Kersten1 Auf ihn und seine Mannschaftskollegen wartet gegen den 1. FC Köln nicht weniger als das Spiel ihres Lebens: Jan Niklas Kersten, Stürmer der Leher TS. © Oliver Baumgart
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LTS-Stürmer Kersten: "Wir wissen, wie sie spielen"

Der Torjäger vor dem DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Köln über Vorfreude und MInimalchancen

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Jan Niklas Kersten ist Torjäger beim Bremen-Ligisten Leher TS. Am Sonnabend (15.30 Uhr) steht für den Stürmer und seine Mannschaft das Fußballspiel des Jahres auf dem Programm. Dann trifft Kersten mit seinem Team in der ersten Runde des DFB-Pokals im Bremerhavener Nordseestadion auf den Bundeligisten 1. FC Köln. Stefan Freye bat den LTS-Stürmer im Vorfeld zum Interview.

Wie geht es einem 21-jährigen Kicker vor einem so großen Spiel?

Jan Niklas Kersten: Sehr gut. Wir freuen uns alle auf das Spiel der Saison, beziehungsweise des Lebens. Jetzt ist noch zweimal Training, und dann geht es los.

Verspüren Sie gar keine Nervosität?

Nein, gar nicht. Es ist einfach ein Highlight, und nervös werden wir vielleicht kurz vor dem Spiel. Im Moment herrscht nur Vorfreude.

Das klingt nach guten Voraussetzungen für eine Pokalsensation.

Die Sensation haben wir schon mit dem Sieg im Lottopokal gegen den Bremer SV erreicht. Das Spiel gegen Köln wollen wir jetzt nur genießen. Vielleicht setzen wir ja ein paar Nadelstiche.

Ein gutes Stichwort: Die LTS ist in der Bremen-Liga dafür bekannt, dass sie sehr kompakt steht und auf Konter spielt. Ihr Trainer Dennis Ley findet, dass ein Vorteil darin besteht, sich gegen den 1. FC Köln nicht umstellen zu müssen. Sie auch?

Ja, auf jeden Fall. Wenn wir defensiv kompakt stehen, bekommen wir unsere Torchancen. Das hat man schon gegen den BSV gesehen.

Wie verlief denn diese Woche für Ihre Mannschaft?

Wichtig war, dass wir letzte Woche das Punktspiel gegen den OSC Bremerhaven mit 5:2 gewonnenhaben. Dadurch ist die Stimmung noch mal besser. Ansonsten trainieren wir ganz normal, Dienstag, Donnerstag und am Freitag das Abschlusstraining.

Keine Videoanalyse des Gegners?

Nein, die brauchen wir nicht. Wir wissen, wie sie spielen, und vor dem Finale gegen den BSV haben wir das auch nicht gemacht.

Sie erinnern oft an den Pokalsieg gegen den Bremer SV. Deuten sich da Parallelen für Sie an?

Ja. Wir waren immer der Underdog, auch vor dem Halbfinale gegen den Blumenthaler SV. Das verbinde ich mit dem Pokalwettbewerb. Wenn man sich das mal vor Augen hält: Wer weiß, was am Sonnabend passiert?

Aber es gibt schon einen Unterschied zwischen dem BSV und Blumenthal auf der einen und dem 1. FC Köln auf der anderen Seite.

Auf jeden Fall. Aber man muss in jedes Spiel gehen, um es zu gewinnen – auch in dieses. Sonst geht man gerade gegen einen Gegner wie den 1. FC Köln unter.

Ein Videostudium gab es nicht. Aber Sie haben sich schon eingestellt auf die Klasse dieses Gegners. Wie schätzen Sie den 1. FC Köln ein?

Sie haben schnelle Außenspieler, deshalb müssen wir die Außen defensiv also dicht machen. In der Mitte gibt es vielleicht eher ein, zwei Schwächen. Ganz vorn hat der FC in Modeste einen wichtigen Spieler verloren. Aber sie haben mehrere Spieler als Ersatz – und die sind nicht viel schlechter.

Sie haben sicher auch die Transfers des Bundesligisten verfolgt. Ist Köln nun stärker oder schwächer als letzte Saison?

Bis auf Modeste haben sie wenig Abgänge, dafür aber drei, vier neue Spieler. Ich glaube, sie sind gleich stark geblieben.

Am Sonnabend treten Sie im Nordseestadion an, vor 8500 Zuschauern. Wird Ihre Mannschaft davon beflügelt oder belastet diese ungewohnte Kulisse?

Ich würde sagen, die Kulisse beflügelt uns eher. Unsere Zuschauer haben uns schon im Lottopokal unterstützt und sehr gepusht. Die Gästefans werden zwar auch eine Menge Stimmung machen. Aber genau das muss man dann aufsaugen. Dann kommt man an seine Topleistung heran.

Die Karten waren schnell weg, und nun gilt das Nordseestadion als ausverkauft. Hatten Sie mit diesem Interesse gerechnet?

Dass viele Leute kommen werden, hatte ich erwartet. Dass es so schnell ausverkauft sein würde, nicht. Die Karten waren ja nach zwei Tagen weg. Aber das ist doch umso schöner.

Ihre Mannschaft und der gesamte Verein sind nun voll auf das Spiel konzentriert. Spüren Sie auch im Umfeld das Pokalfieber?

Auf jeden Fall. Mich sprechen viele Leute an und wünschen viel Glück für das Spiel. Man kann sagen, dass es insgesamt sehr positiv aufgenommen wird.

Verbinden Sie mit dem aktuellen Höhenflug auch eine Chance für die Zukunft?

Ich denke, dass wir den Fußball in Bremerhaven durch so ein Spiel aufwerten. Vielleicht kommen ja jetzt auch wieder mehr Zuschauer in der Bremen-Liga.

Kehren wir noch mal zur sportlichen Seite zurück: Gibt es überhaupt eine Chance aufs Weiterkommen gegen den 1. FC Köln und worin könnte sie bestehen?

Eine Chance gibt es eigentlich nicht. Es wäre wirklich ein Wunder, wenn wir in die nächste Runde einziehen. Ich sage mal: Wir haben eine Siegchance von einem Prozent.

Sie treten auf der rechten Außenbahn an und dürften es deshalb offensiv wie defensiv immer mal wieder mit Nationalspieler Jonas Hector zu tun bekommen. Wie gehen Sie in diese Duelle?

Gar nicht dran denken, wer da gerade ist und einfach alles versuchen – wie in der Bremen-Liga. Verstecken werden sich meine Mitspieler und ich sicher nicht. Und dann werden wir mal schauen.

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