31. Oktober 2017 / 23:25 Uhr

Malchower SV enttäuscht bei Torfestival: Waren nur  Fahnenstangen auf dem Platz

Malchower SV enttäuscht bei Torfestival: Waren nur  Fahnenstangen auf dem Platz

Johannes Weber
War sehr enttäuscht nach der 5:6-Niederlage in Charlottenburg: Malchows Trainer André Schröder.
War sehr enttäuscht nach der 5:6-Niederlage in Charlottenburg: Malchows Trainer André Schröder. © Johannes Weber
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Inselstädter kassieren beim Tabellenschlusslicht Charlottenburger FC Hertha eine 5:6-Niederlage.

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André Schröder, Trainer des Malchower SV, war nach dem Abpfiff mächtig bedient. Seine Schützlinge verloren bei einem verrückten Torfestival gegen das Tabellenschlusslicht Charlottenburger FC Hertha mit 5:6 (1:1). Der MSV spielte über 70 Minuten in Überzahl, da CFC-Kicker Vedat Temel (18.) schon in der Anfangsphase die Gelb-Rote Karte sah. "Wir waren heute nur Fahnenstangen auf dem Platz", fand Schröder gegenüber Fußball-Schule-Berlin-TV klare Worte.

Dabei ging alles so gut los, nach nicht mal einer Minute brachte Tobias Täge die Gäste in Führung. Zudem flog Temel vom Platz, doch die Berliner zeigten sich von den Rückschlägen in den ersten Minuten unbeeindruckt. Durch Nemanja Samardzic (20.) glich Hertha aus.

Die Hausherren drehten besonders nach dem Seitenwechsel auf, gingen mit 3:1 in Front. Täge verkürzte zwar für die Malchower auf 2:3, doch defensiv zeigten sich die Inselstädter sehr anfällig. Hertha spielte sich in einen Rausch, erhöhte durch drei Treffer in elf Minuten auf 6:2. "Da fragt man sich langsam, was in den Köpfen einiger Spieler in unserer Mannschaft vorgeht", ärgerte sich Schröder und ergänzte: "Charlottenburg hat gekämpft und wurde durch den größeren Siegeswillen mit drei Punkten belohnt."

Trotz des klaren Rückstands wurde es in der Schlussphase noch einmal eng. Malchow kam durch Treffer vom eingewechselten Patrick Pretzer, Täge und ein Elfmetertor von Toralf Schult auf 5:6 heran. Allerdings ist der MSV zu spät aufgewacht, denn wenig später war Schluss.

Nach dem überraschenden Landespokal-Aus beim SV Pastow (1:2) und zuletzt vier Liga-Niederlagen in Folge müssen die Malchower aufpassen, nicht tiefer in den Abstiegskampf zu rutschen. Als Tabellenneunter hat der MSV (14 Punkte) noch fünf Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsrang. Die Schröder-Elf stellt mit 28 Gegentreffern zudem die viertschlechteste Abwehr der NOFV-Oberliga Nord. Am Sonnabend (14.00 Uhr) folgt das Heimspiel gegen den SC Staaken aus Berlin, dann sollten die Mecklenburger ein anderes Gesicht zeigen.

Malchower SV: Buschke - Quaschning, Schameitke, Schult, Eusterfeldhaus -  Schumski, Lagiewczyk (35. Freyer), Grotkopp, Billep (86. Selig) - N'Diaye (66. Pretzer), Täge.
Tore: 0:1 Täge (1.), 1:1 Samardzic (20.), 2:1 Ayvaz (47.), 3:1 Silva Megalhaes (60.), 3:2 Täge (63.), 4:2 Donner (70.), 5:2, 6:2 Megalhaes (75., 80.), 6:3 Pretzer (85.), 6:4 Täge (88.), 6:5 Schult (90. +2/Foulelfmeter).
Zuschauer: 97.

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