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© imago/Kosecki/Montage

Maria Höfl-Riesch schreibt im SPORTBUZZER: Die Ehre der Fahnenträgerin

Exklusiv im SPORTBUZZER: Maria Höfl-Riesch erinnert sich an ihren Auftritt als Fahnenträgerin bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Und sie verrät, worauf Athleten achten müssen.

Bei mir hatte es immer etwas gedauert, bis das Olympia-Feeling einsetzte. Das liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass wir Ski-Alpinen bis kurz vor den Winterspielen noch Wettkämpfe haben – wie Viktoria Rebensburg vergangene Woche in Garmisch. Bei mir setzte das Olympiagefühl immer ein, wenn ich im Flugzeug saß.

Nach der Landung wird es für die Athleten meistens erst mal hektisch: Akkreditierung organisieren, vor Ort zurechtfinden, Wege und Quartier kennenlernen. In Vancouver 2010 hatten wir Ski-Alpinen eine eigene Unterkunft. In Sotschi 2014 war ich im olympischen Dorf. Ich kenne also beides – und beides hat Vor- und Nachteile. Das olympische Dorf ist so ein wunderbarer, ganz eigener Mikrokosmos mit den vielen Athleten aus unterschiedlichen Ländern.

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In Sotschi war ich Fahnenträgerin. Ich weiß noch, wie ich im Bett lag, als der Anruf kam. Ich hatte gerade das Licht ausgemacht. Was für eine große Ehre. Aber für mich war es auch ziemlich stressig. Am nächsten Tag stand ein frühes Training an, bald danach mein erster Wettkampf.

Olympia 2018: Der Goldfahrplan – Hier können deutsche Athleten abräumen ----------------------------------------------------------------------- * * *

