Mit 1:3 musste sich der 1. FC Lok Leipzig den Gästen aus Auerbach geschlagen geben. Mit 1:3 musste sich der 1. FC Lok Leipzig den Gästen aus Auerbach geschlagen geben. © Christian Modla
Mit 1:3 musste sich der 1. FC Lok Leipzig den Gästen aus Auerbach geschlagen geben.

Lok Leipzig verliert gegen Auerbach nach schwacher Leistung

Die Gäste aus dem Vogtland siegen verdient mit 3:1 - Doppelschlag nach der Pause bringt die Entscheidung

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Leipzig. Der zweite Anzug des 1. FC Lokomotive Leipzig sitzt nicht. Mit einer Rumpf-Mannschaft unterlag der Aufsteiger zu Hause gegen den VfB Auerbach mit 1:3 (0:0). Ein Doppelschlag von Marc-Philipp Zimmermann (47.) und Fabian Paradies (51.) brachte Auerbach auf die Siegerstraße, Václav Heger (75.) sorgte für die endgültige Entscheidung. Der zwischenzeitliche 1:2-Anschlusstreffer von Daniel Becker (65.) hatte vor 2228 Zuschauern keine Wirkung gezeigt. In einem insgesamt schwachen Spiel ging die Niederlage in Ordnung, da Lok das Mehr an Ballbesitz nicht in klare Chancen ummünzen konnte. Die Abwehr der Leipziger offenbarte dazu immer wieder Absprache-Fehler. Der Scholz-Elf zeigte Engagement und Moral, allerdings gelang im Spielaufbau zu wenig. Durch nun zwei Niederlagen nacheinander ist Lok vorerst auf den elften Tabellenplatz abgerutscht.

Notgedrungen musste Trainer Heiko Scholz seine Mannschaft auf fünf Positionen umstellen und hatte dabei wegen verschiedenen Ausfälle nur 14 Feldspieler zur Verfügung. In der Innenverteidigung fielen Peter Misch (Rot) und Ronny Surma (Gelb-Rot) gesperrt aus und wurden von Pascal Ibold und Christian Hanne ersetzt. Kapitän Markus Krug rutschte zurück in die Startelf. Dazu ersten Felix Brügmann und Daniel Becker Andy Wendschuch (5. Gelbe) und Maik Georgi.

Lok hatte in der Anfangsphase mehr Ballbesitz, der durchgewürfelten Mannschaft war aber anzusehen, dass die Abstimmung fehlte. Becker (3.) versuchte es mit einem wuchtigen Distanzschuss, der über das Auerbacher Tor ging. Auf der Gegenseite wurden die Auerbacher bei Ballgewinnen mit schnellen Kontern gefährlich. Nach einer missglückten Abwehraktion von Marcel Trojandt tauchte Marc-Philipp Zimmermann (11.) frei vor Lok-Torwart Benjamin Kirsten auf, der aber mit einer Glanzparade retten konnte.
Nach einem langen Ball konnte Djamal Ziane (22.) eine Ablage nicht mehr sauber verwerten, Marcel Schlosser schoss für die Gäste aus rund 25 Metern knapp neben das Tor. Ansonsten bot die erste Hälfte vor allem viel Leerlauf, viele Querpässe und kleinere Fouls, sodass kein rechter Spielfluss zustande kam.

Nach dem Seitenwechsel wurde es schnell still im Stadion. Zimmermann (47.) nutzte einen Abstimmungs-Fehler in der Lok-Hintermannschaft, erlief sich einen Ball und schoss ihn am herausstürmenden Kirsten vorbei ins Tor. Es kam noch schlimmer: vier Minuten erhöhte Pardies (51.) aus spitzem Winkel. Zu diesem Zeitpunkt wirkte die Lok-Hintermannschaft konfus. Vom frühen Schock nach dem Seitenwechsel konnten sich die Blau-Gelben zunächst nicht erholen. Die erste klare Torchance im zweiten Durchgang reichte dann direkt zum Anschluss: Nach einem Trojandt-Zuspiel von der linken Seite kam Becker (65.) im Strafraum an den Ball und drosch den Ball in die Masche. Brügmann hatte zwei Minuten später sogar den Ausgleich auf dem Fuß, schoss das Leder aber gegen die Latte.

In der Folge war der Kampfgeist der „Loksche“ erwacht, allerdings blieben die Angriffsbemühungen an der guten Auerbacher Abwehr hängen. Im Gegenzug köpfte Heger nach einem Freistoß das 1:3, was für die endgültige Entscheidung sorgte. Vielmehr hatte Schloss (84.) per Freistoß sogar noch für Auerbach erhöhen können, Kirsten lenkte den Ball aber um den Pfosten. Der wenige Augenblicke zuvor eingewechselte Zimmermann (85.) vergab den erneuten Lok-Anschluss per Kopf. Nach zwei Niederlagen in Serie hat die Scholz-Truppe am Mittwoch die Chance auf einen Widergutmachung, beim Nachholspiel bei Budissa Bautzen.

Die Stimmen zum Spiel:

Philipp Kötzsch, Kapitän Auerbach: Komplett verdienter Sieg. Wir sind schwer reingekommen, hatten dann aber drei 100%ige, die wir machen müssen. Wir haben hinten nicht so viel zugelassen. Nach dem Anschlusstreffer haben wir kurz geschwommen. Die Tore sind zum richtigen Zeitpunkt gefallen. 

Daniel Becker, Lok: Haben heute nicht unsere Leistung gebracht, wie wir es können. Fünf Wechsel in der Startelf dürfen keine Ausrede sein. Die müssen wir ersetzen!

Michael Hiemisch, Trainer Auerbach: In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft schläfrig gewirkt. In der zweiten Halbzeit standen wir etwas höhere, haben die Ballgewinne schneller in die Spitze gespielt. Ganz wichtig 2:0 in Führung zu gehen. Das dritte Tor war ganz wichtig, sonst kann das Spiel in die andere Richtung kippen. 

Heiko Scholz, Trainer Lok: Wir waren heute nicht in der Lage, so geil zu sein, um in Führung zu gehen. Wir hatten eine Phase, wo ich dachte, dass es kippen könnte, als wir das 1:2 machen. Es ist aber nicht immer möglich. Wir haben ohne sieben gespielt. Wir mussten eine Mannschaft zusammen basteln. Ich suche aber nicht nach Ausreden, es standen gute Namen auf dem Platz. Wir haben heute gegen einen guten Gegner zurecht verloren. Die Moral hat gestimmt, aber der nötige Punch hat gefehlt.

Region/Leipzig 1. FC Lokomotive Leipzig 1. FC Lokomotive Leipzig (Herren) VfB Auerbach VfB Auerbach (Herren) 1. FC Lokomotive Leipzig-VfB Auerbach (13/04/2017 21:30) Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren)

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