08. Januar 2019 / 19:55 Uhr

Marcello Meyer: "Ich grätsche gerne mal dazwischen"

Marcello Meyer: "Ich grätsche gerne mal dazwischen"

Kristof Rönnau
Ein echter Leader: Captain Meyer zeigt seine Emotionen auf dem Platz
Ein echter Leader: Captain Meyer zeigt seine Emotionen auf dem Platz © © Agentur 54°
Anzeige

Der Top-Transfer vom 1.FC Phönix Lübeck über Hallenfußball, die Landesliga und seine unangenehmsten Gegenspieler - außerdem hat er uns exklusiv die Traum-11 seiner bisherigen Mitspieler verraten.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Es war der wohl größte Transfer der Region in der Winterpause : Marcello Meyer wechselt vom NTSV Strand 08 zum 1. FC Phönix Lübeck. Der 28-jährige spielte bereits 125-Mal in der Regionalliga für den VfB Lübeck und Weiche Flensburg und hatte dort laut Transfermarkt einen Marktwert von 100.000 Euro. Anfang Januar gewann er mit Strand 08 die Hallenmasters 2019 in Kiel und wird in der anstehenden Rückrunde in der Landesliga für die ambitionierten Adlerträger auflaufen. Der LN-Sportbuzzer traf ''Cello'' vorher zum Gespräch :

Du hast am vergangenen Wochenende die Hallenmasters in Kiel gewonnen. Hättest du damit gerechnet , dass ihr Gegner wie Weiche Flensburg oder den VfB Lübeck hinter euch lasst ?

Meyer: Ich habe es natürlich gehofft, aber wirklich damit zu rechnen war natürlich nicht. Vor allem Weiche hat in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, dass sie gerade in der Halle unglaublich stark sind. Dass wir aber auch eine extrem starke Mannschaft haben und ständig in der Lage sind, auch ligahöhere Mannschaften zu schlagen, war klar.

Zum wiederholten Male (3) wurdest du zum Spieler des Turniers gewählt, hast du schon mal drüber nachgedacht neben dem Fußball auch Futsal zu spielen ?

Meyer: Halle macht mir unendlich viel Spaß. Aber ich glaube das kommt auch daher, dass es eben nur auf diese winterliche Zeit begrenzt ist. Ich spiele Fußball, weil ich auch ganz gerne mal dazwischen grätsche und das ist beim Futsal ja bekanntlich verboten, deshalb kommt das eher nicht in Frage.

In der Rückrunde läufst du nicht mehr für Strand 08 sondern für Phönix Lübeck auf, was erwartest du von der Rückrunde in der Landesliga und welche Ziele hast du dir gesetzt ?

Meyer: Ich erwarte, dass die Liga uns alles abverlangen wird. Wer glaubt, dass wir nun jedes Spiel im Schongang gewinnen, ist sowieso auf dem Holzweg. Dennoch haben wir unsere Ziele sehr hoch gesteckt und daraus machen wir auch kein Geheimnis. Wir haben noch 11 Spiele plus Pokal. Da wollen wir natürlich jedes Spiel gewinnen. Was dann dabei raus kommt, liegt leider nicht allein in unserer Hand.

In Lübeck gibt es viele Leute, die sich dich auch nochmal in grün-weiß für den VfB vorstellen können - ist dieser Zug für dich abgefahren oder würdest du generell gerne nochmal Regionalliga spielen?

Meyer: Der VfB ist immer eine Herzensangelegenheit, doch meine Prioritäten musste ich irgendwann anders setzen. Der zeitliche Aufwand beim VfB lässt sich leider nicht mehr mit meiner Ausbildung bei der Polizei vereinbaren. Von einem abgefahrenen Zug würde ich trotzdem niemals sprechen und wer mich kennt, der weiß auch, dass ich ständig für den Erfolg brenne.

Du hast in deinem Fußballer-Leben sicher schon einiges erlebt – Was war dein bisheriges Highlight und woran erinnerst du dich vielleicht eher nicht so gerne?

Meyer: Meine sportlich schmerzvollste Niederlage war wahrscheinlich im Pokalfinale 2014 mit Weiche Flensburg in Kiel. Wir waren über 120 Minuten mindestens ebenbürtig und haben im Elfmeterschießen 14:13 verloren. Dem entgegen steht aber der Pokalsieg auf der Lohmühle mit dem VfB gegen Weiche in 2016. Wir lagen lange Zeit zurück und dann so ein wichtiges Spiel gegen einen starken Gegner auf der Lohmühle zu drehen ist schon besonders.

Wer war dein bisher härtester oder unangenehmster Gegenspieler?

Meyer: Erinnern kann ich mich da eigentlich nur an die Trainingseinheiten. Da waren die Härtesten auf jeden Fall Rolf Landerl, Lui Marheineke und Nils Lange (Heute Kjär; Anm.d.Redaktion). Die haben entweder den Ball oder dich getroffen. Nille aber meist nur mich. Am unangenehmsten sind die beiden Ostermänner von Weiche Flensburg. Die kommen mit ihren gefühlt unendlich langen Beinen einfach überall ran. Die wurden auch einfach nie müde und arbeiten ihr Ding unermüdlich ab.

Was machst du in deiner Freizeit, wenn du gerade nicht auf dem Platz stehst?

Meyer: Momentan bin ich viel in der Akademie der Bundespolizei. Aber gerade jetzt in der Winterpause habe ich endlich mal wieder mehr Zeit für meine Freundin und meine Freunde.

Bitte nenne uns zum Abschluss eine Traum-11 aus den bisherigen Mitspielern deiner Karriere und einen Trainer.

Meyer: Hier darf mir bloß keiner böse sein, aber ich musste ja auch die Trainingsleistungen berücksichtigen und wer auf Mallorca immer gute Leistungen zeigt. (lacht)

Cello's Traum-11 in der 4-2-3-1 Formation findet ihr in unserer Galerie.

Tor: Florian Kirschke vom SC Weiche Flensburg Zur Galerie
Tor: Florian Kirschke vom SC Weiche Flensburg ©
Anzeige

Mehr anzeigen

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Lübeck
Sport aus aller Welt