11. Dezember 2015 / 18:21 Uhr

Marie-Louise Eta: Rückkehr ins „Karli“

Marie-Louise Eta: Rückkehr ins „Karli“

Sebastian Morgner
Marie-Louise und Benjamin Eta.
Marie-Louise und Benjamin Eta. © Privat
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Frauen Bundesliga: Die ehemalige Junioren-Nationalspielerin kickte bis 2011 für Turbine Potsdam und will am Sonntag mit Werder Bremen überraschen.

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Marie-Louise Eta spielte sechs Jahre für den 1. FFC Turbine Potsdam, besuchte die Sportschule in der Stadt und machte das Abitur. Heute ist sie, die früher Bagehorn hieß und 2014 den ehemaligen nigerianischen Fußballspieler Benjamin Eta geheiratet hat, Kapitän des SV Werder Bremen. Am Sonntag kommt es zum Wiedersehen mit ihrem alten Verein (14 Uhr). „Das wird ein interessantes Spiel“, findet Marie-Louise Eta. „Ich freue mich, wieder im Karl-Liebknecht-Stadion zu spielen.“ 2005 war die quirlige Kickerin von Dresden nach Potsdam gekommen, spielte drei Jahre im Nachwuchs und drei Jahre im Frauenbereich. „Da ich aber nicht mehr so viele Einsatzzeiten bekam und mich auch persönlich weiterentwickeln wollte, ging ich nach Hamburg.“ Ein Jahr lang zog sie das Trikot des HSV über. „Dann wurde die Frauen-Abteilung aufgelöst. Das war ein Schlag ins Gesicht.“

Eta auch als Trainerin aktiv

Die Zeit in der Hansestadt hatte aber auch etwas Gutes. „Es war ein Freitagabend. Wir hatten Training. Auf dem Weg dorthin habe ich meinen heutigen Mann kennengelernt“, erinnert sich Marie-Louise Eta. „Ich habe mich mit einer Freundin unterhalten. Ich meinte, dass Potsdam und Dresden schöne Städte seien. Benjamin erwiderte: Hamburg ist die schönste Stadt. Ich habe dann ein wenig rumgezickt.“ Das schien Benjamin Eta zu gefallen. Am Abend gab es die Freundschaftsanfrage auf Facebook. Seitdem sind die beiden ein Paar. Auch nach dem Wechsel zum Zweitligisten BV Cloppenburg und 2014 zu Werder Bremen hielt die Liebe.

Fußballverrücktes Ehepaar: Marie-Louise und Benjamin Eta.

„Wir ziehen gerade um und haben uns eine Eigentumswohnung gekauft“, so Marie-Louise Eta, die in der Jugend in allen Junioren-Nationalmannschaften gespielt hatte. Erfahrungen, die der 24-Jährigen, die auch die U15 des SV Werder trainiert und im nächsten Jahr ihre A-Lizenz ablegen will, in der Bundesliga weiterhelfen.

Auf der Schulbank mit Sarholz und Kemme

Sie weiß, dass alles zusammenkommen muss, um bei Turbine Potsdam zu bestehen. „Wir müssen alles rausholen, wenn wir punkten wollen“, schaut die Sportmanagement-Studentin auf die Partie gegen den Champions-League-Sieger von 2010. „Wir haben im Pokal gegen Bayern München vieles richtig gemacht. Wir haben am Ende zwar 0:3 nach Verlängerung verloren, doch wir haben eine Menge Selbstvertrauen getankt.“ Potsdam sei jedoch auf einem guten Weg. Gerade nach dem 5:2-Sieg in Wolfsburg. „Turbine ist auf dem Weg nach oben. Dort, wo die Mannschaft auch hingehört“, meint Marie-Louise Eta, die mit Nationalspielerin Tabea Kemme und der Ex-Turbine Anna Sarholz in einer Schulklasse war. Bei Turbine Potsdam indes werden die schlechten Nachrichten nicht weniger. Neben den Langzeitverletzten fällt nun auch Felicitas Rauch mit einem Muskelfaserriss aus.

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