hat letztes Jahr so eine geile Saison verantwortet, jetzt nach ein paar Spielen ist Schluss“, analysierte Schatzschneider. „Da sieht man, wie verrückt die Liga ist.“ Aber trotzdem: Positiv bleiben.

Denn Fußball ist und bleibt eben Fußball – nicht mehr, nicht weniger. Das weiß Mertesacker-Freund Ivan Klasnic besonders gut. Auch der war gestern beim NP-Anstoß. Der Ex-Bremer hat drei Nierentransplantationen hinter sich – und blickt weiter mit einem Lächeln aufs Leben. „Mir geht’s gut“, sagte Klasnic zufrieden. „Man muss positiv denken, das ist das Wichtigste. Jeden Tag genießen, dass man lebt und dankbar sein für die Zeit mit der Familie.“

Die Zeit genießen – ein gutes Stichwort: Am Sonnabend genießt Merte seinen Abschied. Und die 96-Fans genießen den ersten Sieg noch eine Woche länger. Bis zum Spiel in Leverkusen – dann darf Sieg zwei gern folgen.

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