04. September 2018 / 09:41 Uhr

Magdeburger Standardschwäche verhindert ersten Zweitliga-Sieg

Magdeburger Standardschwäche verhindert ersten Zweitliga-Sieg

Redaktion Sportbuzzer
Magdeburger Enttäuschung nach dem Abpfiff: In Kiel gab es am Ende nichts zu holen.
Magdeburger Enttäuschung nach dem Abpfiff: In Kiel gab es am Ende nichts zu holen. © dpa
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Die Bördestädter haben nach der Niederlage bei Holstein Kiel zwei Wochen Zeit, den Schlüssel zum ersten Saisonsieg zu finden.

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Magdeburg. Fast 75 Minuten lang war die blau-weiße Fußballwelt in Ordnung. Der Matchplan von Trainer Jens Härtel beim Favoriten Holstein Kiel schien aufzugehen: Die neu formierte Viererkette mit FCM-Debütant Romain Brégerie und Dennis Erdmann in der Innenverteidigung hatte Kiels Offensive weitgehend im Griff. Vorne hatte Philip Türpitz (65.) nach schöner Kombination über Marcel Costly und Christian Beck sein erstes Zweitligator für den 1. FC Magdeburg erzielt. Doch die Führung konnte der FCM nicht über die Zeit von 16 Minuten retten.

Bilder vom Spiel Holstein Kiel gegen den 1. FC Magdeburg

Der Sportdirektor von Holstein Kiel, Fabian Wohlgemuth, spricht während eines TV-Interviews vor dem Anpfiff. Zur Galerie
Der Sportdirektor von Holstein Kiel, Fabian Wohlgemuth, spricht während eines TV-Interviews vor dem Anpfiff. ©
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In der 74. Minute kassierten die Gäste mit dem Freistoß von Alexander Mühling den Ausgleich - wieder ein Standardgegentreffer. „Das Tor fiel etwas unglücklich. Man hat schon gemerkt, dass das für die Mannschaft nicht so leicht zu verdauen war“, befand Härtel. In der Tat übernahm Holstein nach dem Ausgleich das Heft des Handelns, Magdeburg geriet unter Druck. So war der Kieler Siegtreffer per Kopf von Aaron Seydel (87.) folgerichtig. „Ein Fehler auf der Außenbahn reichte dann“, analysierte Härtel.

Torwart Fejzic in der Kritik

Es sind die kleinen Dinge, die ihn optimistisch stimmen. „Trotzdem können wir ein paar positive Sachen mitnehmen. Ich denke, wenn wir am Ende mit einem Punkt nach Hause fahren, kann sich niemand beschweren“, erklärte Härtel. In der Tat wäre ein Punktgewinn möglich gewesen, wenn die Schwäche bei Standards nicht wäre: der FCM kassierte den dritten direkt verwandelten Freistoß im vierten Ligaspiel.

Mehr zum Spiel

Die Kritik an FCM-Keeper Jasmin Fejzic wächst. „Gefühl geht jeder Schuss bei uns momentan ins Tor“, beklagte Dennis Erdmann. Dies sei jedoch nur eine Momentaufnahme. „Wenn wir das 1:0 länger über die Bühne gebracht hätten, wäre es sicher anders gelaufen“, ergänzte der Verteidiger. Anders gelaufen wäre das Spiel vermutlich auch, wenn Schiedsrichter Kampka nach Foul an Costly auf Notbremse und Rot für Kiels Jonas Meffert entschieden hätte (55.). Es gab stattdessen nur die gelbe Karte.

Die Magdeburger haben nun in der Länderspielpause zwei Wochen Zeit, den Saisonstart zu analysieren und sich auf die Suche nach dem Schlüssel zum ersten Saisonsieg zu machen. Zeit, die der FCM vielleicht auch brauchen kann, um den Frust der ersten Saisonpartien aus den Köpfen zu bekommen, bevor nach der Pause erneut montags das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld ansteht.

Malte Zander

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