Lok-Elf mit Auswärtsdreier bei MoGoNo (03) Die Lok-Kicker (in schwarz) holten drei verdiente Auswärtspunkte in Gohlis. © Marco Weichert
Lok-Elf mit Auswärtsdreier bei MoGoNo (03)

Lok Engelsdorf holt Auswärtsdreier bei der SG MoGoNo

Souveräne Vorstellung des Aufsteigers im Stadion des Friedens: Durch einen Doppelpack von Alex Jacobi und einen Treffer von David Brandenburger ziehen die Lok-Kicker an den Gastgebern in der Tabelle vorbei.

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Gohlis. „Sonntagsfluch” besiegt! Durch einen hochverdienten 3:0-Erfolg bei der SG Motor-Gohlis-Nord, konnten die Lok-Kicker nicht nur den Heimsieg gegen Chemie II vergolden, sondern gleichzeitig den ersten vollen Erfolg in einer Sonntagspartie des laufenden Spieljahres feiern. Mit den Saisonpunkten 20 bis 22 zog die Klinger/Mißlitz-Elf an den Gohlisern vorbei auf Rang sechs und bleibt somit dran an den Top Fünf der Stadtliga Leipzig.

Gäste sofort spielbestimmend

Vom Anpfiff weg nahmen die Gäste das Glück in die eigenen Hände und setzten die Hausherren auf dem tiefen Boden sofort unter Druck. Geduldig aber zielstrebig ging es unentwegt in Richtung des MoGoNo-Tores, erste Gelegenheiten ließen dabei nicht lange auf sich warten. Nach Spielzug über den agilen Kaden, legte Brandenburger auf Seidel zurück, der allerdings etwas zu hoch zielte. Wenig später versuchte sich Alex Jacobi per Schlenzer, leider tropfte die Kugel vom Querbalken an den Pfosten und konnte letztlich aus der Gefahrenzone bugsiert werden.

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Auch der gewohnt quirlige Koenigs wurde immer wieder gezielt in Szene gesetzt, allerdings fehlte beim entscheidenden Pass des Öfteren die nötige Präzision. So auch bei einem Abschluss von Brandenburger aus der Drehung, der den besser postierten Weichert übersah. Die Hausherren traten offensiv so gut wie gar nicht in Erscheinung. Die Abwehrreihe um Apreck, Salbert und Brandwein agierte ebenso souverän wie Schlussmann Kittel.

Alex Jacobi per Doppelpack binnen fünf Minuten

Ein Lok-Treffer schien nur eine Frage der Zeit zu sein und nach einer guten halben Stunde belohnten sich die Engelsdorfer dann auch endlich. Ein etwas verunglückter Abschluss von Brandwein aus rund 18 Metern flipperte zwischen Brandenburger und dessen Gegenspieler ideal vor die Füße von Alex Jacobi, der staubtrocken zur Führung vollendete (33.) Fünf Minuten später erkämpften John und Seidel den Ball an der Mittellinie und lieferten ihn bei Weichert ab. Der Lok-Kapitän machte ein paar Meter und steckte im richtigen Moment zum Torschützen durch, der erneut die Nerven behielt und somit den Doppelpack schnürte - 2:0 (38.). Mit einer mehr als verdienten - jedoch eigentlich zu knappen - Engelsdorfer Führung ging es Richtung Pausentee.

Mit vom Schlamm befreiten Handwerkszeug und der Vorgabe, schnellstmöglich den „Sack zuzubinden”, kamen die schwarz gekleideten Aufsteiger zurück ins weite Rund des altehrwürdigen Stadion des Friedens

Off-Topic: In der Oberliga-Saison 1983/1984 duellierten sich auf Grund des damals vom Turnfest ramponierten Rasens im Zentralstadion (für die jüngeren Sportfreunde: die heutige Red-Bull-Arena) hier die Stadtrivalen des 1. FC Lok und der BSG Chemie zu zwei Ortsderbys vor 19.000 bzw. 30.000 Zuschauern. Heute versprüht die in die Jahre gekommene Spielstätte leider nicht mehr den Glanz vergangener Tage, wenngleich ein gewisser Charme für Fußball-Romantiker noch immer vorhanden ist.

Brandenburger trifft wieder

Zurück zum Spiel. Die Gäste setzten den Plan der Pausenbesprechung recht schnell in die Tat um und banden besagte Tragehilfe in persona ihres zuletzt glücklosen Torjägers wenige Minuten nach Wiederanpfiff zu. Einen herrlichen Spielzug über Seidel, Kaden und Weichert brachte der Kapitän letztlich nach innen, wo sich Brandenburger fast schon artistisch (wirklich fast) gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und in altbekannter Kaltschnäuzigkeit zum 0:3 vollendete (53.).

In der Folgezeit nahmen die Engelsdorfer etwas den Fuß vom Pedal. Die Hausherren kamen besser ins Spiel, wirkliche Einschussmöglichkeiten konnten sie dabei jedoch nicht verzeichnen. Rutschte doch mal ein Ball durch, war Kittel zur Stelle und bereinigte die Situation. Ohne größere Höhepunkte ging die Partie dem Ende entgegen. Letztlich souverän brachten die Lok-Kicker das deutliche Resultat ins Ziel. Auch die Gohliser gratulierten nach Ende einer fairen Begegnung, mit der das umsichtige Schiedsrichter-Gespann unter Leitung vom guten Bodo Fritz wenig Mühe hatte.

Nun gilt es für die Engelsdorfer, den Schwung auch in die vier ausstehenden Partien vor der Winterpause mitzunehmen. Die nächste Bewährungsprobe wartet bereits am kommenden Samstag, wenn ab 14 Uhr das Schlusslicht vom KSC 1864 Leipzig an der Hans-Weigel-Straße aufschlägt.

Statistik:

Engelsdorf: Kittel - Salbert (76. Thümmler), Apreck, Brandwein - Koenigs, Seidel, John, Kaden (71. Kollrich) - Weichert (C) (84. Karwatzky) - A. Jacobi, Brandenburger

Tore: 0:1 A. Jacobi (33.), 0:2 A. Jacobi (38.), 0:3 Brandenburger (53.)

Schiedsrichter: Bodo Fritz

Assistenten: Michael Kössler, Oliver Metz

Zuschauer: 60

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