27. Januar 2018 / 00:38 Uhr

Lok Leipzig verkündet 335 000-Euro-Verlust

Lok Leipzig verkündet 335 000-Euro-Verlust

Redaktion Sportbuzzer
1. FC Lokomotive Leipzig.
1. FC Lokomotive Leipzig. © 1. FC Lok Leipzig
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Ein Not-Darlehen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder musste dem Verein aushelfen.

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Leipzig. Im zweiten Regionalliga-Jahr dampft der 1. FC Lok ins vordere Tabellendrittel, 2019 steigt der NOFV-Meister direkt auf. Doch wie steht es um die Drittliga-Perspektive? Die Mitgliederversammlung des Leipziger Kultklubs am Freitag gab Aufschluss – und Grund zu Sorge.

Vize-Präsident Bernd Lang musste den Mitgliedern bei der Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben aus der Spielzeit 2016/17 ein Minus von 335 000 Euro verkünden. Lang selbst scherzte: „Als Schatzmeister musst du Optimist sein und daran fehlt es mir nicht.“ Dabei konnte der Klub liquide bleiben, weil bei einem zwischenzeitlichen Fehlbetrag von einer halben Million Euro die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats kurzfristig 170 000 Euro bereitstellten.

Zeitverzug durch Personalwechsel​

Da sich durch die Wechsel in der Geschäftsführung erst auf Torsten Woitag und dann auf Kathrin Groß mit Hilfe von Prokurist Ron Bößneck zusätzlich ein Zeitverzug ergab, hatte dies sportliche Nachwirkungen. Sportdirektor Rüdiger Hoppe erzählte: „Wir hatten im Mai 2017 noch keinen Teametat. Dabei waren wir mit Profis in Kontakt, die nun in Cottbus und Nordhausen spielen. Heiko Scholz und ich haben dann im Urlaub auf Malle das Telefon glühen
lassen, um Ex-Drittliga-Spieler wie Robert Berger, Sascha Pfeffer oder Ryan Malone zu verpflichten.“

Aufgrund dieser Verzögerungen wollten die Verantwortlichen von Vorstand, Aufsichtsrat und GmbH-Geschäftsführung die Entlastungen auf die nächste Mitgliederversammlung verschieben, dem Antrag wurde stattgegeben. Dennoch bedenklich, dass Langs Optimismus bereits nach der ersten Viertliga-Saison im Tabellen-Mittelfeld vonnöten war.

Denn die Vorhaben werden größer. Hoppe: „Vielleicht können wir für 2019 den Aufstieg als Ziel nehmen. Dafür brauchen wir früh den finanziellen Rahmen und ein gutes Auge auf dem Markt!“ Zur Not wird man sich auf Hauptsponsor Franz-Josef Wernze verlassen, dessen Ex-Mitarbeiter Kurt Geier gestern als zweiter ETL-Abgeordneter in den fünfköpfigen Vorstand berufen wurde. Die Steuerberatungsagentur wird beim FCL immer mächtiger.

Patrick Franz

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