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Maik Walpurgis leitet erstes Training als Chefcoach von Dynamo Dresden

Jochen Leimert
Gute Laune bei Maik Walpurgis und seinen Co-Trainern Massimiliano Porcello (links) und Matthias Lust (rechts). © Jochen Leimert

Der neue Trainer der Dresdner hat einen Vertrag bis 2020 erhalten und präsentierte sich gut gelaunt und voller Zuversicht.

Dresden. Eine knappe Stunde hat sie gedauert: die Vorstellung des neuen Dynamo-Cheftrainers Maik Walpurgis am Dienstagmittag im Dresdner Stadion. Gut gelaunt und voller Zuversicht präsentierte sich der 44-Jährige, der einen Vertrag bis 2020 (gültig für die ersten beiden Ligen) erhält, bei seinem ersten Auftritt als verantwortlicher Chefcoach der Schwarz-Gelben. Dem gebürtigen Herforder war anzumerken, wie zufrieden er ist, dass er nach knapp dreiwöchiger Wartezeit den Zuschlag für den Job bei Dynamo bekommen hat. “Ich freue mich, die Mannschaft und jeden einzelnen kennen zu lernen”, sagte der Westfale. Er freue sich auf einen “fantastischen Club mit tollen Fans”. Er möchte nun in den nächsten Monaten die Mannschaft aus dem Formtief führen. “Stabilisierung und Weiterentwicklung - diese Ziele wollen wir vorantreiben”, sagte der neue Cheftrainer.

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DURCHKLICKEN: Erstes Dynamo-Training unter Maik Walpurgis

Gebanntes Warten an der Lennéstraße: Wann kommt der neue Trainer auf den Platz? © Jochen Leimert
Kevin Ehlers, Sören Gonther und Patrick Wiegers auf dem Weg zum ersten Training unter Maik Walpurgis. © Jochen Leimert
Maik Walpurgis wird auf dem Weg zum ersten Training gleich nach einem Selfie gefragt. © Jochen Leimert
Cheftrainer Maik Walpurgis (l.) und Sportpsychologe Sascha Lense beobachten das Training. © Jochen Leimert
Patrick Ebert bei einem Übung zum Aufwärmen. © Jochen Leimert
Gute Laune bei Maik Walpurgis und seinen Co-Trainern Massimiliano Porcello (links) und Matthias Lust (rechts). © Jochen Leimert
Paul Fromm aus der U19 durfte mittrainieren. © Jochen Leimert
Auch Max Kulke (vorn) aus der U19 durfte mit den Profis schwitzen. © Jochen Leimert
Maximilian Großer stammt ebenfalls aus der U19 und durfte sich mit vorstellen. © Jochen Leimert
Die Größe des Betreuerstabes ist bei Dynamo merklich gewachsen. © Jochen Leimert
Maik Walpurgis sucht das Gespräch mit den Spielern. © Jochen Leimert
Marco Hartmann (Nr. 6) steht seit Montag wieder im Mannschaftstraining. © Jochen Leimert
Ein Kameramann filmt das erste Training unter dem neuen Coach Maik Walpurgis. © Jochen Leimert
Maik Walpurgis im Gespräch mit Innenverteidiger Sören Gonther. © Jochen Leimert
Maik Walpurgis (l.) im Gespräch mit Sören Gonther. © Jochen Leimert
Sport-Geschäftsführer Ralf Minge (l.) beobachtet das Training mit Co-Trainer Matthias Lust und Pressesprecher Henry Buschmann. © Jochen Leimert
Torwarttrainer Brano Arsenovic prüft Tim Boss. © Jochen Leimert
Maik Walpurgis verfolgt das Training seiner neuen Mannschaft. © Jochen Leimert

Sport-Geschäftsführer Ralf Minge erklärte eingangs der Pressekonferenz, dass man schon 2014 nach Dynamos Abstieg einmal miteinander über eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen habe. Doch damals entschied sich Walpurgis, den bei seinem damaligen Club VfL Osnabrück begonnenen Weg weiterzugehen und verlängerte an der Bremer Brücke. “Ich wollte dort niemanden im Stich lassen”, so Walpurgis rückblickend. Seither sei man aber in Kontakt geblieben, bekräftigte Minge, der nach der Entlassung von Uwe Neuhaus am 22. August zuerst bei Walpurgis angefragt habe. “Der Maik war der erste Kandidat, der nach der Trennung von Uwe in Dresden gewesen ist”, versicherte Minge.

