30. August 2018 / 18:02 Uhr

Lukas Japs: Der Dauerbrenner der Brandenburgliga

Lukas Japs: Der Dauerbrenner der Brandenburgliga

Marius Böttcher
Auch auf neuer Position will Lukas Japs für Furore sorgen.
Auch auf neuer Position will Lukas Japs für Furore sorgen. © Marius Böttcher
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Der Linksfuß des MSV Neuruppin hat seit fast zweieinhalb Jahren kein Ligaspiel verpasst.

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Mit Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Christian Günter (SC Freiburg), Naldo (Schalke 04) und Benjamin Pavard (VfB Stuttgart) haben insgesamt vier Feldspieler die „perfekte“ Bundesliga-Saison 2017/18 mit 3060 Minuten auf dem Platz vollendet. Dieses Kunststück gelang Lukas Japs in der vergangenen Brandenburgliga-Spielzeit zwar nicht, dennoch sind die Werte des offensiven Kickers vom MSV Neuruppin beeindruckend.

112 Brandenburgliga-Spiele hat der technisch beschlagene Linksfuß in seiner Vita zu stehen, dabei erzielte er achtbare 26 Tore. Was sich wie die Werte eines alten Hasen, eines echten Routiniers der höchsten Spielklasse des Landes liest, sind die des Lukas Japs, einem 21-Jährigen. „Ich bin manchmal selbst überrascht, wie gut mein Körper auf die robuste Gangart in dieser Liga reagiert, bislang blieb ich glücklicherweise auch von größeren Verletzungen verschont“, verrät der Dauerbrenner, der letztmals am 2. April 2016, dem Auswärtsspiel in Eisenhüttenstadt am 21. Spieltag der Saison 2015/16, ein Ligaspiel seiner Neuruppiner verpasst hat. In den 70 Partien seitdem stand der in Tramnitz, einem Ortsteil der Gemeinde Wusterhausen/Dosse, wohnende Japs immer auf dem grünen Rasen, davon sogar 67-mal in der Startformation.

In Bildern: Auftaktremis zwischen dem TuS Sachsenhausen und dem MSV Neuruppin in der Brandenburgliga.

Seit dieser Saison neu im Team des TuS 1896 Sachsenhausen, zum Auftakt gegen den MSV aber auf der Bank: Torhüter Stefan Demuth. Zur Galerie
Seit dieser Saison neu im Team des TuS 1896 Sachsenhausen, zum Auftakt gegen den MSV aber auf der Bank: Torhüter Stefan Demuth. © Robert Roeske
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Seine ersten fußballerischen Schritte machte er bei Blau-Weiß Wusterhausen, danach folgte ein interessanter Werdegang: „In der E-Jugend hab ich dann bei Rot-Weiß Kyritz gespielt und konnte mich auch für die Kreisauswahl empfehlen, wo ich unter Rüdiger Otto trainiert habe.“ Bei den Auswahlturnieren muss sich der kleine Lukas ebenfalls gut geschlagen haben, schließlich waren die Sportschulen aus Cottbus, Schwerin und Neubrandenburg an dem Flügelflitzer interessiert. „Für Cottbus wäre es zu früh gewesen, in Schwerin hielt man mich für zu schmächtig“, erinnert sich Japs. Letztlich fiel die Wahl auf Neubrandenburg, wo er im C-Junioren-Alter für den dortigen 1. FC kickte, nach zwei Jahren jedoch den Weg Richtung Heimat suchte: „Der Aufwand war zeitlich und finanziell einfach zu hoch. Das hat sich auf Dauer nicht gelohnt.“

Seit jeher fühlt er sich beim Märkischen Sportverein in der Fontanestadt sehr wohl, entwickelte sich im Nachwuchsbereich unter Mario Stärck weiter und sammelte schon als A-Junior Erfahrungen im Männerbereich. Kurz nach seinem 18. Geburtstag feierte er im Oktober 2014 unter dem damaligen MSV-Trainer Dietmar Bletsch beim 2:1-Heimsieg gegen Seelow sein Brandenburgliga-Debüt. „Eine Woche später stand ich dann in Eisenhüttenstadt sogar in der Startelf“, verrät Japs, der sich an den spielerischen Fähigkeiten von Toni Kroos, Luka Modric oder Thiago erfreuen kann. Alle zwei Wochen im Volksparkstadion zu spielen, ist für den gelernten Linksaußen, der in dieser Saison mehr aus dem Zentrum agieren soll, etwas Besonderes: „Die Heimspiele machen immer Spaß, unser Platz ist vermutlich der beste der Liga.“

In Bildern: Babelsberg 03 setzt sich im Landespokal-Halbfinale beim MSV Neuruppin mit 2:0 durch.


Die gastgebenden MSV-Kicker begutachteten schon weit vor dem Anpfiff das Grün. Zur Galerie
Die gastgebenden MSV-Kicker begutachteten schon weit vor dem Anpfiff das Grün. © Frank Neßler

Gern erinnert sich der im Pritzwalker Kinder- und Jugendheim arbeitende Erzieher an die vielen Erlebnisse im MSV-Trikot, drei Momente kann er dabei hervorheben: „Gegen den Werderaner FC habe ich meinen ersten Doppelpack erzielt, toll war auch der Derbysieg gegen Neustadt, gegen die wir uns immer sehr schwer getan haben. Das größte Highlight war aber bislang das Landespokal-Halbfinale gegen Babelsberg 03 vor einer überragenden Kulisse.“ Sein Hunger nach Erfolg ist aber noch lange nicht gestillt, auch in der jüngst gestarteten Saison will er mit dem Vorjahresvierten oben angreifen. „Ein guter Start ist enorm wichtig, weil die Liga in diesem Jahr noch stärker ist. Ich denke, dass sechs bis acht Mannschaften vorne dabei sein können. Hoffentlich auch wir“, freut sich Japs auf den Heimauftakt gegen den FSV Bernau: „Der Gegner will mitspielen, das liegt uns besser. Es wird intensiv werden, ich habe aber ein gutes Gefühl. Ohnehin fühle ich mich in der zentralen Offensive sehr wohl, will dort noch torgefährlicher werden und zehn Saisontore schießen.“

Bleibt der Youngster auch weiterhin von Verletzungen befreit und hält sich seinen Trainingsfleiß bei, kann es vielleicht sogar mal eine Etage höher gehen. „Es gibt immer mal wieder Angebote, doch ich bin hier absolut glücklich. Mein Ziel ist es, in drei oder vier Jahren Oberliga zu spielen. Am liebsten mit dem MSV“, stellt Lukas Japs klar.

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