06. September 2018 / 10:02 Uhr

Lok Leipzigs Adler: „Die sprichwörtliche Kirche im Dorf lassen“

Lok Leipzigs Adler: „Die sprichwörtliche Kirche im Dorf lassen“

Fabian Held
Unzufriedenheit herrschte zuletzt bei den Lok-Profis, rechts Nicky Adler.
Unzufriedenheit herrschte zuletzt bei den Lok-Profis, rechts Nicky Adler. © Matthias Koch
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Sieben Punkte aus sechs Spielen ist nicht die Ausbeute, die sich der 1. FC Lok vorgestellt hat.

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Leipzig. Mit der Erfahrung von 187 Einsätzen in der 2. Bundesliga und weit über 300 Spielen als Profi haut Nicky Adler nicht mehr so viel um. Auch der derzeitige Stotterstart des 1. FC Lokomotive Leipzig ist für den Routinier daher erklärbar: „Es greift noch nicht alles, wir sind noch in der Findungsphase.“ Dabei meint er nicht nur die Mannschaft, sondern den gesamten Verein, der sich nach Jahren im Amateur-Fußball jetzt mit Profi-Bedingungen zurechtfinden muss.

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Sieben Punkte nach sechs Spielen ist eine magere Ausbeute, Lok wollte eigentlich oben mitspielen. Trainer Heiko Scholz wurmte vor allem noch immer die erste Halbzeit beim 0:1 gegen den BFC Dynamo: „Eine absolute Frechheit. So etwas darf nicht passieren.“ Doch auch hier kann Adler beruhigen: „Wir haben das Spiel mehr als aufgearbeitet. Wir haben in den vergangenen Tagen viel gesprochen.“ Das heißt auch: Die Mannschaft hat intern, ohne Trainerteam geredet. „Wir haben ein paar Dinge festgelegt, die wir die nächsten Wochen zeigen wollen“, so der 33-Jährige.

Nach einem Jahr Verletzung war der Angreifer aus Aue nach Leipzig gewechselt, zurück zu seinem Jugendclub. Auch er selbst sieht sich noch nicht bei 100 Prozent. In der Sommer-Vorbereitung warf ihn ein kleiner Muskelfaserriss zurück. „Die Startelfeinsätze werden kommen“, gibt sich Adler gelassen. Wer ihn kennt weiß: Er will unbedingt wieder spielen.

Vielleicht ist es auch genau die Portion Erfahrung und Mentalität, die der Mannschaft auf dem Platz aktuell fehlt, in einer Phase, in der für Lok viel zusammenkommt. Der wären die Verletzungen der beiden Leistungsträger Robert Berger und Benny Kirsten. Dazu kommen immer wieder Rote Karten, wie zuletzt von Ryan Malone. Insgesamt zehn Neuzugänge müssen integriert werden, für einige Spieler ist das Profitum neu.

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„Ich wünsche mir, dass die Fans die sprichwörtliche Kirche im Dorf lassen, auch wenn sie natürlich träumen dürfen“, sagt Adler und erinnert daran, dass der Profi-Etat bewusst auf zwei Jahre angelegt wurde: „Dass es nicht von heute auf morgen funktioniert, war eigentlich allen klar.“ Zudem hat sich vor allem der Verein gestreckt, die Kosten für Vereinsmitgliedschaft und Tickets sind gleich geblieben.

„Wir wollen alle eine Reaktion zeigen“, meint Adler mit Blick auf das nächste Liga-Spiel kommenden Mittwoch zu Hause gegen Erfurt. Noch hat er das Ziel, in dieser Saison irgendwie noch mal oben anzugreifen, auch wenn der Chemnitzer FC enteilt scheint. „Ich finde es fragwürdig, was beim CFC passiert“, sagt Adler. Der Verein strebt eine Planinsolvenz an, hat aber trotzdem gestandene Zweitliga-Profis unter Vertrag genommen. „Ich bin froh, bei einem soliden Verein zu spielen, der die Dinge Stück für Stück angeht. Manchmal ist der langsame Weg der richtige“, sagt der Lok-Spieler.

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Überhaupt ist der 33-Jährige mit seinem Wechsel weiter mehr als zufrieden. „Ich bin glücklich, dass ich nach dem Jahr Verletzung noch Fußball spielen darf“, meint Adler. Er schätzt die Nähe zu Familie und Freunden, gelegentlich schauen die Großeltern beim Training vorbei. Damit aber wirklich alles perfekt ist, fehlen noch zwei Dinge: Ein Startelfeinsatz und ein Sieg gegen Erfurt.

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