Frankreichs Nationalspieler Dimitri Payet ist die große Stütze im Spiel von Olympique Marseille. Frankreichs Nationalspieler Dimitri Payet ist die große Stütze im Spiel von Olympique Marseille. © imago/PanoramiC
Frankreichs Nationalspieler Dimitri Payet ist die große Stütze im Spiel von Olympique Marseille.

Marseille reist mit Sorgen zu RB Leipzig – geheimes Training vor Euro-League-Viertelfinale

Olympique Marseille reist am Mittwoch mit einigen Verletzungssorgen vor dem Europa-League-Viertelfinale in Leipzig an. Der französische Tabellendritte sagte das Abschlusstraining in der Red-Bull-Arena kurzfristig ab.

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Leipzig. RB Leipzig hätte nichts dagegen, wenn sich ein Stück der diesjährigen Geschichte in der Europa League gegen Olympique Marseille wiederholt. Im Viertelfinale trifft das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl mit den Franzosen erneut auf eine Mannschaft, die vor 30 Jahren bereits im Europapokal gegen Lokomotive Leipzig kickte. Auch der SSC Neapel, den RB in der Zwischenrunde aus dem Wettbewerb warf, spielte Ende der 80er-Jahre gegen den 1. FC Lok und gewann gegen den Verein aus Probstheida, wie 1987 auch Marseille.

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„Wir sind jetzt international kein unbeschriebenes Blatt mehr, haben uns ein bisschen Reputation erarbeitet. Es ist sicher eine 50:50-Geschichte“, meint RB-Coach Hasenhüttl, der mit seiner Mannschaft gern zum zweiten Mal einen ehemaligen Lok-Kontrahenten aus dem Europapokal werfen und ins Halbfinale einziehen würde.

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Marseille als auch Leipzig gehören erstmals zu den besten acht Mannschaften der Europa League und sind zugleich die letzten Vertreter ihrer jeweiligen Länder. Die Motivation ist enorm: Noch nie, seitdem der Wettbewerb 2009 diesen Namen trägt, hat ein deutscher oder französischer Klub das Endspiel erreicht.

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Marseille mit Personalsorgen

Die Franzosen werden am Mittwochnachmittag mit Sorgen am Flughafen Leipzig/Halle anreisen. Sowohl Torwart Steve Mandanda als auch Abwehrchef Adil Rami fehlen. Beide Spieler verletzten sich am Samstag bei der Generalprobe gegen Dijon FCO, Marseille gewann 3:1. Trainer Rudi Garcia bangt zudem um den Einsatz seines Toptorjägers Florian Thauvin (Muskelverletzung Oberschenkel) sowie Innenverteidiger Rolando (Achillessehnenprobleme).

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Das für 18.30 Uhr in der Red-Bull-Arena angesetzte Abschlusstraining wurde kurzfristig abgesagt. Stattdessen übt Marseille am Mittwoch um 11.30 Uhr noch einmal auf heimischem Rasen – verborgen vor neugierigen Augen der RB-Scouts. In Leipzig bezieht Olympique, wie bereits die Euro-League-Kontrahenten Zenit St. Petersburg und SSC Neapel, sein Quartier im Melia Innside in der Gottschedstraße.

Drei ehemalige Bundesligisten und Kapitän Payet

Bei den Franzosen stehen drei Ex-Bundesliga-Spieler unter Vertrag. Der Prominenteste heißt Luiz Gustavo. Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick holte ihn 2008 aus der zweiten brasilianischen Liga als Trainer zur TSG Hoffenheim. Der Defensivspieler kickte später für Bayern München und den VfL Wolfsburg, bevor er vergangenen Sommer nach Frankreich wechselte. Ebenfalls bekannte Gesichter: Der Japaner Hiroki Sakai, der 2012 bis 2016 bei Hannover unter Vertrag stand, sowie Aymen Abdennour, der 2010 allerdings nur ein halbes Jahr bei Werder Bremen spielte.

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In den zwei KO-Runden der Europa League avancierte Lucas Ocampos zum Torgarant für Marseille. Der 23-jährige Argentinier glänzte mit drei Treffern in vier Partien. Große Stütze des Teams ist Kapitän Dimitri Payet. Der erfahrene Mittelfeldspieler stand 2016 mit Frankreich im Finale der Europameisterschaft. Mit seinen 30 Jahren verfügt Payet noch immer über ein magisches Ballgefühl und beeindruckende Freistöße, zweimal netzte er in dieser Saison in der Europa League ein. In der Gruppenphase wurde Marseille Zweiter hinter Salzburg, gewann in der Runde der letzten 32 insgesamt mit 3:1 gegen Braga und schaltete im Achtelfinale Athletic Bilbao aus (3:1 und 2:1).

„An Leistungsgrenze gehen, um weiter zu kommen“

Ralf Rangnick sagte nach dem 3:2-Sieg von RBL in Hannover: „Rein von der Papierform her wäre Atletico Madrid der stärkste Gegner gewesen. Das ist für mich auch einer der Favoriten. Alle anderen sind aber auch nicht zufällig dort. Wir trauen uns zu, gegen Marseille eine Runde weiter zu kommen.“ Die Franzosen stehen in der Liga vier Punkte hinter der Zweitplatzierten AS Monaco, gegen die RB Leipzig in der Gruppenphase der Königsklasse im heimischen Stadion 1:1 spielte und im Fürstentum 4:1 gewann.

Abschlusstraining RB Leipzig

Kapitän Willi Orban meinte zum Kontrahenten: „Das ist eine international sehr erfahren Truppe. Wir müssen schauen, dass wir zu Hause wieder eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel schaffen. Wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen, um weiter zu kommen.“ Eine neue Minuskulisse wird es am Donnerstag, Anstoß um 21.05 Uhr, wie im Achtelfinale gegen St. Petersburg als nur 19.877 Zuschauer in die Red-Bull-Arena kamen, nicht geben. Etwa 30.000 Tickets wurden bisher verkauft.

Region/Leipzig RB Leipzig-Olympique de Marseille (05/04/2018 21:05) RB Leipzig (Herren) Olympique de Marseille (Herren) RB Leipzig Olympique de Marseille Europa League

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