Erstes Training der SG Dynamo Dresden unter Walpurgis

Schon da habe es Übereinstimmung in vielen Punkten gegeben, dennoch wollte Dynamo noch andere Szenarien prüfen. Letztlich sei die Wahl aber auf Walpurgis gefallen: “Er hat die meisten Prozentpunkte gehabt”, so Minge. Walpurgis, der mit Ovid Hajou und Massimiliano Porcello gleich zwei Co-Trainer mit nach Dresden bringt, sei ein teamfähiger Trainer, wie ihn Dynamo gesucht habe: “Er geht den interdisziplinären Weg, der zeitgemäß ist”, ist Minge überzeugt. Matthias Lust, einer der beiden Co-Trainer von Uwe Neuhaus, werde weiter zum Betreuerstab gehören und wie bisher die Schnittstelle zum Nachwuchs bilden. Walpurgis kennt sich mit der Arbeit in einem großen Team bereits aus: “Wir haben schon beim FC Ingolstadt mit einem großen Staff gearbeitet”, erklärte der neue Chefcoach. Es gehe jetzt darum “einen fruchtbaren Boden zu schaffen, wo sich jeder einbringen kann”, ergänzte er. Cristian Fiel kann sich derweil wieder seinem Fußballlehrer-Lehrgang in Hennef und der U17 von Dynamo widmen.

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Die Profi-Mannschaft sieht Walpurgis für die 2. Bundesliga als gut zusammengestellt an. Bisher habe er noch mit keinem der aktuellen Dynamo-Profis gearbeitet, er kenne viele aber aus Spielen gegeneinander, erklärte der seit 26 Jahren als Trainer aktive Rotschopf, der sich als emotional beschreibt, aber in den letzten Jahren ruhiger geworden sei. Walpurgis versicherte, er habe sich in den letzten Wochen intensiv mit den SGD-Profis beschäftigt, er habe auch beim 1:2 der Schwarz-Gelben am 2. Spieltag in Bielefeld im Stadion gesessen. Damals sei Dynamo aber noch kein Thema gewesen, die Nähe der Alm zu seinem Wohnort habe für einen Besuch im Stadion gesprochen.

Am Nachmittag leitete Walpurgis erstmals das Training im Großen Garten. Um 15.20 Uhr kam er mit seiner Mannschaft auf den Platz, begleitet vom Beifall etlicher Fans, die seit mehr als einer halben Stunde auf den neuen Coach und sein Team gewartet hatten. Seine neuen (alten) Co-Trainer waren auch schon mit von der Partie - ebenso die U19-Talente Kevin Ehlers, Max Kulke, Paul Fromm und Maximilian Großer. Walpurgis ordnete zum Kennenlernen eine eher lockere Einheit an, am Mittwoch wird es auch nur eine Einheit geben.

Dynamo Dresden stellt Maik Walpurgis vor

Am Donnerstag fährt die Mannschaft dann nach Regensburg, wo am Freitagabend (18.30 Uhr) das erste Spiel für ihn als Dynamo-Coach ansteht. Das Team von Achim Beierlorzer kenne er gut, erklärte Walpurgis, der eine seiner letzten Niederlagen als Coach des FC Ingolstadt zu Saisonbeginn 2017/18 gegen den SSV hinnehmen musste. Damals verlor sein Team gegen den Jahn mit 2:4. Nach zwei weiteren Niederlagen wurde er entlassen. Ein Szenario, das sich bei Dynamo keinesfalls wiederholen soll. Ein Szenario, das sich Dynamo auch nicht leisten kann.

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