Noah Plume (hier in einem früheren Spiel) erzielt den Siegtreffer. © Hanke (Archiv)

Extrem viele Standards in Lüneburg, aber der Havelser Siegtreffer fällt nach einem Konter

Der TSV Havelse nimmt vom "schlechtesten Platz der Regionalliga" (Kiene) drei Punkte mit.

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„Das war heute ein Abnutzungskampf, bei dem die Jungs über ihre Grenzen gehen mussten“, fasste Alexander Kiene das erfolgreiche Gastspiel beim Lüneburger SK Hansa zusammen. Und der Coach des Fußball-Regionalligisten TSV Havelse fügte nach dem knappen 1:0-Erfolg mit Blick auf die Personalprobleme hinzu: „Ich bin wahnsinnig stolz, darauf, wie die Mannschaft das heute wieder gewuppt hat.“

Von Beginn an gingen beide Teams die Aufgabe mit große Einsatzbereitschaft und Leidenschaft an. An schönen Fußball war aber nicht nur wegen der extrem kampfbetonten Spielweise nicht zu denken, die Umstände ließen einfach nicht mehr zu. „Das ist der schlechteste Platz in der Regionalliga“, klagte Kiene.

Sowohl die Lüneburger als auch die Havelser versuchten es deshalb oft mit Fußball der Marke „Kick and rush“. Genau darauf hatte es Kiene allerdings durch die Wahl eines 4-3-3-Systems ohnehin abgesehen. „Wir wollten den Gegner im Spielaufbau mit drei Offensivspielern attackieren, um sie zu langen Bällen zu zwingen.“ Zudem gab es aufgrund der Flut an intensiven Zweikämpfen und auch Fouls reichlich Standardsituationen. „So viele Freistöße, Ecken und weite Einwürfe haben ich selten erlebt“, konstatierte der TSV-Coach.

Weil beide Seiten allerdings in der Defensive extrem aufmerksam und konsequent arbeiteten, blieben Chancen Mangelware. „Aus dem Spiel heraus haben wir vor der Pause nichts zugelassen, keine Konter gefangen“, so Kiene. Gefährlich wurde es nur bei ruhenden Bällen. Da habe es ein-, zweimal gebrannt. Die Gäste ihrerseits verzeichneten drei Abschlüsse durch Deniz Undav: Einmal scheiterte er frei vor dem Tor am Keeper, dazu verzog er einmal per Freistoß und einmal aus der Distanz.

Die ersten zehn Minuten nach der Pause gehörten den Gästen, die durch Deniz Cicek eine weitere Großchance vergaben (52.). Danach drückten die Lüneburger, die den TSV mit langen Bällen am eigenen Strafraum quasi festnagelten. „Die wollten das Tor erzwingen“, so Kiene. „Die Phase von der 60. bis zur 75. Minute mussten wir überstehen. Da haben die Jungs mit allem, was sie haben, verteidigt.“

Das gelang. Zwei, drei brenzlige Situationen nach Standards, ein paar geblockte Schussversuche, ein Pfostentreffer – zu mehr reichte es nicht für die Hausherren. Die Havelser jedoch setzten in der Schlussphase den entscheidenden Konter: Torben Deppe traf den Pfosten, und Noah Plume staubte zum 1:0 ab (76.).

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