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Eric Frenzel, Claudia Pechstein, Andreas Wellinger, Natalie Geisenberger: Wir zeigen euch, wo deutsche Athleten bei den Olympischen Winterspielen 2018 abräumen können. © dpa/Montage
Sonnabend, 10. Februar (ZDF/Eurosport): Eisschnellläuferin Claudia Pechstein könnte die erste Medaille holen. Sie startet ab 12 Uhr über die 3000 Meter – ihrer Nebenstrecke. Laura Dahlmeier hingegen zählt im Biathlon-Sprint (ab 12.15 Uhr) zu den absoluten Topfavoriten. Für einen krönenden Abschluss können die Skispringer Andreas Wellinger, der gestern die Quali von der Normalschanze gewann, sorgen (13.35 Uhr). © dpa/Montage
Sonntag, 11. Februar (ARD/Eurosport): Läuft es gut, sind Andreas Sander und Thomas Dreßen Medaillenkandidaten in der Abfahrt (3 Uhr). Goldfavorit Felix Loch wird ab 10.50 Uhr in die Läufe drei und vier des Rodelwettbewerbs gehen. Bei den Biathleten um den zuletzt angeschlagenen Simon Schempp muss hingegen ab 12.15 Uhr im Sprint alles passen. © dpa/Montage
Montag, 12. Februar (ZDF/Eurosport): Viktoria Rebensburg ist Topfavoritin im Riesenslalom (3 Uhr). Gleiches gilt für die Verfolgungsrennen der Biathletinnen und Biathleten (11.10 Uhr) und die Skispringerinnen (13.50 Uhr). © dpa/Montage
Dienstag, 13. Februar (ARD/Eurosport): Rodlerin Natalie Geisenberger ist ab 11.30 Uhr Goldkandidatin im Eiskanal. © dpa/Montage
Mittwoch, 14. Februar (ZDF/Eurosport): Die nordischen Kombinierer um Fahnenträger Eric Frenzel greifen ein und zählen um 7 Uhr zu den Medaillenkandidaten. Gleiches gilt für die Rodel-Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken und Tobias Wendl/Tobias Arlt (12.20 Uhr). Beim Männer-Einzelrennen der Biathleten (12.05 Uhr) könnte es ebenfalls eine Medaille geben. © dpa/Montage
Donnerstag, 15. Februar (ARD/Eurosport): Aljona Savchenko und Bruno Massot wollen Gold im Paarlauf (2.30 Uhr). Auf Gold hofft auch Biathletin Dahlmeier im Einzel über 15 Kilometer (12 Uhr). Eingeplant ist eine Medaille der Rodel-Teamstaffel (13.30 Uhr). © dpa/Montage
Freitag, 16. Februar (ZDF/Eurosport): Skeletoni Axel Jungk kann ab 1.30 Uhr zum Medaillengewinner werden. Für den Höhepunkt des Tages könnte Pechstein sorgen. Die 46-Jährige geht über die 5000 Meter an den Start (12 Uhr). Das einzige Rennen in der Saison gewann sie. © dpa/Montage
Sonnabend, 17. Februar (ARD/Eurosport): Nächste Chance für Rebensburg: Im Super-G kann sie eine Medaille einfahren (3 Uhr). Hoffen darf man erneut auf die Biathletinnen im Massenstart (12.15 Uhr) und die Skispringer von der Großchance (13.30 Uhr). Jacqueline Lölling will ihre glänzende Saison ab 12.20 Uhr im Skeleton krönen. © dpa/Montage
Sonntag, 18. Februar (ZDF/Eurosport): Sollten die Biathleten um Arnd Peiffer einen guten Tag erwischen, gibt es im Massenstart eine Medaille (12.15 Uhr). © dpa/Montage
Montag, 19. Februar (ARD/Eurosport): Francesco Friedrich kann die Bob-Tradition Deutschland auf den Olympiapodesten (12.15 Uhr) fortführen. Alles andere, als eine Medaille wäre bei den Skispringern im Team eine Enttäuschung (13.30 Uhr). Überraschen könnte Eisschnellläufer Nico Ihle über 500 Meter (12 Uhr). © dpa/Montage
Dienstag, 20. Februar (ARD/Eurosport): Die nächste Chance für die Kombinierer. Frenzel, Johannes Rydzek und Co. starten von der Großschanze (19 Uhr). Im Biathlon geht die Mixed-Staffel ab 12.15 Uhr an den Start. © dpa/Montage
Mittwoch, 21. Februar (ZDF/Eurosport): Rebensburg ist in der Abfahrt (2.15 Uhr) eher Außenseiterin. Die Eisschnellläuferinnen können in der Teamverfolgung (12 Uhr) für Medaillen sorgen. Auch die Bobfahrerinnen um Stephanie Schneider dürften aufs Podest fahren (ab 12.40 Uhr). © dpa/Montage
Donnerstag, 22. Februar (ZDF/Eurosport): Im Team sind die nordischen Kombinierer ab 8.30 Uhr gefordert – und klare Favoriten. Gleiches gilt für die Frauen-Staffel im Biathlon ab 12.15 Uhr. © dpa/Montage
Freitag, 23. Februar (ARD/Eurosport): Eisschnellläufer Nico Ihle greift über 1000 Meter eine Medaille an (11.10 Uhr). Die Männer-Biathlon-Staffel will ab 12.15 Uhr aufs Podest laufen. © dpa/Montage
Sonnabend, 24. Februar (ARD/Eurosport): Bei der Olympiapremiere des Team-Events könnten die Ski-Alpinen überraschen (3 Uhr). Weniger überraschend wäre eine Medaille von Pechstein im Massenstart der Eisschnellläuferinnen (12 Uhr). © dpa/Montage
Sonntag, 25. Februar (ZDF/Eurosport): Für einen goldenen Abschluss sollen die deutschen Piloten Francesco Friedrich, Nico Walther und Johannes Lochner im Viererbob sorgen. Ab 1.30 Uhr geht er in den Eiskanal. Um 5.10 Uhr kämpfen sensationell die deutschen Eishockey-Spieler um das letzte Gold von Olympia 2018. Gegner sind die Olympischen Athleten aus Russland. © dpa/Montage

Und trotzdem waren es Momente, die ich nie vergessen werde: Wie wir erst alle in den Katakomben des Stadions standen – mehr als zwei Stunden. Wie dann Spannung und Aufregung stiegen und es schließlich losging: Ich vorneweg mit der Fahne durch den Nebel, das ganze deutsche Team hinter mir, dann die vielen Lichter, die begeisterten Zuschauer: Das war wirklich beeindruckend!

Die Show habe ich dann noch eine Weile genossen, aber nicht bis zum Ende. Dann ging es mit einem Bus wieder zurück ins Dorf, weil der Wecker früh klingelte.

Faszination Olympia

Vor dem Wettkampf gilt für die Athleten übrigens vor allem eines: Gesund bleiben! Sich bloß keinen Virus einfangen. Also immer schnell warm anziehen, wenn man im Ziel verschwitzt ankommt. Und: Raus aus der Kälte – in Südkorea ist es ja ziemlich kalt. Denn schließlich ist alles auf diesen einen Tag x ausgerichtet.

Bei mir ging alles gut. Ich gewann in Sotschi noch mal Gold in der Super-Kombination. Erst Fahnenträgerin, dann Gold. Was für eine Erleichterung!


