08. November 2018 / 15:12 Uhr

"Mal zum Orthopäden schicken": Goltern-Trainer Kuhn bemängelt Chancenverwertung 

"Mal zum Orthopäden schicken": Goltern-Trainer Kuhn bemängelt Chancenverwertung 

Tobias Kurz
Golterns Trainer Gustav Kuhn  schaute etwas verfroren in den Calenberger Nieselregen.
Golterns Trainer Gustav Kuhn schaute etwas verfroren in den Calenberger Nieselregen. © zehrfeld
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Eigentlich läuft beim TSV Goltern alles nach Maß: Tabellendritter der Kreisliga 3 und mittendrin im Rennen um den Aufstieg. Nach zuletzt sechs Siegen in Folge, sollte Gustav Kuhn zufrieden sein - die Chancenverwertung seiner Mannschaft lässt den Trainer jedoch hadern.

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Es läuft rund beim TSV Goltern: Sechs Siege in Serie feierte der Kreisligist zuletzt, seit der höchst unglücklichen 3:4-Niederlage gegen den unangefochtenen Spitzenreiter Mühlenberger SV Anfang September sind die Barsinghäuser ungeschlagen.

Grund zur Euphorie gibt es beim Tabellendritten also genug. Für Trainer Gustav Kuhn gibt es allerdings auch berechtigten Anlass zu Sorge. Der Grund: die schwache Chancenverwertung seiner Spieler.

Großbaustelle Chancenverwertung

Bei den jüngsten Siegen gegen die Kellerkinder TSV Ingeln-Oesselse (5:3) und TSV Gestorf (3:1) mühten sich die Golterner erstaunlich lange, ehe die drei Punkte unter Dach und Fach waren. In beiden Spielen war der der TSV dem Gegner in allen Belangen überlegen – abgesehen von der Effizienz. Für Kuhn ist die Fahrlässigkeit seiner Offensivabteilung „Wahnsinn“.

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"Weiß gar nicht, wie die Jungs das schaffen"

Ungläubig meinte er nach dem Zittersieg gegen Schlusslicht Gestorf: „Ich weiß gar nicht, wie die Jungs das schaffen, solche Dinger liegen zu lassen.“ Doppelpacker Manuel Keil rettete seinem Team letztlich die drei Punkte (84., 85.) und verhinderte die Gestorfer Sensation.

Ein ähnliches Bild am vergangenen Sonntag in Ingeln-Oesselse: Der Tabellen-13. glänzte mit Effektivität und traf dreimal – die Golterner kamen erst in den letzten zwanzig Minuten zum verdienten 5:3-Erfolg.

"Den ein oder anderen mal zum Orthopäden schicken"

„Den einen oder anderen müsste man mal zum Orthopäden schicken, damit er denen die Füße wieder richtig einstellt“, sagte Kuhn kürzlich nicht ganz ernst gemeint über die Abschlussschwäche seiner Spieler. Woche für Woche muss der Coach an der Seitenlinie bis zum Schluss zittern – weil Goltern es regelmäßig versäumt, frühzeitig den Sack zuzumachen.

„Wir könnten das Ding gemütlich nach Hause spielen, aber machen uns das Leben dann selber schwer“, haderte Kuhn. Ein in dieser Saison altbekanntes Problem, das Goltern auch schon Punkte kostete.

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Im September brachten es die Barsinghäuser fertig, viermal in fünf Spielen 1:1 zu spielen. Bis auf das eher glückliche Remis gegen die SG 05 Ronnenberg war in allen Spielen mehr drin. Den Remis-Fluch hat Goltern längst hinter sich gelassen, das Chancenproblem bleibt.

"Gewinnen die Spiele auch so"

Im Vergleich zu den übrigen Top-Vier-Teams Mühlenberg (68), Grasdorf (52) und Ronnenberg (45) ist die Torausbeute des TSV deutlich geringer (35). „Im Moment läuft es bei uns, wir gewinnen die Spiele auch so“, meinte Kuhn, der vor der Saison die Plätze eins bis drei anvisierte.

Der Kurs stimmt also, die Hinrundenbilanz ist „sehr positiv“, wie Kuhn bekräftigte. Dennoch: Hält der Golterner Chancenwucher an, könnte das auch ganz schnell bestraft werden.

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