18. August 2018 / 22:45 Uhr

Magische Pokalnacht: Hansa Rostock schmeißt VfB Stuttgart aus dem DFB-Pokal

Magische Pokalnacht: Hansa Rostock schmeißt VfB Stuttgart aus dem DFB-Pokal

Sönke Fröbe
Knipste das 1:0 für den FC Hansa im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart: Cebio Soukou.
Knipste das 1:0 für den FC Hansa im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart: Cebio Soukou. © LUTZ BONGARTS
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Der Drittligist schlägt das favorisierte Bundesliga-Team mit 2:0. Cebio Soukou und Mirnes Pepic lassen mit ihren Treffern das Ostseestadon beben.

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Hansa hat die Sensation geschafft! Im Erstrundenduell des DFB-Pokals besiegten die Rostocker am Samstagabend Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart mit 2:0 (1:0). Die Tore zum verdienten Triumph erzielten vor 24400 Zuschauern im ausverkauften Ostseestadion Cebio Soukou (8.) und Mirnes Pepic (85.). Damit geht die historische Serie der Rostocker gegen den VfB weiter: Nach 1992, 1999 und 2005 warfen sie die Süddeutschen zum vierten Mal aus dem lukrativen Wettbewerb.

Kai Bülow neu in der Innenverteidigung​

Gegen den dreimaligen Bundesliga-Meister beorderte Dotchev den erfahrenen Bülow erstmals in die Innenverteidigung. Rieble rückte dafür raus auf seinen angestammten Platz in der Viererabwehrkette, Scherff rotierte auf die Tribüne. Pepic spielte mit Wannenwetsch vor der Viererkette.

So lief das Spiel: Der Liveticker zum Nachlesen

Eine Unachtsamkeit von Bülow hatte die erste Stuttgarter Chance zur Folge, doch VfB-Kapitän Gomez verfehlte aus 14 Metern das Hansa-Tor (3.). Glück für die Rostocker, bei denen sich die anfängliche Nervosität anschließend zusehends legte.

Cebio Soukou bringt das Ostseestadion zum Beben​

Nachdem die Stuttgarter zwei gute Offensivaktionen der Gastgeber rechtzeitig entschärfen konnten, unterlief Ex-Nationalspieler Badstuber ein folgenschwerer Ballverlust, den Soukou gedankenschnell nutzte. Der Stürmer setzte sich auf der rechten Seite durch und ließ Nationaltorhüter Zieler aus spitzem Winkel keine Chance: 1:0 für den Außenseiter – das Ostseestadion wurde zum brodelnden Hexenkessel (8.).

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Der Bundesliga-Siebte der Vorsaison brauchte in seinem ersten Pflichtspiel einige Minuten, um diesen frühen Rückstand wegzustecken. Nach 20 Minuten hatten die Schwaben das Geschehen gegen aufmerksame und laufstarke Gastgeber weitgehend unter Kontrolle, vor dem Hansa-Tor konnten sie sich aber nicht entscheidend in Szene setzen. Hansa versuchte durch Konter Nadelstiche zu setzen, dabei ließ vor allem der starke Souko Ex-Nationalspieler Badstuber ein ums andere Mal schlecht ausehen.

Gelios pariert Aogo-Freistoß​

Brandgefährlich wurde es für Hansa in der 27. Minute, als Aogo aus der Distanz abzog, das Rostocker Tor aber knapp verfehlte. Der Takt der VfB-Chancen wurde nun kürzer: Drei Minuten später warf sich Hansa-Kapitän Riedel in höchster Not in einen strammen Schuss von Gonzales und lenkte den Ball damit einen halben Meter am Tor der Gastgeber vorbei. Baumgartel drosch einen von Bülow per Kopf abgewehrten Ball von der Strafraumgrenze über das Gehäuse (34.). Noch fehlte es den mit fünf deutschen Nationalspielern (Zieler, Aogo, Castro, Badstuber, Gomez) angetretenen Gästen an Genauigkeit.

In der 40. Minute versuchte es Freistoßschütze Aogo zwar mit einem Präzisionsschuss, doch Hansa-Keeper Gelios parierte glänzend und holte den schwierigen Ball aus dem kurzen Winkel. Mit viel Engagement und großer Leidenschaft überstand Hansa die Stuttgarter Drangperiode und rettete die Führung in die Halbzeitpause. Die begeisterten Zuschauer verabschiedeten die Blau-Weißen nach zweiminütiger Nachspielzeit mit stehenden Ovationen in die Kabine.

Bundesligist zu harmlos

Nach dem Seitenwechsel spielte sich das Geschehen zunächst weitgehend in der Hälfte der Rostocker ab. In der 52. Minute hätte Gonzales den Ausgleich machen müssen: Der Mittelfeldmann kam völlig frei vor Schlussmann Gelios zum Kopfball, verfehlte das Tor aber. Eine Minute später köpfte auch Didavi aus aussichtsreicher Position über das Tor. Hansa konnte nun kaum noch für Entlastung sorgen. Die wenigen Offensivversuche wurden von Stuttgart schnell unterbunden.

Die Gäste hatten zwar viel Ballbesitz, im Spiel nach vorne fehlte es den Süddeutschen aber an zündenden Ideen. Wenn Sie mal in den Strafraum vordringen konnten, schalteten die leidenschaftlich fightenden Rostocker im entscheidenden Moment den Schritt schneller. Zudem erwies sich Keeper Gelios an diesem Abend als sicherer Rückhalt. Die Dotchev-Elf ging ans Limit, die Zuschauer feierten das mit stehenden Ovationen und Gesängen und feuerten ihr Team an.

Pepic macht den Deckel drauf​

Und das drehte dann noch mal richtig auf: Nach einem der ganz seltenen Konter leitete Soukou ein Eingabe des eingewechselten Evseev glänzend auf Pepic weiter und der vollstreckte eiskalt zum 2:0 (85.) – die Vorentscheidung! Die Zuschauer tobten und feierten bis zum erlösenden Schlusspfiff. Um 22.35 war der Triumph perfekt, was für eine magische Pokalnacht!

FC Hansa: Gelios - Rankovic, Riedel, Bülow, Rieble - Breier, Wannenwetsch, Pepic, Biankadi (56. Hildebrandt) - Soukou (89. Reinthaler), Königs (80. Evseev).
Tore: 1:0 Soukou (9.), 2:0 Pepic (85.).
Schiedsrichter: Florian Stieler (Hamburg).
Zuschauer: 24400.

Jetzt abstimmen: Welche Noten würdet Ihr den Hansa-Profis nach dem Stuttgart-Spiel geben?

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