28. Juli 2018 / 15:47 Uhr

Lok Leipzig überrollt Angstgegner Meuselwitz in zweiter Halbzeit

Lok Leipzig überrollt Angstgegner Meuselwitz in zweiter Halbzeit

LVZ
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Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat seinen Saisonauftaktspiel gegen den ZFC Meuselwitz klar mit 3:0 gewonnen. Während die erste Halbzeit noch ziemlich ausgeglichen war, drehten die Lok-Kicker in der zweiten Spielhälfte auf und gewannen durch Tore von Ryan Patrick Malone (1:0) sowie Matthias Steinborn (2:0 und 3:0). Allerdings bekamen die Gastgeber auch vier gelbe Karten, die Gäste aus Thüringen nur zwei gelbe Karten. Foto: Thomas Kube
Lok Leipzigs Matthias Steinbron trifft zum 2:0. ZFC-Keeper Pachulski ist machtlos. © Thomas Kube
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Neuzugang Matthias Steinborn war mit zwei Treffern der Mann des Tages. Lok war spielerisch überlegen und verzeichnete ein deutliches Chancenplus. 

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Leipzig. Noch nie zuvor hat der 1. FC Lok Leipzig gegen den ZFC Meuselwitz siegen können – in zehn Duellen war ein Unentschieden (viermal) bisher das Höchste der Gefühle. Diesmal war alles anders: Vor 2.914 Zuschauern siegten die Blau-Gelben souverän mit 3:0 – Fluch überwunden, Saisonstart geglückt.

Jetzt hier die Leistung des 1. FC Lok bewerten:

Sorgenfalten auf der Stirn von Lok-Trainer Heiko Scholz vorm Spiel: Stammkeeper Benjamin Kirsten hatte sich am Knie verletzt und wird wohl länger ausfallen. Es ist der Meniskus, eine genaue Diagnose gibt es wohl am Montag. Für Kirsten rückte Christopher Hanf in die Startaufstellung. Ansonsten der FCL mit dem derzeit vermeintlich besten Aufgebot, darunter fünf Neuzugänge. Meuselwitz-Coach Heiko Weber setzte unter anderem auf die beiden Japaner Hiromu Watahiki und Rintaro Yajima, die vor der Saison vom 1. FC Lok beziehungsweise von der BSG Chemie ins Altenburger Land gewechselt waren.

DURCHKLICKEN: Das Spiel gegen Meuselwitz

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Halbzeit eins war vor allem geprägt durch harte Zweikämpfe, weniger durch Strafraumszenen. Die Hausherren wirkten optisch leicht überlegen, hatten zudem ein kleines Chancenplus: In der 16. Minute prüfte Mittelstürmer Kemal Atici Tom Pachulski im Tor der Meuselwitzer, der aber beherzt zugriff. Auch gegen Matthias Steinborn blieb Pachulski Sieger, als dieser, von Atici schön bedient, in den Strafraum zog (28.). Die größte Möglichkeit hatte jedoch der ZFC, als kurz vor Ende der ersten Halbzeit Fabian Raithel alleine aufs Lok-Tor zustürmte, aber Hanf durch gutes Stellungsspiel noch einen Fuß an den Ball bringen konnte.

Auch die zweite Hälfte begann mit etwas Leerlauf, bevor die Lok den ZFC in fünf Minuten geradezu überrollte. Ouvertüre waren ein Kopfball von Ryan Malone (58.) und ein Schuss von Steinborn, die Pachulski beide noch entschärfen konnte. Gegen einen abermaligen Kopfball von Malone aus dem Gewühl hatte er jedoch keine Chance – 1:0 für den 1. FC Lok (59.). Die Blau-Gelben blieben gierig und legten wenig später durch Steinborn nach, der nach schönem Sturmlauf trocken einnetzte (63.). Wenig später fast noch das dritte Tor, aber Sascha Pfeffer verpasste knapp am langen Pfosten (64.). Lebenszeichen von Meuselwitz gab es in der 70. Minute durch den eingewechselten Nikolaos Giannitsanis, als Kirsten-Vertreter Hanf mit feiner Parade (70.) entschärfte und in der 80. Minute, als Robert Zickert in höchster Not im Strafraum klärte. Den Schlusspunkt setzte aber wieder Lok, als Steinborn bei einem Konter von Peter Misch bedient wurde und wieder eiskalt einschoss (87.).

Mehr zur Regionalliga Nordost

In der heutigen Form ist dem 1. FC Lok in der Regionalliga Nordost viel zuzutrauen. Mit vielen Neuzugängen in der Startelf waren die Blau-Gelben in Halbzeit eins optisch überlegen und schlugen in Halbzeit zwei dann eiskalt zu, ließen Meuselwitz teilweise keine Luft zum Atmen. Man darf gespannt sein, wie die Saison weitergeht – weiter geht es am kommenden Freitag bei Viktoria Berlin.

Heiko Weber: „Wenn eine Heimmannschaft mit 3:0 gewinnt, dann muss es verdient sein. In der ersten Halbzeit haben wir gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben, die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit haben wir aber verschlafen, waren zwischendurch regelrecht vogelwild. Das schnelle 2:0 hat das Spiel entschieden. Wir hätten dann den Anschlusstreffer erzielen können, aber so war es dann eine klare Sache.“

Heiko Scholz: „Herrliches Spiel! Herrlicher Rasen! Herrliches Publikum!. Wir haben verdient gewonnen – endlich mal gegen Meuselwitz.  Die erste Halbzeit war auf Augenhöhe – da hat noch nicht alles gepasst bei uns, was normal ist im ersten Punktspiel mit so vielen Neuen. Der Sieg ist aufgrund der zweiten Hälfte verdient, aber es war knapper, als es am Ende aussieht – auch weil Christopher Hanf uns mit seiner Parade kurz vor der Halbzeit im Spiel hält.“

Carsten Muschalle

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