09. Mai 2018 / 08:04 Uhr

Lok Engelsdorf bezwingt Stadtliga-Spitzenreiter SG LVB mit 3:1

Lok Engelsdorf bezwingt Stadtliga-Spitzenreiter SG LVB mit 3:1

Marco Weichert
Lok-Elf feiert Heimsieg gegen LVB (10)
Doppeltorschütze gegen die Straßenbahner: Lok-Angreifer Alex Jacobi (am Ball). © Marco Weichert
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Der Favoritenschreck hat wieder zugeschlagen: Die Klinger/Mißlitz-Elf holt clever und effektiv drei Zähler gegen den Tabellenführer aus Connewitz.

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Engelsdorf. Mit einem 3:1-Heimsieg gegen die SG LVB haben die Engelsdorfer erneut einem Team aus der Führungsgruppe der Stadtliga Punkte abgeknöpft. Nach dem Remis gegen Tapfer und dem Sieg bei TuS Leutzsch, war es diesmal der Spitzenreiter höchstpersönlich, der sich dem Aufsteiger beugen musste. Gleichzeitig endete für die Mannschaft um Trainer Thomas Goretzky eine beeindruckende Serie von zwölf Spielen ohne Niederlage. Für die Lok-Kicker bedeutete der Erfolg das mittlerweile fünfte Spiel in Serie ohne Pleite.

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Lok-Elf feiert Heimsieg gegen LVB (21) Zur Galerie
Lok-Elf feiert Heimsieg gegen LVB (21) ©
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Vom Anpfiff weg entwickelte sich eine flotte und temporeiche Partie an der Hans-Weigel-Straße. Der Respekt beider Teams voreinander war zwar unübersehbar, spielerisch wurde den rund 50 Zuschauern aber durchaus ansehnliche Stadtliga-Kost geboten. Die Gäste verbuchten etwas mehr Ballbesitz, die Klinger/Mißlitz-Elf agierte allerdings erneut taktisch klug und gestaltete so die Begegnung gegen den Favoriten absolut ausgeglichen. Die erste nennenswerte Möglichkeit besaßen nach knapp einer Viertelstunde die blau-gelb gekleideten Connewitzer. Schnabel drückte von halblinks ab, sein Schuss touchierte dabei die Lattenoberkante. Lok-Keeper Kittel wäre beim Distanzversuch des LVB-Spielführers allerdings zur Stelle gewesen.

Keine zehn Minuten später starteten die Hausherren ihren ersten gefährlichen Angriff. Ein Pass von Weichert hebelte die Defensive der Gäste aus, Alex Jacobi startete im richtigen Moment und überwand Kaiser eiskalt per Flachschuss zum 1:0 (23.). Der Tabellenführer versuchte trotz Rückstands weiterhin seine Linie konsequent durchzuziehen. Immer wieder wurden die wieselflinken Angreifer Abdelrahim und Amin ins Spiel gebracht. Salbert, John und Brandwein hatten Schwerstarbeit zu verrichten, stemmten sich gut organisiert und aufopferungsvoll dem Angriffsdruck der Gäste entgegen.

Knappe Pausenführung


Kurz vorm Pausenpfiff tauchten die Lok-Kicker nochmal gefährlich vorm Gästetor auf. Ähnlich wie beim Führungstreffer, schickte Weichert diesmal Kollrich im Rücken der Abwehr in die Spur. Etwas zu zögerlich, konnte dieser kurz vorm Abschluss noch geblockt werden. Somit ging es mit einer knappen Führung für den Außenseiter an die Trinkflaschen.

