Lok Engelsdorf - P. Jacobi, Salbert Die Klinger-Elf bleibt auch gegen Zwenkau ungeschlagen, gewinnt im Eichholz mit 3:2. © Marco Weichert
Lok Engelsdorf - P. Jacobi, Salbert

Lok Engelsdorf gewinnt Spitzenspiel beim VfB Zwenkau II mit 3:2

Der Stadtklasse-Tabellenführer bleibt auch gegen starke Zwenkauer trotz zweimaligen Rückstands weiterhin ohne Punktverlust und fährt den 20. Saisonsieg ein.

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Zwenkau. Mit einer beeindruckenden Willensleistung haben die Lok-Kicker auch das schwere Auswärtsspiel im Zwenkauer Eichholz für sich entschieden. Trotz zweimaligen Rückstands gegen eine starke Heimelf, stemmte man sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den ersten Punktverlust der Saison und zeigte dabei vor allem nach dem Seitenwechsel eine bärenstarke Kollektivleistung.

War vor der Partie immer wieder von Personalsorgen seitens der Zwenkauer zu hören, so brachten sie zum Spitzenspiel dann doch eine mehr als schlagkräftige Truppe auf den Rasen. Mit Schöps, Camara und Piardi standen unter anderem drei Akteure des Landesliga-Kaders in der Startformation. Vornehmlich dieses Trio wirbelte die Lok-Defensive in den ersten Minuten doch gehörig durcheinander und stellte seine individuelle Klasse immer wieder unter Beweis. So war es auch nicht verwunderlich, dass die 02er recht früh im Spiel und zu diesem Zeitpunkt bereits verdient in Front zogen. Einen Eckball von Schöps nickte VfB-Kapitän Flohrer zum 1:0 ins Engelsdorfer Netz (6.).

Der Tabellenführer antwortete allerdings recht schnell. Bei einer flachen Eingabe von Alex Jacobi waren sich Zwenkau-Schlussmann Petzold und sein Vordermann Kühn uneins, vom Schienbein des Abwehrspielers kullerte das Streitobjekt letztlich zum glücklichen Ausgleichstreffer über die Linie (11.). Am Spielverlauf änderte sich dadurch jedoch zunächst nicht viel. Der Tabellendritte drückte weiter aufs Tempo, vor allem Schöps und Piardi zeigten sich weiterhin in bester Spiellaune. Gefährliche Distanzschüsse verfehlten knapp ihr Ziel, auch Schulz hatte zwischen den Pfosten Schwerstarbeit zu verrichten.

Nach einem Zusammenprall der beiden Engelsdorfer Kaden und Reiche, musste letztgenannter mit offener Wunde am Ohr vom Feld. Mit einem liebevoll geschnürten Brummschädel-Verband ging’s für die Abwehrkante wenig später zurück aufs Grün - eine Einstellung, die sich im Laufe des Spiels noch als durchaus exemplarisch für den Auftritt des Spitzenreiters an diesem Tag heraus stellen sollte. Gerade, als sich die Klinger-Elf durch kleine, interne Korrekturen besser auf den Gegner eingeschossen hatte und die Partie so deutlich offener gestalten konnte, schlugen die Thater-Mannen erneut zu. Ein weiter Ball Richtung Piardi rutschte Keeper Schulz unglücklicherweise wieder aus den Händen, der quirlige Angreifer war sofort zur Stelle und vollendete ins leere Tor zur erneuten blau-weißen Führung (29.).

Tolles Spitzenspiel - Zwenkau dominiert die erste Hälfte

Beide Mannschaften zeigten weiterhin recht ansehnliche Stadtklasse-Kost, eine intensive und unterhaltsame Partie, die definitiv mehr als die offiziell angegebenen 35 Zuschauer verdient gehabt hätte. Mit einem knappen Zwenkauer Vorsprung, der zugegebenermaßen auch höher hätte ausfallen können, verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Umkleiden. In Gästekabine 2 war man sich nach kurzer, sachlicher Analyse des Trainergespanns sofort einig, den Fauxpas des in den letzten Wochen mehrfach den Sieg festhaltenden Schulz gemeinsam wieder auszubügeln und sich als geschlossene Mannschaft gegen die drohende Niederlage zu stemmen.

