23. August 2018 / 10:53 Uhr

Malone ist Lok Leipzigs heimlicher Standard-König

Malone ist Lok Leipzigs heimlicher Standard-König

Fabian Held
Großer Jubel: Ryan Malone nach seinem 1:0 gegen Meuselwitz.
Großer Jubel: Ryan Malone nach seinem 1:0 gegen Meuselwitz. © Thomas Kube
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Einsatz und Wille zeichnen den 26-jährigen Ryan Malone vom 1. FC Lok Leipzig aus.

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Leipzig. Bei der Frage muss Ryan Malone lachen. „Nein“, sagt der US-Amerikaner und grinst, „ich bin schon richtig aufgeführt“. Dabei kann der geneigte Fan schnell durcheinanderkommen. Schließlich ist der 26-Jährige als defensiver Mittelfeldspieler auf der Homepage gelistet und wird regelmäßig als solcher eingesetzt. Gleichzeitig ist er mit drei Toren in vier Spielen aber derzeit der beste Torschütze von Lok Leipzig. Schon in der vergangenen Spielzeit traf er 13 Mal.

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Das Geheimnis dahinter ist die Art, wie Malones Tore fallen: Der erste Treffer war ein Kopfball nach einer Ecke, der zweite ein direkt verwandelter Freistoß und der dritte ein Elfmeter. Also: alles mehr oder weniger Standardsituationen. Seine Stärke holt sich der 1,88-Meter-Mann vor allem im Training: „Repetition“, ist da das englische Schlüsselwort. Soll heißen: „Üben, üben, üben.“

Seit etwas mehr als einem Jahr ist Malone mittlerweile bei Lok und fühlt sich zusammen mit seiner Frau und seinem Hund sichtlich wohl in der Stadt. „Meine Frau und ich, wir haben uns in Leipzig verliebt. Wir gehen gerne mit unserem Husky in den Park. Er hat viel Energie“, lacht Malone, der meist gut gelaunt und immer offen wirkt. Auch der Club passt ihm gut: „Ich mag Vereine mit einer langen Historie. Das bedeutet, dass sie loyale Fans haben. Sie fühlen sich als Teil des Clubs. In unserem Fall sind sie auch der Grund, warum der Club überhaupt noch existiert.“

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Auch wenn nach eigener Aussage sich Malones Leben „komplett um den Fußball dreht“, schaut er gelegentlich auch über den Teich, in seine Heimat. Dort verfolgt er die nationale Fußball-Liga, die MLS, schaut aber auch gerne Basketball, Eishockey und American Football. Dabei feuert er vor allem die New England Patriots mit den Superstars Tom Brady und Rob Gronkowski an. Eines Tages könnte er sich auch vorstellen, in Amerika Soccer zu spielen.

Ehrlich gesteht Malone: „Ich vermisse mein Zuhause, meine Familie. Manchmal ist es hart, wenn wir ein, zwei Tage frei haben und meine Mitspieler können zu ihren Familien fahren.“ Sein Zuhause, Chicopee, liegt in Massachusetts, irgendwo zwischen Boston und New York. Zwei Mal im Jahr, jeweils wenn kein Spielbetrieb ist, fliegt er zurück in die Staaten.

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Jetzt ist Malone erstmal glücklich mit seiner Aufgabe bei Lok. Am Sonntag steht ein schweres Spiel gegen Babelsberg an. „Wir wissen aus dem vergangenen Jahr, dass sie eine starke Mannschaft sind. Sie hatten dazu auch einen guten Start in die Saison“, meint Malone. Deshalb wurden vorgestern, beim 7:1-Testspielsieg gegen FC Blau-Weiß Leipzig, verschiedene taktische Varianten einstudiert. Das Team will nun bei der Video-Schulung herausfinden, welche ihnen am besten passt.

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Lok hatte einen holprigen Saisonstart. Der Sieg in Fürstenwalde soll jetzt aber Auftrieb geben. „Wir haben eine schlechte erste Halbzeit gespielt, haben zurückgelegen und waren ein Mann weniger. Aber wir haben das Spiel gedreht! Das zeigt: Wir haben das Herz dazu und die Qualität! Ich hoffe, dass dieses Spiel ein Wendepunkt für uns ist“, sagt Malone. Eingeleitet hat den Erfolg natürlich: Malone selbst. Mit einem verwandelten Elfmeter, zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

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