03. Dezember 2018 / 17:05 Uhr

Mehr Athleten, sechs neue Sieger und einige „Irrläufer“

Mehr Athleten, sechs neue Sieger und einige „Irrläufer“

Christoph Staffen
Adventslauf-Sieger über 26 km im Ratzeburger Dauerregen: Sven Schenk (M) mit Simon Müller (l., 2.) und Jonas Willburger (3.).
Adventslauf-Sieger über 26 km im Ratzeburger Dauerregen: Sven Schenk (M) mit Simon Müller (l., 2.) und Jonas Willburger (3.). © Christoph Staffen
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Riesen-Resonanz und reichlich Spannung beim 29. Adventslauf in Ratzeburg

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Simon Müller war doppelt überrascht: „Dass ich mit einer 1:30 nicht gewinne, hatte ich nicht gedacht“, meinte der Lübecker Triathlet, der sich erstens über seine nach kurzem Training extrem schnelle Zeit von 1:30:46 Stunden für die 26 Kilometer um den Ratzeburger See und zweitens über den Sieger wunderte: „Den hatte keiner auf dem Zettel.“ Gemeint war der Magdeburger Sven Schenk (neu in der Laufgruppe Schwerin), der in 1:29:04 Std. gewann, während Jonas Willburger (bikelink.com) in 1:30:49 Dritter wurde. „Es war mein erster Start in Ratzeburg. Trotz des Regens und der sieben Grad habe ich jeden Kilometer genossen“, meinte der 26-jährige Gewinner.

Schnellste Frau war Tina Schwarzmann (Salomon Trailrunning Explorer Hamburg) in 1:52:12 vor Claudia Willamowski (Hamburg) in 1:54:412 und Lena Rütz (Ratzeburger Ruderclub) in 1:56:42. „Zum ersten Mal dabei – und gleich gewonnen“, strahlte die 42-Jährige im Ziel und blickte gleich voraus: „Das war 2018. Nächstes Jahr will ich beim Transalpin über die Alpen laufen und komme dann eventuell wieder nach Ratzeburg.“

29. Adventslauf Ratzeburg 2.12.2018

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 Rund 2550 Teilnehmer – 250 mehr als im Vorjahr – waren bei der Traditionsveranstaltung in Ratzeburg am Start, darunter auch ein paar Irrläufer: „Wir kürzen die Strecke ab und rudern quer über den See“, scherzte der Lübecker Maximilian Munski (Silbermedaillengewinner mit dem Deutschland-Achter bei Olympia in Rio). Doch er verpasste offenbar den Bootssteg, kam weit hinter seinen Teamkollegen Patrick Pilz und Arne Schwiethal ins Ziel. Für den guten Zweck tat er es aber gern: Mit dem Verein „Wir für Yannic“ machen die Ruderrecken auf die oft unterschätzte Krankheit Depression aufmerksam.

"Irrläufer" auf dem Ratzeburger Markt

Echte „Irrläufer“ gab es allerdings auch, schließlich wurden die Athleten beim Start auf dem Ratzeburger Markt am Sonntag erstmals in gleich drei Richtungen geschickt: „Wir freuen uns, dass speziell die neuen Strecken so gut angenommen wurden“, sagte Sandra Gottschalk von den Ratzeburger Triathleten und gleichzeitig Organisationsleiterin. Trotz großer Transparente bei den jeweiligen Starts und verschiedenfarbiger Startnummern erwischten einige wenige Starter die falsche Runde, und mussten 9,8 oder 5,8 Kilometer laufen, obwohl sie sich für die jeweils andere Distanz eingeschrieben hatten. „Das waren allerdings Ausnahmen“, relativierte Gottschalk hinterher.

Über die neue 9,8-km-Strecke um den Küchensee siegte Jose Carlos Poyatos-Castillo (Airbus Hamburg) in 36:18 Minuten vor Wieslaw Daleki (Zippel’s Läuferwelt/37:30) und Jan Dannehl (Triabolos Hamburg/37:47). „Ich hatte überlegt, 26 Kilometer zu laufen, wollte die Gegend aber erstmal über zehn Kilometer kennenlernen“, so Poyatos-Castillo und befand: „Die Strecke war anspruchsvoll und nicht ungefährlich. Einmal bin ich ausgerutscht und auf dem Hintern gelandet.“

Fenna Froehlich rennt fröhlich ins Ziel

Bei den Frauen siegte Fenna Froeh­lich (Running Athlete Lübeck) in 40:35 Minuten vor Antje Günthner (LSF Oldenburg/41:33) und Justyna Kwiatkowska (LG Nordheide/41:54). „Seit 2016 studiere ich in Lübeck Medizin, nun habe ich es erstmals zum Ratzeburger Adventslauf geschafft“, meinte die aus dem niedersächsischen Jever stammende 21-Jährige: „Dass ich hier als erste Siegerin über 9,8 km gleich in die Geschichtsbücher komme, damit habe ich nicht gerechnet“, freute sich Froehlich.

Die ebenfalls neuen 5,8 km um den kleinen Küchensee gewann Toni Röwer (SV Motor Barth) in 21:16 Minuten vor Kennet Lambrecht (LBV Phönix/21:55) und Nils May (22:05). Schnellste Frau in 22:39 Minuten war Julia Bröcker (VfL Oldesloe) vor Mailys Sangla und Katharina Voß (beide Hamburger SC) in 22:47 beziehungsweise 23:23. „Das war mein erster Start über diese Strecke. Ich bin Triathletin und habe den Wettkampf als Vorbereitung für die neue Saison genutzt“, war die erst 15-jährige Siegerin aus Stormarn mit dem ersten Adventswochenende hochzufrieden.

Rainer Voß: "Wir haben das Wetter nicht bestellt"

Das galt auch für Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß, der die Verantwortung fürs Schmuddelwetter ablehnte („Das haben wir nicht bestellt!“) und sagte: „Es ist toll, dass so viele Läufer zu uns kommen.“

Das sind die besten Torjäger in Schleswig-Holstein (Oberliga, Landesliga und Verbandsliga). Stand: 26. November 2018.

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27 Tore ©
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