Lok Engelsdorf mit Heimniederlage gegen TuS Leutzsch (18) Die Engelsdorfer (in schwarz) mussten gegen TuS Leutzsch die erste Heimpleite hinnehmen. © Marco Weichert
Lok Engelsdorf mit Heimniederlage gegen TuS Leutzsch (18)

Lok Engelsdorf kassiert gegen TuS Leutzsch erste Heimpleite der Saison

Die Klinger/Mißlitz-Elf zieht mit 1:3 den Kürzeren und rutscht auf Tabellenplatz neun ab.

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Engelsdorf. Durch ein erneut bitteres 1:3 mussten die Lok-Kicker am vergangenen Samstag die erste Heimniederlage schlucken. Ähnlich wie vor zwei Wochen in Lindenau, wurden eigene, individuelle Fehler von einem sehr defensiv eingestellten Gegner erneut böse bestraft. So schlichen die Engelsdorfer wiederum ohne Punkte vom Feld und finden sich damit aktuell auf Rang neun der Tabelle wieder.

Dabei begann die Partie nahezu optimal für die Hausherren. Nach weitem Brandwein-Einwurf verpasste Koenigs am langen Pfosten nur haarscharf die frühe Führung. Diese ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nach erfolgreichem Pressing spitzelte Möchen die Kugel weiter zu Weichert, der aus rund 20 Metern nicht lange fackelte und den Ball unhaltbar in die Maschen drosch (11.). Die Heimelf machte weiter ordentlich Druck auf die Gäste, besonders Koenigs wurde immer wieder gut in Szene gesetzt. Bei zwei verheißungsvollen Aktionen - jeweils perfekt von Salbert „eingefädelt” - scheiterte es leider am letzten Pass. Auch Apreck brachte die Kugel nach Weichert-Heber nicht am Leutzscher Schlussmann vorbei.

Fotogalerie: SV Lok Engelsdorf - TuS Leutzsch 1990

Nach dieser starken Anfangsphase, stellten die Engelsdorfer das Fußballspielen allerdings größtenteils ein. Mit weiten Bällen passte man sich der Spielweise der Gäste unerklärlicherweise an, so dass diese immer besser ins Spiel fanden. Nach einem Stellungsfehler stand Kahle plötzlich frei vor Kittel, der bei dessen platziertem Abschluss keine Abwehrmöglichkeit besaß (29.). Nach einem Freistoß von Weichert hatte Patrick Jacobi am langen Pfosten lauernd die Riesenchance zur Antwort, verfehlte den Kasten nur um Zentimeter. Wenige Minuten später war es erneut TuS-Angreifer Kahle, der einen der vielen unnötigen Standardsituationen mutterseelenallein per Kopfball zum 1:2 nutzen konnte (34.). Die Partie war also gedreht, warum, das wusste eigentlich keiner so genau. Da weitere Möglichkeiten von Alex Jacobi, der knapp verzog sowie einmal nach Solo noch eingebremst wurde, oder John, der nach einem verunglückten Abschluss von Seidel zu überrascht war, nicht genutzt werden konnten, ging es mit einer knappen Gästeführung in die Kabinen.

Lok-Elf nach der Pause spielbestimmend, TuS mit der Entscheidung

Aus dieser kamen die Hausherren mit dem klaren Willen zurück, zumindest noch einen Punkt zu retten. Schwungvoll und kombinationssicher ging es weiter, geduldig wurde nach Lücken in der Leutzscher Hintermannschaft gesucht. Da sich diese nun noch massiver in der eigenen Hälfte verschanzte, teilweise gar als Fünferkette agierte, gestaltete sich dieses Unterfangen natürlich nun noch schwieriger. Patrick Jacobi scheiterte nach Weichert-Ecke per Kopf erneut nur knapp, seinem Bruder fehlte es im Abschluss ebenfalls am nötigen Fortune, als er einmal zu hoch zielte und wenig später TuS-Keeper Eck noch die Fingerspitzen an den Ball bekam.

So lief die Zeit weiterhin für die Gäste, die - ähnlich wie die Lindenauer vor zwei Wochen - auf den alles entscheidenden Konter lauerten. Um die Geschichte „abzurunden”, zog erneut Kahle nach Abstimmungsfehler auf und davon, überwand den bemitleidenswerten Kittel zum dritten Mal in diesem Spiel (72.). Die Engelsdorfer probierten es trotzdem weiter, auch wenn dieser Treffer selbstverständlich mehr als nur eine Vorentscheidung darstellte.

Koenigs fliegt vom Platz

Als nach rüdem Einsteigen der Engelsdorfer Koenigs zum wiederholten Male von den Beinen geholt wurde, brannten dem jungen Flügelflitzer leider kurz vor Schluss die Sicherungen durch. Er ließ sich dazu hinreißen, den Ball in Richtung seines Gegenspielers zu werfen, was letztlich eine rote Karte nach sich zog. Bei aller unbestrittenen Sinnlosigkeit dieser Aktion, bleibt allerdings auch fest zu halten, dass das Schiedsrichtergespann - um den in vorangegangenen Partien stets guten und umsichtigen Maximilian Beyer - nicht nur in dieser Szene die nötige Souveränität vermissen ließ. Das glasklare Foulspiel, das im Übrigen auch der betroffene TuS-Akteur umgehend einräumte, wurde vom Assistenten Stefan Schilde „übersehen” (stand einen Meter daneben), er ließ damit die Situation völlig unnötig hochkochen.

Als sich die Gemüter wieder etwas abgekühlt hatten, besaßen die Lok-Kicker selbst in Unterzahl durch John, Seidel und Weichert noch drei gute Möglichkeiten in der Schlussphase. Leider blieb ihnen das Abschlusspech bis zum Abpfiff „treu”. So muss sich die Klinger/Mißlitz-Elf erneut den Vorwurf gefallen lassen, selbst nicht clever genug agiert zu haben und letztlich wieder durch zu viele eigene Unzulänglichkeiten auf die Verliererstraße geraten zu sein.

Tapfer vor der Brust

Nun gilt es, schnell aus diesen beiden Partien zu lernen und schnellstmöglich in die Spur zurück zu finden. Zumal die Gegnerschaft nicht leichter wird. Am kommenden Sonntag geht die Reise nach Schönefeld, wo um 15 Uhr beim SV Tapfer 06 Leipzig einer der Meisterschaftsfavoriten auf die Engelsdorfer wartet!

Engelsdorf: Kittel - Salbert, P. Jacobi, Brandwein - Koenigs (87. Rot), Apreck, Seidel, Möchen (61. Kollrich) - John - Weichert (C), A. Jacobi

Tore: 1:0 Weichert (11.), 1:1 Kahle (29.), 1:2 Kahle (34.), 1:3 Kahle (72.)

Schiedsrichter: Maximilian Beyer

Assistenten: Stefan Schilde, Jonas Seifert

Zuschauer: 49

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