18. Oktober 2018 / 13:49 Uhr

Per Knopfdruck: Marc Grimme und Simon Kopelke finden den richtigen Marathonschuh

Per Knopfdruck: Marc Grimme und Simon Kopelke finden den richtigen Marathonschuh

Norbert Fettback
Die sind es: Marc Grimme (links) und Simon Kopelke präsentieren nach dem Test auf dem Laufband ihre neuen Schuhe.
Die sind es: Marc Grimme (links) und Simon Kopelke präsentieren nach dem Test auf dem Laufband ihre neuen Schuhe. © Norbert Fettback
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Sie sind gerüstet, der Hannover Marathon kann kommen: Marc Grimme und Simon Kopelke sind zwei Mitglieder des Sportbuzzer-Lauftreffs. Mit fachmännischer Hilfe haben sie das richtige Schuhwerk ausgewählt, das Training kann beginnen.

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Dieses Andenken hat Marc Grimme noch wochenlang begleitet. Dunkelblau hatte sich der mittlere Zeh seines rechten Fußes gefärbt, eine unschöne und auch etwas schmerzhafte Erinnerung an seinen ersten Marathon im April in Hannover. Das soll ihm in sechs Monaten nicht noch einmal passieren, wenn er als Mitglied der SPORTBUZZER-Laufgruppe zum zweiten Mal auf die gut 42 Kilometer lange Strecke geht - und darum ist der 30-Jährige zu Besuch in Det's Laufshop.

Detlef Seeska guckt skeptisch

„Ich meine, dass der Schuh beim Marathon vorn ein wenig zu eng war“, sagt Grimme. Wirklich? Detlef Seeska guckt etwas skeptisch und sieht sich die in die Tage gekommenen Einlegesohlen an. „Die Fussel, die sich an der Spitze angesammelt haben, sprechen nicht dafür“, sagt der Inhaber des Laufladens in der Lavesstraße.

Sohlen sprechen Bände: Die Zehen klammern zu viel.
Sohlen sprechen Bände: Die Zehen klammern zu viel. © Norbert Fettback
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Ein anderes Indiz verrät ihm die eigentliche Ursache: tiefe Zehenabdrücke, die die Sohle prägen. „Das kommt vom Klammern, gerade bei längeren Läufen kann das zu solchen Problemen führen“, sagt Seeska. Ein größerer Schuh als Ersatz für den ausgedienten Marathonbegleiter, meint er, sorge da nicht unbedingt für Abhilfe.

Premiere für Marc Grimme

Um sich ein Bild und einen Eindruck zu verschaffen, wie Grimme am 7. April 2019 zum Marathon antreten kann, ohne sich wieder einen blauen Zehnagel zu holen, geht es aufs Laufband. Es ist überhaupt das erste Mal, dass er sich auf diese Weise fachmännisch beraten lässt. Was auch damit zu tun hat, dass er das Laufen erst 2017 für sich entdeckt hat.

Marc Grimme (rechts) geht aufs Laufband, Werner Schulz, Mitarbeiter in Det's Laufshop, blickt auf den Monitor.
Marc Grimme (rechts) geht aufs Laufband, Werner Schulz, Mitarbeiter in Det's Laufshop, blickt auf den Monitor. © Norbert Fettback

Ein Knopfdruck, ein immer lauter werdendes Schnurren, durchsetzt mit dem nicht zu überhörenden Stakkato beim Aufsetzen der Füße: Der Schuhtest nimmt Fahrt auf. Per Kamera wird das Ganze aufgezeichnet, ein großer Bildschirm unter der Ladendecke vermittelt Experten und Laien gleichmaßen wichtige Aufschlüsse. Drei Paar Schuhe verschiedener Hersteller probiert Grimme aus, dann ist die Wahl gefallen. „Das Laufgefühl in den neuen Schuhen ist einfach herrlich“, sagt er.

Simon Kopelke "in den Ohren gelegen"

In der Praxis getestet werden soll die Neuerwerbung gleich am nächsten Tag. Bei einem Lauf nach Feierabend zusammen mit Simon Kopelke, seinem Arbeitskollegen, der mit ihm zu Det's Laufshop gekommen ist. Grimme hat ihn dazu überredet. „Drei Wochen habe ich ihm in den Ohren gelegen, sich doch für die Laufgruppe anzumelden“, sagt er. Mit Erfolg.

Detlef Seeska (links) begutachtet den Laufstil von Simon Kopelke.
Detlef Seeska (links) begutachtet den Laufstil von Simon Kopelke. © Norbert Fettback

Nun nutzt auch Kopelke dieses Angebot, sich beraten zu lassen. Seinem ersten Halbmarathon vom April 2018 will er ein Jahr später gleich einen Marathon folgen lassen. Ob das wohl klappt? Sicher ist er sich nicht. „Mein Laufpensum habe ich schon auf drei-, viermal pro Woche erhöht“, berichtet er. „Ich will unter vier Stunden bleiben.“

Ein zweites Paar muss her

Der 44-Jährige braucht ein zweites Paar Schuhe. Und als Neuling hat er noch andere Fragen: Er laufe auf dem Vorfuß, rolle also nicht über die Ferse ab – auf was müsse er da besonders achten? Werner Schulz, seit 14 Jahren in Det`s Laufshop tätig, muss nicht lange überlegen. „Bei längeren Strecken ermüdet die Muskulatur, da brauchen die Füße Unterstützung.“ Er empfiehlt Kopelke einen „agilen Schuh mit ein wenig Stabilität“.

Mehr über den Sportbuzzer Lauftreff

Gesagt, getan: Das Laufband setzt sich erneut in Bewegung, und wie es läuft, das schauen sich Sportler und Schuhverkäufer anschließend gemeinsam per Video an. Die Auswahl ist relativ schnell getroffen. Jetzt kann es in die Vollen gehen, für Grimme und für Kopelke. Schon diesen Sonnabend trifft sich die SPORTBUZZER-Vorbereitungsgruppe zum nächsten gemeinsamen Training, was noch mehr ein Reinschnuppern ist. Die nächsten Wochen und Monate werden dann merklich härter. Bis zum großen Ziel: der 7. April 2019, 42,195 Kilometer durch Hannover.

Wer will, kann sich noch anschließen. Einige wenige der 42 Plätze sind noch frei. Alle Athleten sollen unter professioneller Anleitung für den Marathon in Topform gebracht werden. Zum Programm gehören gemeinsame Trainingseinheiten, Ernährungstipps, aber auch technische Analysen.

Für jeden das richtige Tempo

Die Teilnehmer werden in vier Gruppen unterteilt: Marathon unter drei, unter vier, unter viereinhalb und fünf Stunden. Der Paketpreis für die Teilnahme am SPORTBUZZER-Lauftreff beträgt 219 Euro.

Weitere Informationen findet ihr auf marathon-hannover.de/sportbuzzer. Dort könnt ihr euch auch direkt anmelden. Als Ansprechpartner beantwortet euch Marco Moszczynski alle Fragen per E-Mail an marco.moszczynski@eichels-event.com oder unter Telefon (0511) 28 87 93 32.

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