Leipzigs Cheftrainer Ralph Hasenhüttl bedankt sich nach dem Spiel bei den Fans. Leipzigs Cheftrainer Ralph Hasenhüttl bedankt sich nach dem Spiel bei den Fans. © dpa
Leipzigs Cheftrainer Ralph Hasenhüttl bedankt sich nach dem Spiel bei den Fans.

Mentale Tricks und Pfostentreffer – RB Leipzig hat „Großes“ vor

Im Endspurt lässt RB Leipzig mit seiner Leistung keinen Zweifel daran, dass die Champions League das Ziel ist. Noch zwei Siege fehlen für die Erfüllung des Traums. Coach Hasenhüttl hilft bei einigen Spielern mit Tricks nach.

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Leipzig. Ralph Hasenhüttl ließ sich mit der Laola vor dem Fanblock feiern. Einige Spieler tauchten am Sonnabend kurz ins Leipziger Nachtleben ab. Doch die große Party stieg nach der Qualifikation für die Europa League noch nicht. Zu lange war es absehbar, zu lange steht der Aufsteiger in der Bundesliga schon auf Tabellenplatz zwei. Yussuf Poulsen, der beim 4:0-Sieg gegen den SC Freiburg das 1:0 erzielte und nach dem Spiel zur Dopingkontrolle musste, erklärte: „Wenn wir etwas ganz Großes erreichen wollen, dann müssen wir an unserem Weg dran bleiben. Wir wollen unseren jetzigen Platz verteidigen.“

Der Däne, der in dieser Saison einen unbändigen Wille zeigt und der vor allem für seine Nebenleute oft Räume schafft, hat im Bundesliga-Endspurt den Torriecher wieder entdeckt. Nach dem entscheidenden Last-Minute-Tor vor einer Woche gegen Leverkusen sorgte er diesmal für den ersten Treffer und legte den zweiten für seinen Offensivkollegen Timo Werner mustergültig auf. „Für meine Scorerpunkte war es sicher ein gelungener Tag, aber es gab auch ein paar Szenen, die ich noch ein bisschen besser machen könnte“, zeigte sich der 22-Jährige selbstkritisch.

Pfosten als Glücksbringer

Dabei haben sich Pfostentreffer des Stürmers in den vergangenen Wochen als gute Vorboten erwiesen. Beim Standardtraining am Freitag traf Poulsen bei der Freistoßvariante, mit der er im Spiel das 1:0 erzielte, die Latte. Bereits in der Woche davor stand der Pfosten beim Üben öfter zwischen ihm und dem Torerfolg. Gegen Bayer ging der Ball dann aber vom Innenpfosten ins Tor. „Manchmal gibt es solche Phasen. Es ist auch wieder das Matchglück zurück“, sagte der Däne am Samstag.

Sportdirektor Ralf Rangnick, der unabhängig vom Namen des europäischen Wettbewerbs bereits auf Shoppingtour ist und mindestens fünf Neue sucht, zeigte sich mit der Osterausbeute zufrieden: „Der Sieg heute war wichtig, weil auch die anderen gewonnen haben. Wir spielen jetzt um Platz zwei und drei. Wenn die Mannschaft so weitermacht wie in den letzten zwei Wochen, dann haben wir gute Chancen, das zu schaffen.“ Wenn die Leipziger am kommenden Sonntag auf Schalke einen Dreier holen, könnte der Aufsteiger beim Heimspiel gegen Ingolstadt bereits drei Spieltage vor Schluss den Einzug in die Königsklasse feiern.

Mentaler Trick

Der komfortable Vorsprung in der Tabelle gibt Coach Hasenhüttl gegen Ende der Saison sogar die Möglichkeit, junge Spieler näher an die erste Elf heranzuführen. Eine unglückliche Rolle spielte bisher Dayot Upamecano bei seinen ersten zwei Einsätzen von Beginn. Er musste jeweils vor der Pause runter, weil er an Gegentoren beteiligt war oder sich zeitig die gelbe Karte holte.

Diesmal ließ sich der Coach einen mentalen Trick einfallen, denn Hasenhüttl hatte festgestellt: „Immer wenn er eingewechselt wurde, war er stabiler als von Beginn an.“ Deshalb ließ er den 18-Jährigen lange in dem Glauben, dass er auf der Bank sitzen würde. Auch im Abschlusstraining stand er absichtlich nicht in der ersten Elf. „Er hat die erste halbe Stunde überstanden. Es freut mich riesig für ihn. Dayot ist unsere Zukunft. Er war heute gleich in den ersten 20 Minuten super souverän." Die Statistik gibt ihm Recht: Der Innenverteidiger gewann 14 Zweikämpfe, Bestwert im Team der Leipziger.

Region/Leipzig RB Leipzig RB Leipzig (Herren) SC Freiburg Sport-Club Freiburg (Herren) RB Leipzig-Sport-Club Freiburg (15/04/2017 15:30) Fussball Bundesliga

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