05. Dezember 2018 / 11:10 Uhr

Markus Beyer tot: Ehemaliger Box-Weltmeister im Alter von 47 Jahren gestorben

Markus Beyer tot: Ehemaliger Box-Weltmeister im Alter von 47 Jahren gestorben

Redaktion Sportbuzzer
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Ex-Box-Weltmeister Markus Beyer ist mit nur 47 Jahren gestorben.
Ex-Box-Weltmeister Markus Beyer ist mit nur 47 Jahren gestorben. © imago/opokupix
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Der frühere Box-Weltmeister Markus Beyer ist tot. Der ehemalige Supermittelgewichtler starb im Alter von 47 Jahren. Sein ehemaliger Trainer Ulli Wegner reagiert geschockt.

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Rund zwei Monate nach dem Tod von Graciano Rocchigiani steht der deutsche Box-Sport erneut unter Schock! Der frühere Supermittelgewichts-Weltmeister starb am Montag nach einer Krebserkrankung im Alter von nur 47 Jahren in einem Berliner Krankenhaus. Dies teilte der MDR mit, für den Beyer seit 2015 als Experte tätig war. Zwischen 1996 und 2008 war Beyer in 39 Profikämpfen zu 35 Siegen (13 durch K.o.) gekommen.

Beyer 1999 erstmals Weltmeister

Beyer wurde im erzgebirgischen Erlabrunn geboren. In seiner Amateurkarriere verließ er den Ring in 274 Kämpfen 235 mal als Sieger. 1996 wechselte der Sachse ins Profilager. Erstmals Weltmeister wurde er im Oktober 1999 in London gegen den Briten Richie Woodhall. Nach Max Schmeling und Rocchigiani war er erst der dritte deutsche Boxer, der einen WM-Gürtel im Ausland gewann. Nachdem er den WBC-Titel zwischenzeitlich verlor, holte er ihn sich 2003 in Leipzig zurück.

DURCHKLICKEN: Bilder vom WM-Kampf am 5. April 2003 in Leipzig

Am 5. April 2003 traf Markus Beyer in der Arena Leipzig auf den Kanadier Eric Lucas. Der von Coach Ulli Wegner betreute Sachse setzte sich nach zwölf Runden mit 2:1-Richterstimmen durch und holte sich nach knapp drei Jahren Titelabstinenz die WBC-Weltmeisterschaft. Zur Galerie
Am 5. April 2003 traf Markus Beyer in der Arena Leipzig auf den Kanadier Eric Lucas. Der von Coach Ulli Wegner betreute Sachse setzte sich nach zwölf Runden mit 2:1-Richterstimmen durch und holte sich nach knapp drei Jahren Titelabstinenz die WBC-Weltmeisterschaft. ©
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Noch mehrfach in seiner Karriere trat Beyer in Sachsen in den Ring. Am 5. Juni 2004 unterlag er in Chemnitz gegen Cristian Sanavia, eroberte den WBC-Gürtel aber einige Monate später im direkten Rückkampf in Erfurt erneut. Danny Green war der Gegner des Erzgebirgers am 12. März 2005 in Zwickau. Beyer siegte nach Punkten. Am 13. Mai 2006 klappte es an selber Stelle nicht ganz so gut. Nach einem Kopfstoß des Kameruner Sakio Bika erlitt der Weltmeister eine Platzwunde unter dem rechten Auge. Der Kampf wurde abgebrochen und unentschieden gewertet. Beyer blieb Weltmeister. Er verlor seinen Gürtel fünf Monate später in Dänemark an Mikkel Kessler.

Ex-Trainer Ulli Wegner geschockt

"Ich kann meine Gefühle mit Worten nicht beschreiben. Jeder weiß, dass er mein Lieblingssportler war – und das hatte vor allem eine menschliche Komponente. Markus Beyer war ein durch und durch feiner Mensch. Im Moment fühle ich mich, als hätte mir jemand in die Magengrube geschlagen. Ich muss das alles erst verarbeiten", erklärte sein langjähriger Förderer und Trainer Ulli Wegner, der Beyer schon zu Amateurzeiten betreut hatte, dem MDR.

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