marine Die "Rottweil" kreuzt im NATO-Einsatz in der Ägäis und ihre Besatzung wünscht den Störchen den Aufstieg in die 2.Bundesliga. © Behling
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Marinesoldaten fiebern mit den Störchen

Die Besatzung der "Rottweil" hofft auf Holstein Kiels Zweitliga-Aufstieg

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Wenn am Sonnabend im Stadion von Sonnenhof Großaspach das Team von Holstein Kiel um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga kämpft, fiebern auch im Auslandseinsatz zahlreiche Soldaten aus Kiel mit. An Bord des Minentauchereinsatzbootes „Rottweil“ wird in der Ägäis Kommandant Stefan Oeggl seine Crew über die Lautsprecheranlage auf dem Laufenden halten. Der 38-Jährige Kommandant ist als Bremer zwar Werder-Fan, hat aber sportlich ein Herz für seine Wahlheimat Kiel. „Ich freue mich schon jetzt auf das Lokalderby mit dem HSV“, sagt Oeggl mit einem Grinsen.

Die 54 Meter lange „Rottweil“ ist mit knapp 40 Soldaten Teil eines Nato-Verbandes in der Ägäis. Live-Übertragungen der Spiele sind auf See im Einsatz nicht möglich. Deshalb müssen für die Zwischenstände per Live-Ticker über die bordeigene Lautsprecheranlage auf die Stationen kommen. Die Besatzung der „Rottweil“ ist sehr fußballbegeistert und verfolgt auch die Spiele von Holstein Kiel überall. Das bordeigene Team spielt zudem bei Hafenbesuchen regelmäßig Fußball.

Decksmeister Marco (35) freut sich besonders über den möglichen Aufstieg.  „Wie geil ist das denn.  Alles was wir jetzt noch brauchen, sind zwei Punkte. Am besten natürlich ein Sieg gleich gegen Sonnenhof Großasbach am Sonnabend“,  so der Fan der „Kieler Störche“.  Auch der in Kiel geborene Kenth (26),  Navigateur des Bootes, freut sich riesig,  wenn es der Traditionsverein endlich nach oben schaffen würde. Er hatte schon bei der verpassten Relegation gegen 1860-München gelitten. Auch der  27-jährige Marcel aus Waren an der Müritz sieht sich jedes Holstein-Spiel in Kiel an. „Vorausgesetzt ich bin da. Seefahrten und Einsätze machen das nicht immer möglich“, so der „Rottweil“-Fahrer. Auch jetzt sind die Soldaten über Monate im Mittelmeer.  Auf die Frage wieso gerade „Holstein Kiel“ für den Mecklenburger der  favorisierte Verein sei, sagt Marcel: „Den Verein gibt es schon so lange. Er ist sich stets treu geblieben. So wie die Fans. Authentisch und ehrlich gerade aus. Außerdem ist die Stimmung im Stadion immer etwas ganz besonderes und immer wieder ein Erlebnis. Man kennt sich, trifft sich, eine eingeschworene Gemeinschaft. Wie eine Besatzung.“

Die Besatzung des Minentauchereinsatzbootes „Rottweil“ sendet beste Grüße aus der Ägäis. „Jungs, wir sind bei euch und drücken euch die Daumen“, sagt Kommandant Oeggl  stellvertretend für das in Kiel beim 3. Minensuchgeschwader beheimaten Minentauchereinsatzboot .

Vor der nordafrikanischen Küsten kreuzt der Tender „Rhein“ vom Unterstützungsgeschwader aus Kiel. Auch an Bord des 100 Meter langen Versorgungsschiffes knistern am Sonnabend die Spielergebnisse aus den Lautsprechern und fiebern Soldaten mit.  „Für die neue Saison kaufe ich mir eine Dauerkarte und gehe mit meinen Kindern ins Stadion, so wie mein Vater früher mit mir“, sagt Kapitänleutnant Allan, der bereits von 1996 bis 2009 regelmäßig im Holsteinstadion zu Gast war.  Der Hauptgefreite Nils freut sich dabei schon jetzt auf die möglichen Höhepunkte der nächsten Saison.  „Vielleicht kommt es dann ja zum Nordderby gegen den HSV“.

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