03. Juni 2018 / 17:02 Uhr

Ludwigsfelder FC: Mit viel Moral gegen den mentalen Druckabfall

Ludwigsfelder FC: Mit viel Moral gegen den mentalen Druckabfall

Redaktion Sportbuzzer
Jubel LFC
Der nächste Sieg: Der Ludwigsfelder FC eilt trotz der feststehenden Meisterschaft weiter von Erfolg zu Erfolg. © Mathias Seeger
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Brandenburgliga: Der Spitzenreiter siegt bei Preussen Eberswalde und jagt nun ganz besondere Bestmarken.

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Die Freude war deutlich spürbar in der Nachricht, die sie am Sonnabend in die Welt schickten. „Wahnsinn! Die 1. Männermannschaft hat ihr heutiges Auswärtsspiel bei dem FV Preußen Eberswalde mit 2:0 gewonnen“, freute man sich auf der Facebookseite des Ludwigsfelder FC. Bejubelt wurde kein Big Point für den Brandenburgligisten im Abstiegskampf oder ein Sieg, der die Weichen im Aufstiegsrennen stellt, sondern ein Erfolg aus der Kategorie moralisch wertvoll.

Denn: Beim LFC verhindern sie derzeit mit bemerkenswerter Konstanz den Leistungseinbruch, der oft Teams wegen des mentalen Druckabfalls ereilt, die ein Ziel erreicht haben – der souveräne Spitzenreiter hatte schon in der vergangenen Woche Meisterschaft und Aufstieg in die NOFV Oberliga endgültig gesichert. „Manchmal ist es von Vorteil, wenn der Druck, gewinnen zu müssen, von einem abfällt. Dann ist eine gewisse Freiheit in den Köpfen der Spieler, die einen befreit aufspielen lässt“, sagt Ludwigsfeldes Trainer Volker Löbenberg.

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„Aber der Hauptgrund ist sicherlich die Einstellung der gesamten Mannschaft. Sie hat einen überragenden Teamgest entwickelt, der immer einer der wichtigsten Bestandteile für Siege sein wird. Die Mannschaft hat jedenfalls vom Trainerstab den absoluten Respekt verdient, wie sie immer wieder diese Leistungen abruft.“ Das Resultat: Die Abschiedstournee aus der höchsten Spielklasse des Landes gerät bisher zum Triumphzug: Seit zehn Spielen ist das Ensemble aus der Autobauerstadt unbesiegt, seit neun Partien hat der Club kein Gegentor mehr hinnehmen müssen.

Insgesamt hat der LFC in dieser Spielzeit erst zehn Treffer kassiert – und jagt nun offenbar einen ganz besonderen nationalen Rekord und die Torjäger-Kanone: „Deutschlandweit sollen zehn Gegentreffer der Bestwert sein von der Verbandsliga aufwärts gesehen“, sagt Löbenberg, „so dass die Mannschaft das Ziel hat, diese Anzahl an Gegentreffer zu verteidigen. Diesem Ziel haben sich alle untergeordnet. Dazu will die Mannschaft versuchen, Paul van Humbeeck zum Torschützenkönig zu machen, was natürlich schwer genug ist. Döbbelin ist schon ein absoluter Topstürmer.“ Sachsenhausens Topstürmer hat in dieser Spielzeit bisher 23 Treffer erzielt, van Humbeeck 21 Tore.

Reduziertes Trainings-Programm am Ludwigsfelder Waldstadion

Gefeiert werden könnten am Saisonende also mehrere Erfolge, das letzte Heimspiel der Saison am 9. Juni im heimischen Waldstadion dürfte unabhängig von Bestmarken zum emotionalen Saisonhöhepunkt werden. Zu Gast wird dann der MSV Neuruppin sein, der Tabellenzweite (Start: 15 Uhr).

Auf dem Trainings-Programm am Ludwigsfelder Waldstadion  steht in dieser Woche wieder ein reduziertes Pensum. „Wir haben das Training runter gefahren, trainieren nur noch zwei mal die Woche und das nur freudbetont“, berichtet Volker Löbenberg, „das heißt: Zunächst gibt es ein Kreisspiel vier gegen zwei, dann Technikübungen und ein lockeres Spiel. Aber wie man sieht klappt auch das.“

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