10. August 2018 / 12:25 Uhr

Lotto-Pokal: Zweimal geführt - doch Eintracht Aumund verpasst die Überraschung

Lotto-Pokal: Zweimal geführt - doch Eintracht Aumund verpasst die Überraschung

Martin Prigge
Zweimal führte der SV Eintracht Aumund, hier mit Markus Murken (rotes Trikot), doch am Ende jubelte Wladislaw Pfeifer (rechts) mit dem SV Grohn.
Zweimal führte der SV Eintracht Aumund, hier mit Markus Murken (rotes Trikot), doch am Ende jubelte Wladislaw Pfeifer (rechts) mit dem SV Grohn. © Christian Kosak
Anzeige

A-Kreisligist verlangt dem Landesligisten SV Grohn beim 3:4 alles ab / Adler: "Ein richtig gutes Spiel"

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Ein spannendes Auftaktmatch gab es im Wettbewerb um den Lotto-Pokal des Bremer Fußball-Verbandes zwischen dem A-Kreisligisten SV Eintracht Aumund und dem Landesligisten SV Grohn. Am Ende setzten sich die favorisierten „Husaren“ mit 4:3 (1:1) durch, doch es war ein glücklicher Sieg für das Team des zurückgekehrten Trainers Celestin Zurek, der zugleich einen erfolgreichen Pflichtspieleinstand feiern durfte.

So richtig in Feierlaune war Grohn dann aber doch nicht. Dafür hatten sie 90 Minuten lang zu unsauber agiert und mit komplizierten Spielzügen immer wieder unnötige Ballverluste erlitten. „Natürlich freuen wir uns, dass wir weitergekommen sind“, sagte SVG-Coach Zurek unmittelbar nach dem Abpfiff. „Aber wir haben nur gut ausgesehen, wenn wir einfach gespielt haben.“

Sobald die Grohner Aumund in Bewegung brachten, waren die „Husaren“ überlegen. Doch wenn sie zu umständlich agierten, nutzte Aumund technische Fehler gerne mal aus. Die Gastgeber um Trainer Sascha Adler waren dann auch diejenigen, die zuerst jubeln durften. Nach einer Viertelstunde gelang Damian Pilczuk mit einem Kullerball wie aus dem Nichts das 1:0 (16.).

Es folgte ein Abtasten der Teams, welches die Partie für die rund 90 Zuschauer, die den Pokalauftakt auf dem Kunstrasenplatz an der Hermann-Löns-Straße verfolgten, zunehmend zäh gestaltete. Eine Kopfballmöglichkeit von Janis Enßle (25.) stellte die erste nennenswerte Torchance der Grohner dar. Dann fiel aber doch noch der Ausgleich: SVG-Neuzugang Jannis Kurkiewicz schob mit der Hacke zum 1:1-Pausenstand ein (30.). „Ich hätte nicht gedacht, dass es so eng werden würde. Ich dachte, wir wären in der Defensive schwächer“, äußerte sich ein überraschter SVEA-Coach Sascha Adler kurz nach dem Wiederanpfiff der Begegnung.

Mehr aus dem Bezirk Bremen

Die gewann nun merklich an Spannung. Zunächst zog André Hensel aus der Mitte ab, doch SVG-Torhüter Mehmet Tugay Tiras konnte den Ball festhalten (60.). Auch der Weitschuss von Grohns Landing Sanneh ging kurz darauf neben das Aumunder Tor (62.). Die Eintracht hielt sich wacker und verkaufte sich bis in die Schlussphase sehr gut. In der wurde die Partie dann richtig intensiv. Gerade als der starke SVEA-Schlussmann Marius Engelhardt mit einer Glanzparade die Grohner Führung verhindert hatte und der Ball wieder nach vorne gebracht wurde, erzielte Steffen Burdorf das 2:1 für Aumund (70.).

Doch die Freude auf der Aumunder Bank währte nicht lange, denn die Teams gönnten ihren Fans keine Atempause. Nur eine Minute später versenkte Grohns Wladislaw Pfeifer einen Fernschuss unhaltbar im Winkel (71.) – ehe sein Teamkollege Timon Zydel nach weiteren 60 Sekunden die erstmalige SVG-Führung markierte (72.). Zwei Minuten vor dem regulären Ende sorgte Jannis Kurkiewicz mit seinem zweiten Treffer für den vermeintlich sicheren 4:2-Endstand (88.).

Aber die Aumunder hatten noch nicht genug und kämpften verbissen, wodurch sie sich in der Nachspielzeit tatsächlich noch mit dem 3:4 des eingewechselten Dennis Hutengs (90.+2) belohnten. In den letzten Sekunden der Partie hatte SVEA-Kapitän Cihan Soykan mit einer Großchance sogar noch das 4:4 auf dem Fuß, doch der Ball flog knapp am Tor vorbei, sodass Aumund nach einer hervorragenden Leistung aus dem Lotto-Pokal ausschied, während Grohn in der zweiten Runde eine Schippe drauflegen muss. „Ich bin mega zufrieden und man hat gesehen: Die Ligazugehörigkeit hat im Pokal nichts zu sagen. Es war ein richtig gutes Spiel“, lobte SVEA-Coach Sascha Adler im Anschluss.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Bremen
Sport aus aller Welt