Zweite Hälfte, Anstoß für die Hausherren. Der unermüdliche Koenigs erzwang direkt einen Einwurf in der gegnerischen Hälfte, in dessen Anschluss Haller auf der linken Seite nur durch Foulspiel zu bremsen war. Seidel legte sich das Streitobjekt in rund 30 Metern Torentfernung zurecht, um es mit reichlich Schnitt in den Sechzehner zu zirkeln. Brandwein und Weichert waren am Fünfmeterraum zur Stelle, ließen die Kugel allerdings gedankenschnell passieren, so dass sich diese den Weg ohne weitere Berührung und am letztlich chancenlosen Kaiser vorbei ins lange Eck bahnen konnte. 2:0 nach 48 Minuten.

Gäste verkürzen, Lok-Elf antwortet prompt


Die Gäste reagierten prompt. Weinlich raus, Linksfuß Voigt rein. Diese Maßnahme sollte nur drei Minuten später umgehend Früchte tragen. Nach klasse Kombination kam der Eingewechselte an der Strafraumgrenze zum Abschluss und schlenzte den Ball sehenswert zum Anschlusstreffer in den Winkel (52.). Mitten hinein in die aufkommende Euphorie der LVB-Elf, hatten die Engelsdorfer allerdings die richtige Antwort parat. Über Koenigs und Seidel landete der Ball bei Alex Jacobi, der seinen Gegenspieler narrte und Kaiser per Linksschuss aus Nahdistanz erneut keine Abwehrmöglichkeit ließ (61.).

Der Tabellenführer probierte es zwar auch nach diesem sichtlichen Wirkungstreffer weiter, wirklich zwingend waren die Angriffsbemühungen allerdings nur noch sehr selten. Auf der Gegenseite hätten die Hausherren kurz nach der Einwechslung von Möchen den Sack vorzeitig zubinden können. Perfekt von Seidel inszeniert, scheiterte die Nummer 5 der Engelsdorfer mit seinem Flachschuss am blitzschnell abtauchenden Kaiser. Der zurück springende Ball landete direkt vor den Füßen des zweifachen Torschützen, der wuchtig diesmal nur den linken Pfosten traf.

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Die intensive und zweikampfgeprägte - allerdings durchweg faire - Partie blieb somit weiterhin spannend. Und als Schiedsrichter Schilde in der 90. Minute auf den Punkt zeigte, lag plötzlich noch mal Zündstoff in der Luft. Dass sich die Gäste über diesen Elfmeterpfiff nicht freuen konnten, war allerdings nachvollziehbar. Nach einem vermeintlichen Foul von John ertönte sofort das Signal, zum "Unglück" für LVB und den Referee trafen die Gäste Millisekunden danach direkt ins Tor. Natürlich konnte die Entscheidung laut Regelwerk nicht mehr revidiert werden, so dass es "nur" Strafstoß für den Tabellenführer gab. Dumm gelaufen aber immerhin besaßen die Blau-Gelben trotzdem die direkte Chance, nochmal zu verkürzen. Der eingewechselte Poser lief an, scheiterte jedoch am starken Kittel, der die Kugel sicher unter sich begraben konnte.

Kurz drauf war Schluss und der nächste Coup der Lok-Kicker perfekt. Mit einer erneut bärenstarken Mannschaftsleistung und dem Glück des Tüchtigen auf eigener Seite, zeigten die Engelsdorfer einmal mehr, wozu sie zu leisten imstande sein können. Daran anzuknüpfen gilt es auch kommenden Sonntag, wenn mit der zweiten Mannschaft der BSG Chemie Leipzig gleich der nächste Aufstiegsanwärter wartet.

Statistik:


Engelsdorf: Kittel - Brandwein, John, Salbert (57. Hoffmann) - Kollrich (82. Möchen), Haller, Seidel, Koenigs - Weichert (C) - Altmann (85. Kretzschmar), A. Jacobi

Tore: 1:0 A. Jacobi (23.), 2:0 Seidel (48.), 2:1 Voigt (52.), 3:1 A. Jacobi (61.)

Schiedsrichter: Stefan Schilde
Assistenten: Fabien Bischof, Sven Echle

Zuschauer: 47

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