09. Februar 2018 / 10:42 Uhr

Maria Höfl-Riesch schreibt im SPORTBUZZER: Die Ehre der Fahnenträgerin

Maria Höfl-Riesch schreibt im SPORTBUZZER: Die Ehre der Fahnenträgerin

Maria Höfl-Riesch
Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi durfte Maria Höfl-Riesch die deutsche Fahne tragen.
Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi durfte Maria Höfl-Riesch die deutsche Fahne tragen. © imago/Kosecki/Montage
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Exklusiv im SPORTBUZZER: Maria Höfl-Riesch erinnert sich an ihren Auftritt als Fahnenträgerin bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Und sie verrät, worauf Athleten achten müssen.

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Bei mir hatte es immer etwas gedauert, bis das Olympia-Feeling einsetzte. Das liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass wir Ski-Alpinen bis kurz vor den Winterspielen noch Wettkämpfe haben – wie Viktoria Rebensburg vergangene Woche in Garmisch. Bei mir setzte das Olympiagefühl immer ein, wenn ich im Flugzeug saß.

Nach der Landung wird es für die Athleten meistens erst mal hektisch: Akkreditierung organisieren, vor Ort zurechtfinden, Wege und Quartier kennenlernen. In Vancouver 2010 hatten wir Ski-Alpinen eine eigene Unterkunft. In Sotschi 2014 war ich im olympischen Dorf. Ich kenne also beides – und beides hat Vor- und Nachteile. Das olympische Dorf ist so ein wunderbarer, ganz eigener Mikrokosmos mit den vielen Athleten aus unterschiedlichen Ländern.

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In Sotschi war ich Fahnenträgerin. Ich weiß noch, wie ich im Bett lag, als der Anruf kam. Ich hatte gerade das Licht ausgemacht. Was für eine große Ehre. Aber für mich war es auch ziemlich stressig. Am nächsten Tag stand ein frühes Training an, bald danach mein erster Wettkampf.

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Und trotzdem waren es Momente, die ich nie vergessen werde: Wie wir erst alle in den Katakomben des Stadions standen – mehr als zwei Stunden. Wie dann Spannung und Aufregung stiegen und es schließlich losging: Ich vorneweg mit der Fahne durch den Nebel, das ganze deutsche Team hinter mir, dann die vielen Lichter, die begeisterten Zuschauer: Das war wirklich beeindruckend!

Die Show habe ich dann noch eine Weile genossen, aber nicht bis zum Ende. Dann ging es mit einem Bus wieder zurück ins Dorf, weil der Wecker früh klingelte.

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Vor dem Wettkampf gilt für die Athleten übrigens vor allem eines: Gesund bleiben! Sich bloß keinen Virus einfangen. Also immer schnell warm anziehen, wenn man im Ziel verschwitzt ankommt. Und: Raus aus der Kälte – in Südkorea ist es ja ziemlich kalt. Denn schließlich ist alles auf diesen einen Tag x ausgerichtet.

Bei mir ging alles gut. Ich gewann in Sotschi noch mal Gold in der Super-Kombination. Erst Fahnenträgerin, dann Gold. Was für eine Erleichterung!


Während der Olympischen Winterspiele 2018 schreiben die Olympiasieger Maria Höfl-Riesch (Ski alpin), Kati Wilhelm (Biathlon), Jens Weißflog (Skisprung) sowie Olympiateilnehmer und Entertainer Hansi Hinterseer (Ski alpin) Meinungsbeiträge für den SPORTBUZZER.

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