Mit Wiederanpfiff setzten die Lok-Mannen ihr Vorhaben umgehend in die Tat um, waren in der weiterhin temposcharfen Partie nun deutlich präsenter. Zwar hatte auch der VfB zwangsläufig die ein oder andere Möglichkeit zu verzeichnen, neben geblockten Versuchen von Schellenberg oder Hitzschke waren glasklare Gelegenheiten allerdings nicht mehr zu beobachten. Der Gast übernahm Minute um Minute mehr das Kommando auf dem Platz und drückte gehörig auf den Ausgleichstreffer. Nach gut einer Stunde war es dann auch endlich soweit. Nach Pass von Weichert zog Kaden von halbrechts energisch ab. Petzold parierte die Kugel zwar, Brandenburger war jedoch sofort da und drosch den Abpraller mit voller Überzeugung zum 2:2 in die Maschen (63.) - ein klasse Tor!

Die Partie schien nun endgültig in Richtung des Tabellenführers abzubiegen. Konditionell hatte man deutlich mehr im Tank und auch moralisch führte der Weg nun unaufhörlich Richtung Siegerstraße. Auch vom anfangs so starken Zwenkauer Offensivtrio war folglich nur noch wenig zu sehen. Seidel legte Spielmacher Schöps energisch an die Kette, Koenigs hatte den flinken Camara nun deutlich besser im Griff. Auch P. Jacobi gab gemeinsam mit den überragenden Kollegen Salbert und Reiche keinen Millimeter Preis, kurbelte immer wieder mit an und auch Keeper Schulz reihte sich als gewohnt aufmerksamer Rückhalt lückenlos mit ein.

Apreck erzielt das Siegtor nach tollem Spielzug

Offensiv rollten immer wieder gefährliche Angriffe auf die VfB-Wand zu. Der nun mächtig an den Ketten zerrende Alex Jacobi vergab zunächst noch die beste Gelegenheit und scheiterte am stark reagierenden Petzold. Kurz darauf brachte der schönste Spielzug des Tages dann den mittlerweile verdienten Lohn des engagierten Anrennens. Über Koenigs und Brandenburger landete der Ball bei Alex Jacobi, dieser leitete per Kopf zum besser postierten Apreck weiter. Aus Nahdistanz versenkte die Nummer 4 am chancenlosen Petzold vorbei (73.), aus der Engelsdorfer Jubeltraube hallte es dementsprechend laut, sie demonstrierte zudem den großen Zusammenhalt der Truppe.

Das Spiel war gedreht, mit der nötigen Routine und im Stile eines Spitzenreiters brachten die Lok-Kicker die restlichen Minuten ohne größere Probleme über die Bühne. Die Heimelf war nicht nicht mehr in der Lage zu antworten und musste sich nach tollem Spiel letztlich knapp mit 2:3 geschlagen geben. Auch wenn’s für Schulterklopfer keine Punkte gibt, so trugen die 02er doch maßgeblich zu einer sehenswerten und spannenden Spitzenbegegnung bei, in welcher sie den Favoriten im ersten Durchgang beherrschten, sich dessen unbändigen Willen am Ende jedoch knapp beugen mussten.

Weiter geht’s für die Engelsdorfer Lok bereits am kommenden Mittwoch. Zum nächsten Nachholer empfängt man ab 18 Uhr den FC Eintracht Holzhausen an der heimischen Hans-Weigel-Straße!

Engelsdorf: Schulz - Salbert, P. Jacobi, Reiche - Koenigs, Seidel, Weichert (C), Kaden - Apreck - A. Jacobi (83. Winkler), Brandenburger (90. Blaue)

Tore: 1:0 Flohrer (6.), 1:1 Kühn (ET, 11.), 2:1 Piardi (29.), 2:2 Brandenburger (63.), 2:3 Apreck (73.)

Schiedsrichter: Steven Bernigau
Assistenten: Benjamin Littau, Maximilian Richter

Zuschauer: 35

Region/Leipzig SV Lok Engelsdorf VfB Zwenkau 02 SV Lok Engelsdorf I (Herren) VfB Zwenkau 02 II (Herren) Kreisliga A Kreis Leipzig Stadtklasse (Herren) VfB Zwenkau 02 II-SV Lok Engelsdorf I (19/03/2017 16:00) Kreis Leipzig

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