Thorsten Tunkel auf der Tribüne des Sandwegs. Thorsten Tunkel auf der Tribüne des Sandwegs. © Hinzmann
Thorsten Tunkel auf der Tribüne des Sandwegs.

Meister des Schlüsselzahlenplans

Wir Thorsten Tunkel es geschafft hat, parallele Heimspiele der vier Göttinger Landesligisten zu vermeiden

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Noch im vergangenen Jahr hatten die Göttinger Zuschauer die Qual der Wahl, wenn sie eine Partie der sechsten Liga sehen wollten: In der Regel trugen alle vier Fußball-Landesligisten der Region ihre Heimspiele parallel aus. Das ändert sich nun – was ist geschehen?

Während in der Saison 2017/18 der SCW Göttingen und der FC Grone auswärts antreten, spielen der TSV Landolfshausen und der Aufsteiger SC Hainberg auf eigenem Platz. Die Fans müssen sich also nur noch zwischen dem SCW und Grone oder Landolfshausen und Hainberg entscheiden.

Das Zauberwort lautet Schlüsselzahlenplan – ein Algorithmus, der lediglich geschickt genug gefüttert werden muss, damit er das gewünschte Ergebnis liefert. Wobei „nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann“, unterstreicht Thorsten Tunkel, neuer Landesliga-Staffelleiter .

Tunkel, außerdem Fußball-Abteilungsleiter der SVG Göttingen, setzte sich bei der Erstellung des Spielplanes zwei Ziele: Nicht alle Göttinger Landesligisten dürfen parallel auf eigenem Platz spielen („Das war unzumutbar“), und die in der Regel ausfallgefährdeten Heimspiele der Landolfshäuser und Hainberger sollten möglichst vor dem 1. November ausgetragen werden. Folge: Hainberg absolviert bis zum 5. November sieben Heimpartien.

Während der SCW über einen Kunstrasenplatz verfügt und damit „winterhart“ ist, hat Grone allerdings genauso wie Landolfshausen und Hainberg lediglich einen Naturrasen zur Verfügung. „Einen Tod musst du sterben“, sagt Tunkel. Die Entscheidung für den SC fiel, weil auf dem Hainberger Geläuf fünf Herrenmannschaften spielen, beim FC aber nur zwei.

Nicht nur für Göttingen müssen derartige Probleme gelöst werden, dasselbe gilt für Braunschweig und Wolfenbüttel, die für Tunkel „Pakete“ darstellen. So liegen beispielsweise die Spielstätten der Freien Turner Braunschweig und des BSC Acosta gerade einmal 50 Meter auseinander. „Es wäre unglücklich, wenn hier parallel Heimspiele ausgetragen werden müssten“, so der Staffelleiter.

Also würden „entgegengesetzte Schlüsselzahlen“ angewandt. Nicht zu vermeiden war, dass die Göttinger Derbys parallel ausgetragen werden. „Irgendwann passt es nicht mehr mit entgegensetzten Zahlen“, unterstreicht Tunkel. „Der Schlüsselplan gibt das nicht her.“

Am Ende wurden noch die Wünsche der Teams berücksichtigt. So hatte der FC Grone darum gebeten, ein Heimspiel gegen Lupo II im September wegen der Kirmes zu verlegen – nun wird am 3. Oktober gespielt. Ein anderer Fall: Lupo II hatte sich den ersten Spieltag spielfrei gewünscht. Der Grund sind Werksferien bei VW.

„Es ist immer ein Geben und Nehmen“, sagt Tunkel. „Meine Leitfrage war: Was macht wirtschaftlich und raumbedingt für die Vereine Sinn?“ In der vergangenen Saison, unterstreicht er, sei der Spielplan „auf anderen Prioritäten aufgebaut worden“. Für die Erstellung des aktuellen Planes hat Tunkel inklusive der Wünsche, die an ihn herangetragen wurden, zwei Stunden benötigt. Die Teams der Landesliga Braunschweig werden es ihm danken.

Region/Göttingen-Eichsfeld Landesliga Bezirk Braunschweig (Herren)

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