07. Mai 2014 / 18:25 Uhr

"Man macht sich natürlich Sorgen"

"Man macht sich natürlich Sorgen"

Sönke Gorgos
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Finn Porath (M.) beim Vier-Nationen-Turnier in Hamburg gegen die Niederländer Donny van Beek (l.) und Segun Owobowale.
Finn Porath (M.) beim Vier-Nationen-Turnier in Hamburg gegen die Niederländer Donny van Beek (l.) und Segun Owobowale. © Michael Schwarz
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Vor der U17-EM auf Malta spricht Finn Porath über seine Lübecker Fußball-Vergangenheit und die schwierige Situation seines des Hamburger SV.

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Der Lübecker Finn Porath vom Hamburger SV wurde von Bundestrainer Christian Wück für die U17-EM auf Malta nominiert. Ab Freitag kämpft der 17-jährige Ex-VfBer mit der DFB-Auswahl um den Titel. LN-Sportbuzzer.de sprach mit dem U19-Bundesliga-Spieler über die Chancen der deutschen Mannschaft bei der EM, die prekäre Lage des Hamburger SV und seine Lübecker Fußball-Vergangenheit.

LN-Sportbuzzer.de:Hallo Finn, wo erwischen wir Dich gerade?
Finn Porath: Ich sitze in in einem Hotelzimmer auf Malta. Wir sind am Montag angereist und bereiten uns nun auf die EM vor, die am Freitag mit dem Spiel gegen die Schweiz beginnt.

LN-Sportbuzzer.de:Was rechnest Du Dir für die EM aus?
Porath: Ich hoffe zunächst einmal, dass wir die Gruppenphase überstehen. Die Schweiz, Schottland und Portugal sind keine leichten Gegner. Wenn wir erstmal in der k.O.-Phase sind, ist alles möglich. Aber erstmal denken wir nicht weiter als bis zum Ende der Vorrunde.

LN-Sportbuzzer.de:Seit wann bist Du Nationalspieler?
Porath: Mein erstes Länderspiel habe ich für die U16 gemacht, in zwei Länderspielen gegen die Ukraine. Das erste gewannen wir mit 2:0, das zweite mit 7:2. Seitdem bin ich eigentlich immer nominiert worden.

LN-Sportbuzzer.de:Du fehlst jetzt beim U19-Saisonfinale in der Bundesliga. Am Sonntag steht für den Hamburger SV das wichtige Spiel beim VfB Lübeck an, deinen Ex-Verein. Enttäuscht, dass Du nicht dabei bist?
Porath: Na klar! Das ist ein Spiel, bei dem ich gern dabei gewesen wäre. Gegen meinen Heimatverein hätte ich gern gespielt.

LN-Sportbuzzer.de:Beim Hinspiel an der Lohmühle warst Du dabei . . .
Porath:  . . . das war für mich ein tolles Erlebnis. Ich hatte ja zuvor noch nie im Stadion gespielt, immer nur auf den Nebenplätzen. Für mich war das etwas ganz besonderes.

LN-Sportbuzzer.de:Ihr habt das Spiel mit 1:0 gewonnen. Der VfB ist schon abgestiegen, der HSV steht noch auf einem Abstiegsplatz. Dennoch: Ihr habt zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen geholt, du hast selbst vier Torvorlagen in den letzten beiden Partien gegeben.
Porath: Aufgrund des Laufs, den wir zuletzt hatten, bin ich auch wirklich zuversichtlich, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen. Vier stehen zwei Punkte hinter dem rettenden Ufer, wollen aber an Union Berlin unbedingt noch vorbei. Gegen die spielen wir auch noch - es ist alles offen.

LN-Sportbuzzer.de:Ein wenig prekärer ist die Lage bei der ersten Mannschaft der Hamburger. Was sagst Du zur momentanen Situation des HSV?
Porath: Man macht sich natürlich Sorgen, das ist doch ganz klar. Gerade als HSV-Fan lässt mich die Lage nicht kalt.

LN-Sportbuzzer.de:Glaubst Du, sie schaffen den Klassenerhalt?
Porath: Das ist schwierig zu beantworten. Mit Marcell Jansen und Pierre-Michel Lasogga haben zuletzt wichtige Spieler gefehlt, das sind Ausfälle, die kaum zu kompensieren sind. Ich glaube dennoch, dass sie es auf den Relegationsplatz schaffen. Braunschweig und Nürnberg haben auch keine leichten Gegner - und ich glaube nicht, dass sie ihre Spiele gewinnen werden.

LN-Sportbuzzer.de: Wie wirst Du das Spiel verfolgen?
Porath: Wir haben einen Fernseher auf dem Zimmer. Sollte das nicht klappen, werde ich mir schon irgendwo etwas suchen - vielleicht in der Hotellobby. Eins ist sicher: Ich werde das Spiel sehen!

LN-Sportbuzzer.de:Wenn Du nicht grade bei internationalen Turnieren repräsentierst, bist Du ja im HSV-Internat beheimatet. Wie sieht da dein Tagesablauf aus?
Porath: Ich gehe ganz normal zur Schule, auf eine DFB-Partnerschule. Wenn ich dann mittags wieder zum Internat komme, geht's gleich nach dem Essen in die Umkleidekabine. Dann ist Training angesagt, meist bis 20 Uhr. Danach mache ich noch Hausaufgaben, bis Zeit für's Bett ist.

LN-Sportbuzzer.de:Du bist seit 2010 beim HSV. Wie würdest Du Dich fußballerisch beschreiben?
Porath: Eine schwierige Frage! Ich spiele meist im offensiven Mittelfeld oder auf den Flügeln. Bei der Nationalmannschaft werde ich meist als Linksaußen eingesetzt. Ich würde sagen, meine Stärke ist die Schnelligkeit.

LN-Sportbuzzer.de:Wo hast Du denn das Fußballspielen erlernt?
Porath: Im Verein bei SF Herrnburg, da habe ich bis 2009 gespielt. Ich wurde zwar in Lübeck geboren und wir leben auch wieder da, aber zwischendurch waren wir auch im Osten, Herrnburg und Palingen. Bei den D-Junioren habe ich dann beim VfB Lübeck gespielt, dann der Wechsel zum Hamburger SV.

LN-Sportbuzzer.de:Wann hast Du denn mit dem Fußball angefangen?
Porath: Ich war eigentlich schon immer fußball-begeistert. Früher habe ich immer im Keller in Lübeck gespielt, später dann mit Freunden an der Kepler-Schule in Brandenbaum.

LN-Sportbuzzer.de:Zum Abschluss ist Fantasie gefragt: Wo siehst Du Dich in fünf Jahren?
Porath: Naja, ich hoffe mal in der Bundesliga!

LN-Sportbuzzer.de:Beim HSV?
Porath: Klar! Ich sehe keinen Grund, den HSV zu verlassen. Warum auch?

LN-Sportbuzzer.de:Finn, wir danken Dir für das Gespräch und wünschen Dir alles Gute für die EM!

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