USER-BEITRAG Dietrich Mateschitz droht mit Rückzug. © Arne Dedert

LVZ-Exklusiv: RB-Lizenz wackelt - Mateschitz schäumt

Die DFL hat die Beschwerden von RB gegen die Lizenz-Auflagen abgewiesen. RB-Chef Mateschitz schießt im LVZ-Interview scharf zurück.

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Leipzig. Der Aufstieg war nach dem 5:1 gegen Saarbrücken perfekt, die Zweitliga-Lizenz sollte nach Überzeugung der RB-Leipzig-Bosse in Kürze folgen. Am Donnerstag der Schock für Club und Fans. Die Deutsche Fußball-Liga DFL (Frankfurt/Main) hat die RB-Beschwerde gegen Lizenz-Auflagen in allen Punkten abgelehnt und pocht weiter auf Nachbesserungen. In einem exklusiven Interview mit der Leipziger Volkszeitung (Ausgabe vom Donnerstag) schießt Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz scharf gegen die DFL.

Kritikpunkte der DFL: Das RB-Logo sei zu nah am Werbeauftritt von Red Bull angelehnt, die Zutrittsbarrieren für Mitglieder seien zu hoch und die Führungspositionen ausschließlich von Mateschitz-Untergebenen besetzt. Der 69-jährige Österreicher äußerte sich jetzt erstmals zur Lizenz-Problematik: "Man verlangt von uns vor allem - und zwar schriftlich -, dass wir auf jedwedes Mitspracherecht im Verein verzichten. Das heißt im Klartext, dass wir zwar weiterhin Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe tätigen dürfen, aber gleichzeitig unseren eigenen Entmündigungsantrag unterschreiben sollen. Ich will nicht polemisch werden, aber ich dachte, ich bin im falschen Film."

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Die Forderungen der DFL nach demokratischeren Führungstrukturen kämen laut Mateschitz "einem unsittlichen Antrag nahe", könnten "so nie und nimmer funktionieren und zu sportlichem Erfolg führen". Mateschitz: "Ich glaube nicht, dass wir auf diese Art und Weise mit Sebastian Vettel vier Mal Formel-1-Weltmeister geworden wären."

Der Milliardär hofft immer noch auf eine Einigung mit der Deutschen Fußball-Liga. "Wir versuchen nach wie vor, einen Konsens mit der DFL zu finden. Aber wir wollen auch niemanden zwangsbeglücken, das haben wir ehrlich gesagt auch nicht notwendig."

Am 28. Mai tagt in Frankfurt/Main der Lizenzierungsausschuss unter der Leitung von DFL-Chef Christian Seifert. Danach könnte die Lizenz-Frage für RB Leipzig ein Fall für ordentliche Gerichte werden. Diesen Weg wollten alle Beteiligten verhindern.

Lesen Sie das gesamte Interview im Sportteil der Leipziger Volkszeitung vom Donnerstag, im E-Paper oder bei LVZ-Online Extra.

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