Marvin Gladrow (v.l.), Tobias Grundler, Bilal Cubukcu und Lovro Sindik bejubeln den Pokalsieg mit Babelsberg. © Jan Kuppert

Lohn für den Rekordsieger Babelsberg

Landespokal: Der SV Babelsberg 03 sichert sich nach einem 3:1 gegen den FSV 63 Luckenwalde zum neunten Mal den Titel - Luckenwalde feiert auf Malta den Klassenerhalt

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„Jaaaaaaaaa, wir sind einfach eine geile Truppe und haben uns diesen Titel verdient“, sprudelte es aus Andis Shala heraus. Der Angreifer und sein SV Babelsberg 03 sicherten sich nach einem 3:1 (1:0)-Erfolg beim FSV 63 Luckenwalde den Sieg im Fußball-Landespokal. Nach 90 intensiven Minuten bauten die Babelsberger ihre Stellung als Rekordsieger in diesem Wettbewerb damit aus und stemmten den Pott bereits zum neunten Mal in die Höhe. „Ich bin einfach unheimlich stolz auf die Jungs und freue mich riesig“, erzählte ein über das ganze Gesicht strahlender Nulldrei-Coach Cem Efe nach der Partie vor 3042 Zuschauern im erstmals seit dem Umbau restlos ausverkauften Werner-Seelenbinder-Stadion am Samstagnachmittag in Luckenwalde.

Nachtigall: "Es war nicht mehr drin, weil der Gegner nicht mehr zugelassen hat"

Darüber, dass der als Favorit in die Partie gegangene SVB am Geburtstag von Torwarttrainer Matthias Boron der verdiente Sieger war, gab es keine zwei Meinungen. Auf die Frage, warum sein Team in diesem Endspiel zweier Regionalligisten auf heimischem Platz insgesamt nicht so zum Zuge kam, hatte FSV-Trainer Ingo Nachtigall eine einfache Erklärung. „Babelsberg hat das einfach sehr, sehr gut gemacht. Es war nicht mehr drin, weil der Gegner nicht mehr zugelassen hat – das muss man klipp und klar so sagen“, bilanzierte der 54-Jährige, der früher selbst in den  Reihen der Babelsberger stand.

Sein Team überließ den Gästen von Anpfiff weg die größeren Spielanteile und sah sich vornehmlich in die Defensive gedrängt. Babelsbergs Severin Mihm (5. Minute) und Luckenwaldes Mame Mbar Diouf (24.) hatten die ersten Großchancen der Partie. In Minute 34 dann die verdiente Führung für Babelsberg. Shala veredelte eine maßgenaue Flanke von Linksverteidiger Ugurtan Cepni mit einem wuchtigen Kopfball zum 1:0. FSV-Keeper Robert Petereit, der insgesamt eine starke Partie ablieferte, war chancenlos. „Es war ein super Ball von Ceppo, den ich dann gut platzieren konnte“, berichtete Shala. Der 27-Jährige baute damit seine fast schon unheimliche Serie in der Spielzeit 2015/16 aus. Hat die Sturmkante, die sich in der Regionalliga Nordost mit 15 Saisontreffern die Torschützenkrone sicherte, seit seinem Wechsel an den Babelsberger Park im vergangenen Sommer getroffen, verließ sein Team den Platz immer als Sieger.

Daniel Becker besucht Duell seiner Ex-Vereine

Die Weichen waren mit der 1:0-Pausenführung also gestellt. „Babelsberg hatte im ersten Durchgang einen kleinen Vorteil. Luckenwalde war aber auch gefährlich. Das wird eine spannende zweite Halbzeit, in der Kleinigkeiten entscheiden werden“, analysierte Daniel Becker in der Halbzeitpause. Der 29-Jährige, der inzwischen bei Lok Leipzig spielt und den Aufstieg in die Regionalliga geschafft hat, ließ sich den Kick seiner beiden Ex-Vereine nicht entgehen.

Nach dem Seitenwechsel sahen er und die Zuschauer bei bestem Fußballwetter und herrlichen äußeren Bedingungen eine relativ ausgeglichene Partie, wobei man selten den Eindruck hatte, dass Babelsberg 03 dieses Spiel aus der Hand geben könnte. Der erst kurz zuvor eingewechselte Kroate Lovro Sindik sorgte dann mit einem durch Andrè Leimbach unglücklich abgefälschten Schuss für die Vorentscheidung zu Gunsten seiner Farben (71.). Spannung kam dann noch einmal auf, als der ebenfalls eingewechselte Felix Nachtigall das Leder in Minute 89 mit einem satten Rechtsschuss aus rund 20 Metern ins rechte Toreck verwandelte. „Ganz ehrlich: Da hatte ich schon etwas Schiss. Die Erinnerungen an die Ligapartie kamen hoch“, gab Nulldrei-Torjäger Andis Shala zu.

Nulldrei-Keeper Gladrow mit Glanzparade in der Nachspielzeit

Im Punktspielbetrieb kassierte sein Team nach einer ebenfalls überlegen geführten Partie in der Nachspielzeit noch den 1:1-Augleich. Der fiel am Samstag nicht. Nachdem Babelsbergs Keeper Marvin Gladrow eine gute Chance des FSV klasse parierte (91.), traf sein Teamkollege Onur Uslucan in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 3:1-Endstand. Auch im sechsten Aufeinandertreffen im Pokal behielten die Potsdamer damit die Oberhand über den FSV und krönten ihre beste Saison seit dem Drittligaabstieg 2013. „Es ist geil, endlich etwas in der Hand zu haben“, sagte SVB-Kapitän Bilal Cubukcu, der am heutigen Montag mit einem Teil der Mannschaft für drei Tage auf Mallorca den Pokalsieg feiert.

Luckenwalder jubeln auf Malta über Zwickaus Aufstieg

Während der Jubel bei den Gästen aus der Filmstadt groß war, konnte sich der FSV mit einer guten Nachricht am Sonntag trösten. Auf Malta, wo das Team zusammen die Saisonabschlussfahrt feiert, verfolgte die Mannschaft in einem Hard-Rock-Cafe das Relegationsspiel des FSV Zwickau und sahen den Aufstieg des Ligakonkurrenten. Dadurch bleiben die Luckenwalder auch in der kommenden Saison in der Regionalliga.

Überschattet wurde der Nachmittag allerdings von den schweren Ausschreitungen zwischen Babelsberger Fans und der Polizei.

SV Babelsberg 03 FSV 63 Luckenwalde Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren) Region/Brandenburg SV Babelsberg 03 (Herren) FSV 63 Luckenwalde (Herren)

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