11. September 2018 / 14:34 Uhr

Maradona-Wahnsinn: Erst irres Training, dann Joint-Spruch gegen Deutschland

Maradona-Wahnsinn: Erst irres Training, dann Joint-Spruch gegen Deutschland

Dennis Ebbecke
Argentiniens Fußball-Legende Diego Maradona klatscht während seiner ersten Trainingseinheit bei Dorados de Sinaloa zum Huh-Hit ein - und sein neues Team folgt ihm.
Argentiniens Fußball-Legende Diego Maradona klatscht während seiner ersten Trainingseinheit bei Dorados de Sinaloa zum "Huh"-Hit ein - und sein neues Team folgt ihm. © Marco Ugarte/AP/dpa
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Sein Debüt als Trainer des zweitklassigen mexikanischen Klubs Dorados de Sinaloa hatte die gesamte Bandbreite zu bieten, mit der uns Maradona bereits bei der WM „fasziniert“ hatte. Er gestikulierte, klatschte, gönnte sich eine entspannte Ruhepause auf dem grünexxcn Rasen - und teilte auch noch gegen die DFB-Elf aus.

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Diese Nachricht verbreitete sich in Mexiko wie ein Lauffeuer: Armando Diego Maradona übernimmt den abstiegsgefährdeten Zweitligisten Dorados de Sinaloa und wird versuchen, dem Klub als Coach ein neues Sieger-Gen einzuimpfen. Alleine der Name hatte zur Folge, dass die Fans in Scharen zum ersten Maradona-Training ins Stadion von Culiacan im Bundesstaat Sinaloa strömten. Und es sollte sich lohnen: Die Zuschauer bekamen eine irre Show zu sehen, die alle Facetten zu bieten hatte, die der Argentinier bereits bei der WM 2018 als Edelfan der Albiceleste gezeigt hatte.

Huh: Maradona zeigt sein ganzes Repertoire

An die Begegnung zwischen Argentinien und Nigeria in Russland erinnern sich die meisten Fußballanhänger vor allem, weil der einstige Weltklassespieler auf der Tribüne ein Feuerwerk der Emotionen abfeuerte. Von überdrehten Jubelarien bis hin zu Tiefschlafphasen war wirklich alles dabei, was das Entertainment-Spektrum hergibt.

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Ähnlich vielseitig präsentierte sich der 57-Jährige auch bei seinem ersten Training in Mexiko. Mal dirigierte er seine neuen Schützlinge im Takt zu seiner Trillerpfeife, mal imitierte er mit seinen Mannen als Frontmann völlig überdreht den isländischen "Huh"-Gesang, mal gönnte er sich barfuß eine Ruhepause auf dem grünen Rasen.

Im Video: Maradona feiert heute noch den Mexiko-Triumph über Deutschland

Eine entspannende Wirkung hat für Diego Maradona auch Wochen nach der WM noch das Anschauen der Partie Mexiko gegen Deutschland - vor allem mit Unterstützung des entsprechenden Betäubungsmittels. Im Rahmen seiner Pressekonferenz erklärte er den mexikanischen Medienvertretern: "Das Spiel das Mexiko bei der WM gegen Deutschland gewonnen hat, muss man in Ruhe genießen und einen Joint dabei rauchen." In der 1-Millionen-Stadt Culiacan, die für ihr Drogenkartell berüchtigt ist, wird dieses Statement nicht zu einem handfesten ersten Skandal taugen.

So oder so: Das Training war die perfekte Maradona-Show, die sein Team sportlich zwar nicht weitergeholfen, aber zumindest für gute Stimmung im Umfeld des Klubs gesorgt haben dürfte. Angeblich soll der argentinische Nationalheld für elf Monate unterschrieben haben, nach Informationen der Sportzeitung Record erhält er dafür knapp 1,5 Millionen Euro. Die Dorados belegen nach sechs Spieltagen und der Ausbeute von nur drei Punkten den vorletzten Rang.

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Die schlechte Startbilanz (zwei erzielte Tore) hinderte den neuen Trainer allerdings nicht daran, große Ziele auszugeben. Bei seiner Ankunft sprach Maradona laut ESPN davon, "in die erste Liga aufsteigen" zu wollen - mit dem Zusatz: "Das geht aber nicht ohne Opfer." Wenn man sich die Bilder vom ersten Training genauer anschaut, könnte man meinen, dass die Spieler von Dorados de Sinaloa ihr erstes Opfer bereits erbracht haben.

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