Während der Olympischen Winterspiele 2018 schreiben die Olympiasieger Maria Höfl-Riesch (Ski alpin), Kati Wilhelm (Biathlon), Jens Weißflog (Skisprung) sowie Olympiateilnehmer und Entertainer Hansi Hinterseer (Ski alpin) Meinungsbeiträge für den SPORTBUZZER.

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Vor fast 94 Jahren feierten die Olympischen Winterspiele ihr Debüt im französischen Chamonix. Damals beschränkte sich die Eröffnungsfeier noch auf einen kleinen Einmarsch der rund 300 Athleten.  © imago
Auch in den folgenden Jahren änderte sich wenig daran. In Norwegens Hauptstadt Oslo spazierten die Sportler 1952 hinter den Fahnen ihrer Nationen in die Arena ein - das war's.  © imago
Ein bisschen Schwung in die Angelegenheit brachten die Organisatoren der Spiele 1972 in Sapporo. In der japanischen Wintersport-Hochburg lieferte eine Eisläuferin vor großem Publikum das Olympische Feuer. © imago
Was aussieht wie eine Szene aus Hitchcocks "Die Vögel" war in Wahrheit 1980 Teil der Eröffnungsfeier in Lake Placid.  © imago
Die US-amerikanischen Gastgeber bewiesen einmal mehr ihr Showtalent und waren Pioniere, was den Charakter der Eröffnungsfeier angeht. © imago
Kanada zog acht Jahre später prompt nach und fuhr in Calgary alle Register auf. Was ist besser als eine Schwadron Mounties? © imago
Richtig, ein riesiger Dino-Ballon! Und was ist besser als ein riesiger Ballon? © imago
Richtig, ganz viele riesige Ballons! © imago
Dass die russische Mannschaft in ihren Trenchcoats (Inspektor Gadget lässt grüßen) das Highlight war, sagt vieles über die Eröffnungsfeier 1992 in Albertville.  © imago
Nur zwei Jahre später (die Olympischen Winterspiele wurden zwischen die jeweiligen Sommerspiele verlegt) machten es die Norweger in Lillehammer deutlich besser und feuerten im wahrsten Sinne des Wortes ein Feuerwerk ab.  © imago
Achja, riesige ... äh ... Eier (?) gab es natürlich auch.  © imago
Mit diesem wunderbaren Anblick beglückten uns die Ausrichter der Winterspiele 1998 in Nagano. © imago
Die Krone der Eröffnungsfeiern (bis dahin) setzten sich - natürlich - 2002 die US-Amerikaner auf. In Salt Lake City gab es Kinder ... © imago
... Indianer ... © imago
... Feuerwerk ... © imago
... und gigantische Elche. Der Hammer! © imago
Dagegen gewährten die Organisatoren der Eröffnungsfeier in Turin 2006 einen (zu) tiefen Einblick in ihre Psyche. Riesige Bücher waren noch das normalste bei dieser Veranstaltung.  © imago
So brannte ein Formel-1-Bolide Donuts ins Eis ...  © imago
... formten Artisten riesige Tiere mit ihren Leibern ...  © imago
... ließen sich Aristokraten auf Löwen-Streitwagen durch die Gegend ziehen ... © imago
... und kurvte eine wohlgeformte Motorrad-Fahrerin auf einer Windmaschine durchs Stadion. Das war ... interessant. © imago
Umso wohltuender war da die Eröffnungsfeier der Spiele in Vancouver 2010. Nicht fehlen durften natürlich die berühmten Mounties.  © getty
Zudem erinnerten uns die Organisatoren mit einer riesigen Leinwand an Olympia-Glanzstunden.  © imago
Die Kanadier boten außerdem jede Menge Star-Power auf, darunter Nelly Furtado und Bryan Adams.  © getty
Die ans Bat-Signal erinnernde Performance einer Geigerin war ebenso schön anzuschauen wie ... © getty
... der riesige Eisbär, der mit ein wenig Fantasie durch die Arena stapfte. © getty
Unter den wachsamen Augen von Wladimir Putin erwies sich die Eröffnungsfeier in Sotschi 2014 als wahres Highlight. © getty
Die russischen Gastgeber boten uns Körperkunst ... © getty
... Tänzer ...  © getty
... Lichtfiguren ... © getty
... eine Hommage an die sozialistische Vergangenheit ... © getty
... und ein Schiff. Ein ganzes, verdammtes Schiff! Wie will Pyeongchang das noch toppen? © getty
Olympia 2018 sportmix
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