04. Juli 2018 / 07:58 Uhr

LVB-Kicker kehren in Landesklasse zurück

LVB-Kicker kehren in Landesklasse zurück

Frank Müller
Die SG LVB wurde Meister in der Stadtliga – der Jubel war groß.
Die SG LVB wurde Meister in der Stadtliga – der Jubel war groß. © Dirk Knofe
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Trainer Goretzky hat in drei Jahren starkes Stadtmeister-Team aufgebaut

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Leipzig. Drei Jahre ist es her, dass die Fußballer der SG LVB aus der Landesklasse abgestiegen sind. Danach übernahm der heute 37-jährige Thomas Goretzky die Trainergeschicke bei den Blau-Gelben. Nun hat er mit seinen „Straßenbahnern“ den Stadtmeistertitel geholt und kehrt damit zurück in die Landesklasse.

Eigentlich hatte LVB den Aufstieg nicht zwingend zum Ziel. „Die Plätze eins bis drei waren im Visier“, erklärt Goretzky, „wir haben eigentlich nur von Spiel zu Spiel gedacht, wie man so schön sagt. Als wir dann aber im April eine tolle Serie hingelegt haben, zeichnete sich ab, dass wir es schaffen können.“

Im April gewannen die Jungs um Torwartroutinier Christian Kaiser sage und schreibe alle sieben Spiele. Diese 21 Punkte gaben den entscheidenden Schub. „Wir haben die Spitzenspiel gewonnen “, stellt Goretzky nüchtern fest. Und damit schließlich die beiden Konkurrenten aus Leutzsch, Chemie II und TuS, abgeschüttelt, ebenso den SV Tapfer, der noch Dritter geworden ist.

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An dem Erfolg habe jeder seinen Anteil, so Goretzky. „Wir haben zumindest auf dem Papier einen Riesenkader, eine gute Mischung aus Jung und Alt. Der Erfolg schweißte uns zusammen.“ Ebenso die schwierige Situation auf dem Sportplatz „Neue Linie“, wo vor anderthalb Jahren – immer noch nicht gefasste – Brandstifter das alte Sozialgebäude abfackelten. Seit dem müssen die LVBer improvisieren, was insbesondere im Winter nicht ganz einfach ist. Ein neues Gebäude ist schon projektiert, die Finanzierung steht. „Der Bauantrag liegt beim Bauamt“, sagt LVB-Fußball-Abteilungsleiter Steve Büchner, „unser Ziel ist es, dass im Juli diesen Jahres mit dem Bau begonnen wird.“

Dass die schwierige Situation auf dem Sportplatz ebenso den Zusammenhalt der Truppe stärkt wie Siege, betont auch der mit dem Coach gleichaltrige Keeper Kaiser. „Ich muss den Hut vor allen ziehen, dass sie alles so klaglos hinnehmen, die Arbeit auf viele Schultern verteilen. Ich bin stolz darauf. Auch darauf, dass wir auf dem Rasen wert auf spielerische Lösungen legen. Der Trainer stellt uns gut ein, er macht sich stets viele Gedanken“, lobt er Goretzky. Und mit Bezug aufs neue Sozialgebäude bekennt er: „Ich will noch so lange spielen, dass ich mich noch darin umziehen und duschen kann.“ Ein Torwart kann bekanntlich lange spielen, hoffentlich muss er mit diesem Ziel nicht zu lange …

Coach Goretzky weiß, dass es angesichts der momentanen Bedingungen trotz des Aufstiegs nicht einfach ist, neue Spieler an die Neue Linie zu locken. Zugleich besteht die Gefahr, das bisherige Stützen von anderen Vereinen weggeholt werden. So weckt der Sudanese Maaz Abdelrahim mit seinen 16 Saisontoren Begehrlichkeiten, auch Kevin Bockhorn (15 Treffer) oder der Youngster Friedrich Malgut (10) werden von anderen Vereinen kontaktiert, oder gar „angebaggert“. Goretzky hofft natürlich seine Jungs möglichst zusammenhalten zu können. „Wir werden uns sportlich gut aufstellen, haben gute Stimmung im Team und ja auch einen guten Trainer“, sagt Goretzky nicht ohne Selbstironie. Mit einer leichten Saison rechne er aber in der Landesklasse freilich nicht.

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