22. Juli 2018 / 16:30 Uhr

Lokomotive Leipzig dampft Richtung Regionalliga-Start

Lokomotive Leipzig dampft Richtung Regionalliga-Start

Christian Dittmar
Lok Leipzig verliert das letzte Testspiel gegen den Halleschen FC mit 1:2
Lok Leipzig verliert das letzte Testspiel gegen den Halleschen FC mit 1:2 © Alexander Prautzsch
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Großes Stadionfest im „Bruno“, Stimmung auf den Rängen und ein starker Test gegen den Halleschen FC: Lokomotive Leipzig ist bereit für die anstehende Saison

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Bei den Anhängern von Lok Leipzig dürfte die Vorfreude auf den Beginn der Regionalliga 2018/19 nach dem gestrigen Nachmittag noch einmal gestiegen sein. Nach diversen ansprechenden Testspielen – darunter ein 3:0 gegen Drittligist FSV Zwickau – konnte die Loksche auch gegen den letzten Prüfstein überzeugen. Zwar verloren die Blau-Gelben am Sonntag gegen den ebenfalls in der 3. Liga beheimateten Halleschen FC 1:2 (1:0) – das Zustandekommen macht aber Mut für die anstehenden Regionalliga-Aufgaben.

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Die Tore des Bruno-Plache-Stadions  öffneten diesmal schon um 10, denn vor dem Testspiel ab 14 Uhr standen noch allerlei Aktivitäten im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung an. Neben Tombola und Hüpfburg konnten sich die Besucher in der LVZ-Fotobox ablichten lassen und attraktive Preise gewinnen. Dazu gab es ab 12 Uhr ein Spiel der Lok-Traditionsmannschaft, das der Crowdfunding-Kampagne für den Kunstrasenplatz helfen sollte.
Zum Höhepunkt avancierte schließlich die Generalprobe gegen den HFC. 2286 Zuschauer hatten sich dazu eingefunden darunter rund 300 Hallenser Fans – wobei es wahrscheinlich noch einige mehr geworden wären, wenn es nicht den Boykott der Ultra-Gruppen beider Vereine wegen der konsequenten Anwendung von Stadionverboten gegeben hätte. So war die Stimmung auf den Rängen zumeist freudig-entspannt.

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Das erste Mal richtig laut wurde es in der 31. Minute, als Loks Paul Schinke mit Robert Berger Doppelpass spielte und von der Strafraumgrenze abzog. Halles neue Nummer eins Kai Eisele konnte zwar noch sehenswert parieren, der Ball landete aber genau vor den Füßen von Matthias Steinborn, der keine Probleme hatte, einzuschieben. Es war der verdiente Lohn für eine starke erste FCL-Hälfte, die nur durch die Verletzung von HFC-Stürmer Pascal Sohm nach überhartem Einsteigen von David Urban etwas getrübt wurde. Der Lok-Verteidiger hatte Glück, dass er kein Rot sah, sondern von Schiri Oliver Lossius zur Auswechslung geschickt wurde.

Im zweiten Durchgang zogen sich die Leipziger dann weit zurück und versuchten es fast nur mit Kontern über den agilen Kemal Atici. Den Gästen fiel außer einem schönen Steilpass, den Davud Tuma zum 1:1 verwerten konnte nicht viel ein. Kurz vor Schluss hätte der gerade eingewechselte Nicky Adler fast noch den Siegtreffer für die Loksche erzielt, semmelte den Ball aber aus 15 Metern über das Tor. Im Gegenzug passte Tuma auf Bentley Baxter Bahn, der zum glücklichen 2:1 für Halle einschob (90.). Direkt danach war Schluss.

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Für Lok-Trainer Heiko Scholz war wie erwartet das Ergebnis nicht so wichtig, stattdessen freute er sich über den offenbar sehr guten Fitnesszustand seiner Spieler. Zum Ende hin wechselte er mit dem früheren Hallenser Pascal Pannier (19) und Maximilian Sommer (18) zwei Nachwuchsleute ein. „Das hätte ich in einem Punktspiel nicht gemacht“, erklärte der 52-Jährige, „aber ich wollte allen Jungs ein paar Minuten geben.“
Anerkennung für die starke Leistung gab’s dazu von Gästecoach Torsten Ziegner, der auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen wäre. „Jedes Spiel hier ist nicht so leicht, man sieht, dass Lok andere Ambitionen hat, als nur in der Liga zu bleiben“, meinte der langjährige Zwickauer Übungsleiter, der seit diesem Sommer in Halle an der Linie steht.

Am kommenden Sonnabend (13.30 Uhr) geht es für die Loksche dann gegen den ZFC Meuselwitz mal wieder um drei Punkte. Die Zipsendorfer sind dabei so etwas wie ein Angstgegner für den FCL, der in bisher zehn Partien noch keinen Sieg gegen den ZFC einfahren konnte. „Ich habe auch noch nicht gegen die gewonnen“, sagte Paul Schinke. „Aber es gibt halt solche Mannschaften. Das beschäftigt uns nicht.“

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